Mit Bluthochdruck in die Sauna? - Das müssen Sie bei Saunabesuchen beachten

Trotz chronischer Krankheit sind Saunabesuche möglich. Trotz chronischer Krankheit sind Saunabesuche möglich.
Die wechselnden Temperaturen in der Sauna gelten als eine gesunde Methode, zu entschlacken und um langfristig sein Immunsystem zu stärken. Dennoch gibt es einige Krankheiten, bei denen man bei einem Saunabesuch vorsichtig sein sollte. Hier erfahren Sie, ob Sie bei Bluthochdruck in die Sauna gehen können und wie es sich bei weiteren Erkrankungen verhält.
Linda Benninghoff
09.09.2011 Linda Benninghoff
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Bluthochdruck als Kontraindikation?

  • Viele Menschen leiden unter Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, besonders häufig unter Bluthochdruck. Einher mit einem erhöhten Blutdruck geht oft eine Arteriosklerose, Angina Pectoris oder eine nachlassende Herzleistung. Der Deutsche Sauna-Bund e. V. betont, dass saunieren zu einer Erweiterung der Blutgefäße führt und somit ein Bluthochdruck in der Sauna gesenkt werden kann. Allerdings muss Ihr Zustand für einen Saunabesuch bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems stabil sein und von einem Arzt regelmäßig kontrolliert werden.
  • Da durch die Hitze der Sauna die Muskeln der Bronchien entkrampfen, können Sie mit bestimmten Atemwegserkrankungen in die Sauna gehen. Eine chronische Bronchitis, chronische Lungenerkrankungen, bei denen die Luftwege verengt sind, oder Asthma bronchiale sprechen nicht gegen einen Saunabesuch. Allerdings müssen Sie beachten, dass ein allergisches Asthma bronchiale unter Umständen durch bestimmte Inhaltsstoffe der Aufgüsse ausgelöst werden kann.
  • Bei Atemwegserkrankungen sollten Sie nicht in die Sauna gehen, wenn Sie akut an einer Bronchitis oder Lungenentzündung erkrankt sind. Abgesehen vom Infektionsrisiko durch andere Saunagänger kann sich die Entzündung durch das feuchte und warme Klima noch verschlimmern.
  • Leiden Sie unter Rheuma, müssen Sie ebenfalls zwischen dem akuten und chronischen Stadium unterscheiden. Im akuten Schub, der mit Entzündungen von Gelenken und Geweben einhergeht, kann ein Saunabesuch Ihren Zustand durch die Hitze verschlechtern. Zwischen den Schüben kann es für Sie aber sehr entspannend sein, durch Schonhaltung verspannte Muskeln in der Sauna zu lockern.
  • Viele Saunabäder raten bei einer Erkrankung der Nieren von einem Besuch ab. Durch das vermehrte Schwitzen in der Sauna kann es aber gerade bei einer Nierenerkrankung, die mit Bluthochdruck einhergeht, zu einer Senkung der Beschwerden kommen. Wenn Sie unter einer Nierenerkrankung, insbesondere der Niereninsuffizienz, leiden, führen Sie vor dem Saunabesuch auf jeden Fall ein Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt. Dies ist notwendig, da durch das Schwitzen Flüssigkeit verloren geht, die dem Körper in ausreichender Menge wieder zugeführt werden muss. Je nach Erkrankung kann diese Zufuhr aber stark eingeschränkt sein.
  • Auch für Krebsleiden kann keine eindeutige medizinische Empfehlung bezüglich Saunabesuchen gegeben werden. Allerdings sollten Sie nicht während einer Chemo- oder Strahlentherapie in die Sauna gehen, da dies zu anstrengend für den belasteten Organismus sein kann. Wenn die Krebstherapien abgeschlossen sind und Sie sich erholt haben, kann der Saunabesuch entspannen und eine Steigerung des Immunsystems bewirken. Sprechen Sie auch hier mit Ihrem Arzt ab, wann der richtige Zeitpunkt ist.

Leiden Sie unter einer chronischen Krankheit, sollten Sie sich generell mit den Abläufen und Empfehlungen in der Sauna vertraut machen und sich danach richten, um Komplikationen zu vermeiden.

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