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Mit Ausgleichsmasse oder Estrich - so bessern Sie Unebenheiten im Fußboden aus

Wer ein älteres Haus besitzt, wird es nach und nach aus- und umbauen. Oft stellt man allerdings beispielsweise in Kellerräumen fest, dass der Boden beschädigt und gleichzeitig uneben ist. Somit fällt ein simples Verlegen von Bodenbelägen weg, man muss zunächst die Unebenheiten des Fußbodens ausgleichen. Je nach Zustand des Bodens wählt man zwischen Estrich oder Ausgleichsmasse.

Der Einsatz von Estrich oder Ausgleichsmasse hängt vom Zustand des Bodens ab.
Der Einsatz von Estrich oder Ausgleichsmasse hängt vom Zustand des Bodens ab.

Was Sie benötigen:

  • Je nach Beschichtung Grundierung, Ausgleichsmasse, Estrich
  • Straßenbesen
  • Messlatte
  • Wasser
  • Mischbehälter
  • Rührer

Fußböden bearbeiten mit Ausgleichsmasse

  • Befinden sich auf dem auszubessernden Fußboden Unebenheiten, die maximal 3 cm betragen, können Sie mit Ausgleichsmasse arbeiten. Achten Sie aber unbedingt auf die Herstellerangaben, denn manche Produkte sind nur bis zu einer Stärke von 1 cm zu verarbeiten. 
  • Zunächst tragen Sie auf den Boden eine Grundierung auf, die Sie mit einem Straßenbesen verteilen. 
  • Nachdem die Grundierung leicht angetrocknet ist, leeren Sie die angerührte Ausgleichsmasse auf der Arbeitsfläche aus. Verteilen Sie sie zügig, bevor sie beginnt zu erstarren. Blasen können Sie mit dem Besenstiel zerstoßen. 
  • Bevor Sie auf dem ausgeglichenen Boden weitere Arbeiten ausführen, sollten Sie ungefähr 14 Tage warten. Genaue Werte erfahren Sie in der Herstelleranweisung.

Unebenheiten ausgleichen mit Estrich

  • Da Ausgleichsmasse für den Heimanwender einfacher zu verarbeiten ist und vor allem viel kürzere Trockenzeiten benötigt, sollten Sie sich für die Estrichverarbeitung erst ab Niveauunterschieden von über 3 cm entscheiden. 
  • Es gibt viele verschiedene Estricharten, die von Heimwerkern verlegt werden können, u.a. Zementestrich und Trockenestrich. 
  • Trockenestrich hat zwar unübertreffliche Vorteile, wie z.B. den Wegfall der Trockenzeit  und die damit verbundene Zeitersparnis; er steht bei unebenen Böden allerdings nicht zur Debatte, da er nur auf völlig geraden Böden ausgelegt werden kann. Die am meisten benutzte Estrichart ist der Zementestrich, der auch für Heimwerker recht einfach zu verlegen ist. Vorsicht ist allerdings geboten, denn diese Beschichtung darf nur für Flächen bis ca. 35 qm verlegt werden, da sonst Risse auftauchen können.  
  • Wenn Sie den Estrich nach Herstelleranweisung zügig auf den Boden aufgetragen haben, ziehen Sie ihn mit einer Messlatte ab, um Unebenheiten zu vermeiden. Danach muss der Belag für mindestens 72 h feucht gehalten werden. 
  • Betreten Sie den neuen Bodenbelag erst nach etwa 72 h, eine endgültige Belastung ist nach ca. einer Woche möglich. Auch hier richten Sie sich allerdings nach den Herstellervorgaben.
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