Das ist mineralischer Putz

  • Mineralischer Außenputz besteht nur aus mineralischen Bindemitteln, er kann aus Kalk, Zement oder Gips bestehen. Es gibt auch Sorten, die aus einer Mischung dieser Materialien bestehen. Organischer Putz enthält dagegen auch Kunstharze.
  • Kennzeichen des mineralischen Putzes ist, dass er nur natürliche Materialien enthält und eine gute Diffusion garantiert, dafür nimmt der Putz Wasser auf.
  • Ein weiteres Merkmal des mineralischen Putzes ist die Langlebigkeit, Edelputze sind durchgefärbt, nicht nur an der Oberfläche mit Farben behaftet.

Darauf sollten Sie bei Außenputz achten

  • Wenn es Ihnen nur darum geht, einen schönen und dauerhaften Außenputz zu haben, brauchen Sie eigentlich kaum etwas zu beachten, denn mineralischer Außenputz wird nicht anders aufgebracht, als andere Putze auch.
  • Sofern Sie die Vorteile des Putzes nutzen wollen, kommt es auf den Aufbau der gesamten Mauer an. In der Regel ist das Mauerwerk selber diffusionsoffen, sodass ein mineralischer Außenputz, der nur auf dem Mauerwerk aufgebracht ist, die Vorteile voll entfalten kann. Aber moderne Häuser bestehen nicht aus Mauerwerk und Putz, sondern haben auch eine Wärmedämmung.
  • Hier liegt die Problematik: Bei einer Wärmedämmung mit Mineralfaserstoffen sollten Sie auf keinen Fall Kunstharzputz aufbringen, weil dieser die Vorteile der mineralischen Dämmung aufhebt - die Feuchtigkeit kann zwar durch die Dämmung, nicht aber durch den Putz. Es könnten sogar genau dadurch Schäden am Mauerwerk entstehen. In dem Fall kommt also nur ein mineralischer Außenputz infrage.
  • Sollten Sie sich aber für eine Wärmedämmung mit Styroporplatten entschieden haben, können Sie sowohl Kunstharzputz als auch mineralischen Putz aufbringen. Aber Sie haben dann die Nachteile des weniger elastischen Mineralputzes und der hohen Wasseraufnahme, ohne dass Ihnen die Vorteile des Putzes etwas nutzen können.

Sie sollten also eine optimale Kombination von Wärmedämmung und Außenputz wählen.