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Mobiles Internet schneller machen

Mobiles Internet schneller machen - so geht's1:54
Video von Benjamin Elting1:54

Durch passende Datenverträge und Software-Einstellungen können Sie gemeinsam mit der richtigen Hardware mobiles Internet schneller machen.

Mobiles Internet mit passendem Datentarif

Mobiles Internet wird durch Mobilfunk realisiert. Im Idealfall können Sie es überall dort nutzen, wo Sie unterwegs sind. Mithilfe der passenden SIM-Karte können Sie auf dem Handy, Notebook, Tablet und über mobile Hotspots surfen. Nicht damit gemeint sind öffentliche Hotspots, da diese stationär sind und nur in einer begrenzten Reichweite genutzt werden können.

Hintergrundaktualisierung von Betriebssystem und AppsDeaktivieren Sie die Hintergrundaktualisierung des Betriebssystems und Ihrer Apps in den Einstellungen. Bei Android-Geräten gelingt dies besonders einfach über die Google Play-Einstellungen. Dort können Sie bestimmen, dass Anwendungen gar nicht oder nur bei WLAN-Verbindung automatisch aktualisiert werden. In iOS-Devices gelingt dies über die App-Einstellungen im Gerät selbst.

Tipp: Lehnen Sie zudem unbenötigte Push-Mitteilungen bei Installation der Apps ab oder deaktivieren diese. 

Automatische Updates bei mobilem Internet deaktivieren
Automatische Updates bei mobilem Internet deaktivieren © Alexandra Sensburg

Es muss nicht immer das schnellstmögliche Netz sein. Es gilt das Motto, lieber ein stabiles langsameres Netz als ein unstabiles schnelles Netz. Wenn Sie die LTE-Option haben, aber sich gerade in einem Bereich befinden, in dem sich das LTE-Netz nur sporadisch zeigt, ist es sinnvoller, auf ein stabiles 3G-Netz zurückzuschalten, um ohne Störungen surfen zu können. Dies können Sie unter Einstellungen und mobile Verbindungen vornehmen.

Wahl des richtigen Surfsticks. Sparen Sie nicht beim Surfstick, denn die Unterschiede in der Empfangsqualität der Surfsticks sind erheblich. Auch müssen Sie, besonders bei LTE, darauf achten, in welcher Frequenz welches Netz (O2, Telekom, Vodafone oder E-Plus) sendet. Der Surfstick muss diese benötigten Frequenzen unterstützen. Zudem sollte er im Idealfall frei für alle Netze und Tarife sein. Nutzen Sie Ihre Geräte häufig in Gegenden, mit schlechterem Empfang, so empfiehlt sich ein Surfstick mit Anschlussmöglichkeit für eine Verstärkerantenne beziehungsweise mit integriertem Empfangsverstärker.

Gerät oder Standort ist nicht optimal. Häufig kommt es vor, dass ein lieb gewonnenes Gerät nicht die optimale Empfangsqualität im Mobilfunknetz hat, das gewünschte LTE nicht unterstützt oder Sie sich in einem Raum mit schlechtem Empfang befinden. Auch gibt es Tablets wie zum Beispiel einige iPad-Modell oder ältere Android-Pads, die weder einen SIM-Slot noch einen USB-Anschluss mitbringen, jedoch mit WLAN aufwarten. Für diese Fälle können Sie sich mit einem mobilen Hotspot behelfen. 

Legen Sie die SIM-Karte in den Hotspot ein und bauen eine Netzwerkverbindung zu Ihrem Smartphone oder Tablet über WLAN auf. Den mobilen Hotspot können Sie dann an einem Ort platzieren, an dem der Empfang am besten ist. Dies ist besonders praktisch, wenn Sie sich in Räumen mit schlechtem Empfang befinden. Ein guter mobiler Hotspot mit LTE-Unterstützung, der frei für alle Netze und Tarife ist, beginnt ab etwa 100 Euro.

Einen hochwertigen unabhängigen mobilen 3G-Hotspot erhalten Sie bereits für 40 Euro und weniger. Mobile Hotspots werden häufig vergünstigt oder kostenlos mit Verträgen oder als Prepaid-Geräte angeboten, zum Beispiel von der Telekom oder Vodafone. 

Surfen Sie mit dem richtigen Browser. Wenn Sie bereits mit gedrosseltem Internet auf Ihrem Smartphone unterwegs sind, so hilft es häufig, einen weiteren Browser wie zum Beispiel Opera Mini oder Classic, Google Chrome, Dolphin oder Safari zu nutzen. 

Unterschiedliche Browser probieren
Unterschiedliche Browser probieren © Alexandra Sensburg

Energiesparmodus ausschalten. Den Energiesparmodus sollten sie immer ausschalten, wenn das Internet schnell sein soll. Regulieren Sie in diesem Fall besser die Bildschirmhelligkeit manuell. Der Energiesparmodus steuert nämlich nicht nur die Bildschirmhelligkeit, sondern taktet auch den Prozessor herunter, was sich auf das Empfangen und Senden von Daten und damit auf die Internetschnelligkeit auswirkt.

Energiesparmodus ausschalten
Energiesparmodus ausschalten © Alexandra Sensburg

Schneller surfen mit der richtigen Netz- und Providerauswahl

Man unterscheidet die Netze 2G (GSM/Edge/GPRS), 3G (UMTS/HSDPA) und 4G (LTE und LTE Advanced). 2G-Netze sind die langsamsten mit einer Übertragungsrate von bis zu etwa 230 kBit/s. 3G ist bis etwa 14 Mbit/s schnell und die schnellsten Netze, also LTE, erreichen eine Übertragungsrate von etwa 1GBit/s und mehr. Um aber die 3G- und 4G-Option nutzen zu können, sollten Sie prüfen, ob in Ihrem Nutzungsbereich auch eine gute Netzabdeckung für das von Ihnen genutzte Netz gewährleistet wird.

Achten Sie zunächst auf die Abrechnungsweise. Viele Anbieter bieten einen Datentarif mit einem bestimmten Volumen an. Ist dieses verbraucht, wird entweder die Geschwindigkeit gedrosselt, oder, was inzwischen selten geworden ist, Geld für mehr verbrauchtes Volumen berechnet. Sie sollten unbedingt die Variante mit der Drosselung wählen, mit der Sie dennoch unbegrenzt ohne Zusatzkosten surfen können.

Für schnelles mobiles Internet sollten Sie ein Mindestvolumen wählen. 500 MB sind inzwischen für ein Smartphone als unterste Grenze für mobiles Surfen zu empfehlen. Mit 1GB kommen Sie wesentlich weiter. Tablets und Netbooks sollten mindestens mit 1 GB Datenvolumen versorgt werden und Notebooks je nach Nutzung mit 1,5 GB oder 3 GB.

Es gibt viele Angebote mit günstigem LTE-Tarif, die jedoch nur ein paar 100 MB oder noch weniger anbieten. Nach Verbrauch wird die Geschwindigkeit je nach Tarif auf 3G oder gar 2G Geschwindigkeit abgesenkt. Damit kommen Sie mit einem modernen Smartphone nicht weit.

Achten Sie deshalb auch auf attraktive Angebote im Prepaid-Bereich. Hier bekommen Sie inzwischen oft ein großes Datenvolumen zu einem günstigen Preis oder sogar LTE-Geschwindigkeit kostenlos zu einer bereits bestehenden Flatrate dazu.

Prüfen Sie die Verfügbarkeit der schnellen Netze. LTE ist schon weit verbreitet, aber nicht überall komplett erschlossen. Sie können die Verfügbarkeit bei den vier Netzprovidern E-Plus, Telekom, Vodafone und O2 oder auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur prüfen. So sehen Sie, ob sich die Option für Sie lohnt.

Verfügbarkeit von schnellen Netzen prüfen
Verfügbarkeit von schnellen Netzen prüfen © Alexandra Sensburg

Darauf achten, welche Geräte genutzt werden dürfen. Es gibt zahlreiche attraktive Angebote für schnelles mobiles Internet. Wenn Sie mit dem Tablet, Netbook oder Notebook unterwegs sind, müssen Sie darauf achten, ob der jeweilige Anbieter die Nutzung seines Tarifs mit diesen erlaubt. Manche Tarife dürfen nur mit dem Handy genutzt werden.

Surfen wie zu Hause

Die heutigen Smartphones und Tablets und auch die Notebooks sind Hochleistungscomputer mit vielen Möglichkeiten. Sie können sich jedoch erst mit schnellem Internet voll entfalten. Dieses lässt sich auch mobil häufig mit wenigen Schritten und überschaubaren Kosten erreichen.

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