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Mindestbestand - Informatives

Vor allem in der Produktion und Logistik von Unternehmen ist die Lagerhaltung ein äußerst wichtiger Faktor und daher zentrales Thema des Bestandsmanagements, worunter auch der Mindestbestand fällt.

In der Lagerhaltung ist der Mindestbestand sehr wichtig.
In der Lagerhaltung ist der Mindestbestand sehr wichtig.

Wozu Mindestbestand?

  • Der Mindestbestand - auch Reserve-, Sicherheits- oder eiserner Bestand genannt - ist bei der Lagerhaltung in der Produktion und Logistik von Unternehmen besonders wichtig, um sich gegen Liefer-, Bestands- und Bedarfsunsicherheiten abzusichern.
  • Wie hoch der Sicherheitsbestand ist, richtet sich einerseits nach der Beschaffungsdauer, also wie lange dauert es, um bestimmte Waren zu beschaffen, und andererseits nach dem durchschnittlichen Tagesverbrauch.
  • Berechnen können Sie den Mindestbestand auf unterschiedliche Arten. In der Praxis wird häufig folgende Faustformel verwendet: 1/3 des Tagesverbrauchs während der herkömmlichen Wiederbeschaffungszeit.
  • Wenn Sie jedoch zusätzlich den Mehrverbrauch sowie Lieferverzögerungen mit einplanen möchten, dann berechnen Sie den Sicherheitsbestand wie folgt: (Beschaffungsdauer x Mehrverbrauch) + (Lieferverzögerung x durchschnittlicher Tagesverbrauch).

Die Wiederbeschaffungszeit ist relevant

  • Sie sehen: Für die Berechnung des Mindestbestands ist die Wiederbeschaffungszeit ein wichtiger Faktor. Mit der Wiederbeschaffungszeit ist der Zeitraum gemeint, den die Waren ab Bestellzeitpunkt benötigen, bis sie in Ihrem Lager eintreffen.
  • Wenn Sie diesen Zeitraum bestimmen möchten, müssen Sie sämtliche Vorgänge berücksichtigen, die den zeitlichen Ablauf beeinflussen. Dazu gehören die Bestellabwicklung, die Verwaltungsabwicklung in Ihrem Unternehmen, die Auftragsannahme sowie deren Bearbeitung beim Lieferanten. Außerdem zählen dazu der Warentransport, die Erfassung der Waren beim Wareneingang, die Qualitätskontrolle und schließlich noch die Zeit, die für die Einlagerung der Waren benötigt wird.
  • In der Praxis wird die Wiederbeschaffungszeit häufig folgendermaßen berechnet: Wiederbeschaffungszeit = (Meldebestand - Mindestbestand) / erwarteter Tagesverbrauch.
  • Beispiel: Ein Getränkehändler hat für seine Sprudelkästen einen Meldebestand von 200 Kästen berechnet. Dessen Mindestbestand liegt bei 80 Sprudelkästen und der erwartete Tagesverbrauch bei durchschnittlich 10 Kästen. Daraus folgt eine Wiederbeschaffungszeit von 12 Tagen, weil (200 - 80) / 10 = 120 / 10 = 12.
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