- 16.02.2011 Bastian Loos
Vorerst müssen Sie wissen, dass durch den Lupeneffekt jährlich zahlreiche Waldbrände entstehen. Der Boden einer Glasflasche kann genau dieselbe Wirkung wie eine Lupe haben. Also, beginnen Sie das Vorhaben mit Bedacht.
So machen Sie Feuer mit einer Lupe
Feuer mit einer Lupe kann prinzipiell, solange Sonne vorhanden ist, ohne Probleme zustande kommen. Jedoch beeinflusst Wind diese Methode, ein Feuer zu legen, erheblich. Versuchen Sie ein Lagerfeuer an windigen Tagen in windgeschützen Zonen zu machen.
- Als Erstes suchen Sie sich trockenes Holz, faustgroße Steine und trockene Gräser oder Papier.
- Nun legen Sie die Steine in einen Kreis, in dem Sie später das Feuer machen wollen. Dies dient als Schutzmauer, welche die Flammen daran hindert, über die Steine zu treten.
- Nehmen Sie jetzt das trockene Holz. Versuchen Sie es in der klassischen Pyramidenform aufzustellen. Verwenden Sie hierzu nicht zu viel Holz, denn Feuer braucht auch Sauerstoff.
- Im Anschluss füllen Sie das Pyramideninnere mit trockenem Zunder oder Papier aus.
- Nun nehmen Sie sich Ihre Lupe zur Hand. Je größer eine Lupe ist, desto mehr Hitze erzeugt diese. Nehmen Sie die Lupe und halten Sie sie zwischen Sonne und Zunder. Sie sehen nun einen Brennpunkt auf dem Zunder. Versuchen Sie, den Abstand zum Zunder zu erhöhen oder zu verringern. Der Brennpunkt muss so klein wie möglich sein, um die maximale Temperatur zu erhalten.
- Nach ein paar Minuten sollte der Zunder nun anfangen zu qualmen. Mit leichtem Pusten erhöhen Sie die Temperatur um ein Weiteres, bis es schließlich anfängt zu brennen.
Im Ernstfall ein Lagerfeuer auf diese Weise realisieren zu können, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch ist es immer wieder ein Spaß für Klein und Groß, einmal ein Feuer aus dem "Nichts" entstehen zu lassen, ohne ein Feuerzeug zu benutzen. Viel Spaß und Vorsicht!