Mobbing am Arbeitsplatz - vor Kündigung Hilfe suchen

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Mobbing am Arbeitsplatz ist oft Grund für eine Kündigung von Mitarbeitern. Doch muss eine Kündigung sein? So holen Sie sich Hilfe.
Dr. Kathrin Kiss-Elder
19.06.2011 Dr. Kathrin Kiss-Elder
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Hilfe bei Mobbing am Arbeitsplatz - Kündigung vermeiden

Sie können Mobbing am Arbeitsplatz - und damit eine Kündigung - vermeiden, zumindest weniger wahrscheinlich machen. Die Verhaltenstipps können Sie auch dazu verwenden, erneutes Mobbing zu verhindern und bestehendem Mobbing den Wind aus den Segeln zu nehmen.

  • Aber das dauert. Sie müssen sich mehrere Wochen Zeit lassen, um dem Mobbing am Arbeitsplatz Herr zu werden.
  • So verführerisch es ist: Lästern Sie nicht über andere Menschen. Egal, ob sie ranghöher, ranggleich oder rangniedriger sind. Egal, ob Sie Mitarbeiter sind oder Externe, etwa Zulieferer.
  • Wenn andere Menschen lästern, stimmen Sie nicht mit ein. Bleiben Sie sachlich und freundlich. Das ist schwer, aber es ist sinnvoll.
  • Wenn Sie eine Beziehung oder Affäre mit einem Mitarbeiter haben, halten Sie diese Beziehung geheim. Erst wenn Sie feste Pläne miteinander haben, etwa zusammen in Urlaub fahren, eine gemeinsame Wohnung suchen, können Sie die Beziehung öffentlich machen.
  • Erzählen Sie in der Arbeit nicht zu viel Privates. Das macht Sie nur angreifbarer.
  • Kleiden Sie sich arbeitsentsprechend, nicht zu sexy oder ungepflegt, auch wenn Sie sonst daran Spaß haben. Sie müssen nicht viel tun, aber Sie sollten weder Arbeit mit einem Besuch in der Disko verwechseln, noch andere mit Ihren Gerüchen belästigen.
  • Gehen Sie keiner Privatbeschäftigung am Arbeitsplatz und in der Arbeitszeit nach. Auch wenn es vielleicht andere tun. Übertragen Sie keine privaten Daten auf Arbeitscomputer, besonders keine Bilder oder Videos.
  • Nun sind Sie unangreifbar. Zumindest halbwegs.
  • Jetzt dokumentieren Sie schriftlich und an einem für andere nicht erreichbaren Ort das Mobbing für mindestens eine Woche: Was geschah, wann, wie lange, durch wen?
  • Damit wenden Sie sich zuerst am besten an eine vertrauensvolle Person außerhalb der Firma. Das kann ein Freund, ein Mentor, vielleicht ein Therapeut sein. Durch diesen Menschen erfahren Sie die Bestätigung, dass Ihnen Unrecht getan wurde. Und Sie erfahren seelische Unterstützung.
  • Dann gehen Sie damit zum Vorgesetzten. Vereinbaren Sie einen Gesprächstermin, am besten zuerst ohne Ihren Kontrahenten. Bleiben Sie im Gespräch sachlich und vereinbaren Sie feste Ziele oder Maßnahmen.
  • Ist Ihr Vorgesetzter Ihr Kontrahent, kann es sinnvoll sein, den Betriebsrat einzuschalten.

Also: Zetteln Sie keine Revolution an, reichen Sie nicht gleich Ihre Kündigung ein, aber stehen Sie sachlich und konsequent zu Ihrem Missbehagen. So lösen Sie Ihre Probleme fundiert.

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