Wer mit 55 in Rente gehen möchte, muss entweder lange vor Sparen oder eine hohe monatliche Sparleistung erbringen. Nicht nur muss er die Zeit bis zur Regelaltersrente überbrücken, er erhält auch weniger Rente.
- 02.02.2012 Uwe Rabolt
Rente mit 55 - das sollten Sie beachten
- Wer mit 55 Jahren in Rente gehen möchte, muss im Gegensatz zu früher, in der Regel einen längeren Zeitraum zwischenfinanzieren. Der Beginn der Regelaltersrente wurde auf das 67. Lebensjahr verlegt, für die ersten Arbeitnehmer hat die Verlängerung der Regelarbeitszeit begonnen.
- Sie müssen aber nicht nur die Zeit ohne Einkommen finanzieren. Durch den verfrühten Ausstieg aus der Rentenbeitragszahlung erhalten Sie auch weniger Regelaltersrente. Diese wird dann noch einmal um 0,3 Prozent pro Monat, die Sie vor Erreichen der Regelaltersrente den Rentenbezug beginnen, gekürzt.
- Ganz wichtig ist auch, dass Sie bei Beginn des Sparprogrammes die Inflation berücksichtigen. Andernfalls wird aus der Rente mit 55 eine Phase mit massiven finanziellen Einschnitten.
Sachwerte sind am Tauglichsten
- Die Anlage in Sachwerte, also Immobilien und Aktien, am besten ein Mix aus beidem, ist für die Rente mit 55 die sicherste Strategie. Beide Investitionsmodelle bergen den größten Schutz vor Inflation.
- Aktien sind weniger inflationsanfällig, da die Unternehmen die Preissteigerungen an ihre Kunden weitergeben. Mieterträge aus Immobilien werden an die Lebenshaltungskosten gekoppelt.
- Wenn Sie genügend Zeit für einen Rentenbeginn mit 55 haben, ist der Erwerb mehrerer kleiner Eigentumswohnungen eine Lösung. Es ist sinnvoller drei Einzimmerwohnungen zu halten, als eine Vierzimmerwohnung. Zum einen ist das Mietausfall-Risiko breiter gestreut, zum anderen sind Einzimmerwohnungen leichter zu vermieten.
- Ein Sparplan in einen oder mehrere Aktienfonds ist bei entsprechender Vorlaufzeit die andere Möglichkeit. Über die Dauer haben Aktien immer einen Gewinn gemacht. Einige Jahre vor Beginn der Rente mit 55 sollten die Papiere Schritt für Schritt in festverzinsliche Papiere umgeschichtet werden, um etwaigen Kursverlusten bei Rentenbeginn vorzubeugen.
Ein wichtiger Tipp zum Schluss: Auf jeden Fall sollten Sie die Planung nur in Kooperation mit einem Rentenberater vornehmen.