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Mineralguss oder Keramik? - Entscheidungshilfe bei Waschbecken

Wer heute sein Badezimmer sanieren will, steht bei der großen Auswahl an Sanitärobjekten erst einmal vor der Qual der Wahl. Nicht nur in Funktionsumfang und Form, sondern auch beim Material sind mittlerweile viele Varianten möglich - wie beispielsweise Mineralguss oder Keramik. Kennen Sie die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien?

Nicht nur die Optik ist entscheidend.
Nicht nur die Optik ist entscheidend.

Ein Waschbecken aus Mineralguss

  • Bereits seit mehreren Jahren werden im Handel neben der klassischen Keramik auch Sanitärobjekte aus Mineralguss angeboten. Die Mischung der Gussmasse macht dabei die einzigartige Optik aus.
  • Der Werkstoff besteht aus mineralischen Füllstoffen, wie beispielsweise Quarzsand und/oder -kies und Gesteinsmehl sowie ggf. zusätzlichen Farbpigmenten. Dieser Mischung wird ein Bindemittel auf Epoxidharz-Basis beigemischt. So kann es mit großer Gestaltungsfreiheit in Formen, beispielsweise als Waschbecken oder Waschtisch, gegossen werden.
  • Sanitärobjekte aus Mineralguss zeichnen sich durch ein relativ leichtes Eigengewicht aus, sind einfach zu montieren, belastbar und bruchsicher.
  • Optisch und haptisch besitzen Mineralguss-Objekte sehr ähnliche Eigenschaften wie Naturstein, beispielsweise Marmor, jedoch mit wesentlich geringerem Kostenaufwand und ohne die Nachteile, die das Naturmaterial mit sich bringt. Mineralguss wird auch über die Jahre nicht spröde.
  • Auch im Fall des Falles - wenn Ihnen beispielsweise ein harter, schwerer Gegenstand ins Waschbecken fällt und die Oberfläche beschädigt, ist eine nahezu unsichtbare Reparatur bei Mineralguss-Objekten so einfach, dass sie auch ein Laie zu Hause durchführen kann. Dadurch, dass das Material nicht nur oberflächlich gefärbt, sondern seine Farbstruktur durchgehend ist, kann es außerdem angeschliffen und neu versiegelt werden.
  • Nachteilig wirkt sich das Material aus, wenn es um die Temperaturbelastung geht. Diese ist bei den meisten Mineralguss-Sanitärobjekten auf maximal 65 °C begrenzt - bei der Nutzung als Handwaschbecken sollte dies jedoch völlig ausreichen.
  • Auch die Oberflächen von Mineralgussteilen sind nicht ganz so robust wie die der klassischen Keramik. Sie zerkratzen leichter, lassen sich mit speziellen Polituren jedoch auch einfach wieder in Schuss bringen.
  • Problematisch sind Mineralgussbecken, wenn Sie beispielsweise Ihre Haare färben und über dem Becken auswaschen. Hier kann es zu Verfärbungen kommen, die sich nur bedingt wieder entfernen lassen.
  • Außerdem werden zum Reinigen von Mineralguss spezielle Reinigungs- und Pflegemittel empfohlen. Die meisten haushaltsüblichen Reiniger sind hier ungeeignet und können die Oberfläche schädigen. 

Die klassische Bad-Keramik doch die bessere Entscheidung?

  • Sanitärobjekte aus Keramik finden immer noch die größte Verbreitung. Sie sind gut zu reinigen und zu pflegen, lange haltbar und werden mittlerweile auch in vielen modernen Formen und Farbvarianten angeboten.
  • Kommt es hier jedoch zur Beschädigung der Oberfläche - durch Zerkratzen, kleine Ausbrüche oder Risse - ist die Reparatur aufwendig und kann nur vom Fachmann ausgeführt werden. Doch selbst dann sind die Reparaturstellen selten unsichtbar.
  • Keramik ist allerdings relativ unempfindlich gegen Verfärbungen, beispielsweise durch Haarfarben oder -tönungen, Rost oder Kalkablagerungen im Leitungswasser. Hier bietet das Material einen deutlichen Vorteil gegenüber dem Mineralguss.
  • Die meisten handelsüblichen Badreiniger sind zudem auf keramische Sanitärobjekte ausgelegt und können bedenkenlos verwendet werden.
  • Auch die Temperaturleitfähigkeit von Keramik ist anders, als die des Mineralgusses. Zum einen hält die Keramik höhere Temperaturbelastungen aus, zum anderen nimmt sie die Temperatur schneller auf und hält sie auch länger - was jedoch eher bei Badewannen als Vorteil zu sehen ist.
  • Ein weiterer Unterschied zum „Herausforderer“ Mineralguss ist das deutlich höhere Eigengewicht von Sanitärobjekten aus Keramik. Wer beim Ausbau, beispielsweise aus statischen Gründen, auf das Gewicht achten muss, ist hier mit Mineralguss besser bedient.

Viel Spaß bei der Neugestaltung Ihres Badezimmers!

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