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Mischlingshunde - die Welpen unbekannter Elterntiere richtig klassifizieren

Mischlingshunde sind mitunter wirklich hübsche Vierbeiner, auch wenn sie nicht reinrassig sind. Leider kommt es aber oft vor, dass unerwünschte Welpen einfach ausgesetzt werden. Einige werden von Tierschützern gerettet und bekommen so ein neues Zuhause. Wenn die Eltern des Hundes unbekannt sind, dann erwartet Sie ein echtes Überraschungspaket.

Bei Mischlingshunden lassen sich manchmal die Vorfahren herausfinden.
Bei Mischlingshunden lassen sich manchmal die Vorfahren herausfinden. © Dieter_Wendelken / Pixelio

Mix-Welpen können auch schon Rassemerkmale aufweisen

Haben Sie einen Welpen bekommen, dessen Eltern unbekannt sind, sind Sie bestimmt gespannt, welche Rassen mitgemischt haben. Gehen Sie ruhig davon aus, dass auch die Elterntiere schon Mischlingshunde waren. Irgendwann waren aber auf jeden Fall Rassehunde beteiligt, und wenn deren Gene stark waren, haben sie sich durchgesetzt. Wenn Sie die Auswirkungen dieser Gene erkennen, können Sie minimale Voraussagen über das Wesen Ihres Hundes treffen.

  • Bei Welpen können Sie in erster Linie nach der Optik gehen, wenn Sie nach Rassemerkmalen suchen. Ihr endgültiges Wesen nehmen Mischlingshunde erst im erwachsenen Alter nach der Pubertät an und das hängt vor allem von der Sozialisierung und Prägung in den ersten Monaten der Lebenszeit ab.
  • Schauen Sie sich zuerst die Augen Ihres Hundes an. Ist mindestens eines davon blau? Dann könnte ein Husky oder ein Hütehund als Vorfahre beteiligt gewesen sein. Sind die Augen groß und rund, dann wäre auch ein Pinscher oder ein Chihuahua möglich.
  • Auch die Ohren lassen viele Vermutungen zu. Hat Ihr Hund lange behaarte Schlappohren, lassen sie auf einen Cockerspaniel schließen und kleine Stehohren könnten von einem Spitz kommen. 
  • Oft wird gesagt, dass die endgültige Größe des Hundes bei einem Welpen von der Größe der Pfoten abgelesen werden kann. Je größer die Pfote ist, desto größer wird der Hund. In den meisten Fällen stimmt das auch, aber es gibt Ausnahmen. 
  • Auch die Fellbeschaffenheit ermöglicht Rückschlüsse auf eine mögliche Rassezugehörigkeit. Jagdhunde haben meistens kurze Haare ohne Unterwolle. Ist das Fell richtig dick und stockhaarig, kann ein Schäferhund beteiligt gewesen sein.
  • Die Fellfarbe hat hingegen wenig Aussagekraft, da es die meisten Hunderassen in fast allen Farbeinschlägen gibt.

Mischlingshunde und ihr Charakter

  • Haben Sie anhand der Äußerlichkeiten eine Vermutung, welche Rasse in Ihrem Mischlingshund stecken könnte, sollten Sie in einem Hunderassenbuch oder im Internet nach den dazugehörigen Wesenszügen suchen.
  • Testen Sie dann Ihren Welpen, ob auch diese Charaktermerkmale zutreffen könnten.
  • Wird ein Hund als lebhaft beschrieben, wird der Welpe auch schon viel toben und nur schwer zur Ruhe zu bringen sein. Genauso verhält es sich mit der Bellfreudigkeit.
  • Jagdfreudige Welpen beginnen bereits in einem Alter von 16 Wochen mit Jagdspielen, indem sie Spielzeug "totschütteln" oder beim Spaziergang die Nase nur auf dem Boden haben und eine interessante Spur verfolgen.

Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, welche Rassen in Ihrem Mischlingshund vertreten sind, dann sollten Sie über einen Gen-Test für Hunde nachdenken. Dieser kostet um die 100 Euro und kann sogar online angefordert werden.

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