Alle Kategorien
Suche

Mit Elefantenhaut streichen - Vorgehensweise, Probleme und Lösungsmöglichkeiten

Ob in Bereichen des Badezimmers, der Küche oder im Kinderzimmer - manche Wandflächen benötigen zusätzlichen Schutz gegen Verschmutzungen oder Spritzwasser. Eine einfache Methode ist es, diese Wände mit einem Tapetenschutz, auch Elefantenhaut genannt, zu streichen. Doch dieser Schutzfilm birgt auch Tücken.

Elefantenhaut kann die Wand hinter dem Herd schützen.
Elefantenhaut kann die Wand hinter dem Herd schützen.

Elefantenhaut ist ein flüssiger Tapetenschutz, der abwaschbar und bedingt scheuerfest ist. Das Produkt ist farblos und hat deshalb keinen dekorativen Effekt. Dies bedeutet, dass das Streichen des Schutzfilms beim Renovieren einen zusätzlichen Arbeitsaufwand darstellt, der sich jedoch durchaus lohnen kann.

Mit Elefantenhaut streichen - das sollten Sie wissen

  • Nachdem Sie den entsprechenden Wandbereich ganz normal mit Dispersionsfarbe gestrichen haben und diese getrocknet ist, wird mindestens eine Schicht des flüssigen Tapetenschutzes drübergewalzt.
  • Im Normalfall ist die mit Elefantenhaut gestrichene Fläche seidenmatt, beziehungsweise leicht glänzend. Soll der Anstrich stärker glänzen, müssen Sie mehrere Schichten Tapetenschutz aufbringen.
  • Nach dem Durchtrocknen der Schutzschicht ist diese Wasser abweisend und kann feucht oder nass abgewischt werden. Bedingt scheuerfest ist sie auch. Dies bedeutet, dass Sie Flecken durchaus mit der kratzigen Seite eines Spülschwammes zu Leibe rücken können. Ständigen, und starken mechanischen Beanspruchungen ist Elefantenhaut auf Dauer jedoch auch nicht gewachsen. Tägliches Abschrubben mit einer Wurzelbürste verträgt die Oberfläche mit Sicherheit nicht und wird porös und fleckig.
  • Der Schutzfilm kann mit der Zeit vergilben. Sichtbar wird dies, wenn der Film auf eine weiße Wand gestrichen wird. Es ist deshalb ratsam, die Wände vorher zumindest nicht in einem hartweißen Ton zu malern.
  • Elefantenhaut ist nicht atmungsaktiv. Die Flächen sind quasi versiegelt - mit allen Vor- und Nachteilen, die sich daraus für das Raumklima ergeben können.

Wenn der Tapetenschutz weg soll

  • Elefantenhaut ist zwar einerseits nur bedingt scheuerfest, aber andererseits leider widerstandsfähig genug, um sich nicht einfach nur durch Schrubben vollständig entfernen zu lassen. Dies bedeutet, dass Sie zum Beispiel beim Auszug vor einem Problem stehen könnten, denn auch überstreichen lässt der Tapetenschutz sich nicht so einfach.
  • Wenn Sie versuchen, die Schutzschicht mit einer normalen Dispersionsfarbe zu überstreichen, perlt diese meist ab und das Ergebnis wird alles andere als gleichmäßig. Aus diesem Grund müssen Sie die Fläche erst mit stark verdünnter Dispersionsfarbe malern, diese dann komplett trocknen lassen und erst dann können Sie normal renovieren.
  • Ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend, weil die Wandfarbe einfach nicht richtig haften will, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als das entsprechende Tapetenstück abzulösen. Tapetenlöser oder Wasser, welches Sie normalerweise zum Ablösen einer Tapete verwenden, können jedoch nicht so einfach durch die Wasser abweisende Schutzschicht dringen. Damit es trotzdem klappt, müssen Sie die Fläche mit einer Nadelwalze - auch Igel genannt - bearbeiten. Danach kann genügend Feuchtigkeit durch den perforierten Film dringen und die Tapete lässt sich ablösen.
Teilen: