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Metrische Gewinde - Überblick

Metrische Gewinde sind in der Industrie die gängigsten Gewindearten für Schrauben. Dabei sind diese Gewinde exakt genormt, sodass man sofort erkennen kann, welche Eigenschaften das Gewinde hat. Aber nicht jedes anzufindende Gewinde ist auch ein metrisches Gewinde.

Schraube mit metrischem Gewinde
Schraube mit metrischem Gewinde

Metrische Gewinde werden in der Industrie normalerweise für Befestigungsschrauben verwendet. Anhand der Bezeichnung und Norm der Gewinde können Sie die wichtigsten Informationen erkennen.

So bestimmen und erkennen Sie metrische Gewinde

  • Eine Schraube mit metrischem Gewinde benötigt zum Befestigen entweder eine Mutter oder eine Bohrung mit Innengewinde. Holzschrauben z. B. können direkt ins Material geschraubt werden.
  • Schrauben mit metrischem Gewinde haben immer ein "M" vor dem Schraubendurchmesser stehen. Z. B. "M5", "M30". So erkennen Sie, es handelt sich um eine Schraube mit 5 mm bzw. 30 mm Durchmesser und einem metrischen Gewinde.
  • Die Daten für die metrischen Standardgewinde, wie Steigung und Kernlochdurchmesser sind in der DIN 13-1 genormt.
  • Befindet sich hinter der Bezeichnung noch eine zweite kleine Zahl, wie M5 x 0,75, handelt es sich um ein metrisches Feingewinde. Hier ist die Steigung (hier 0,75 mm) des Gewindes anders als bei den Standardgewinden.
  • Oft findet sich hinter der Gewindebezeichnung eine zweite größere Zahl, wie M5 x 16. Dann ist die zweite Zahl die Länge der Schraube. Es handelt sich dann um eine Schraube, die ein M5-Gewinde hat und 16 mm lang ist.
  • Die Muttern oder Bohrungen benötigen exakt das gleiche Gewinde wie die Schrauben. Ansonsten können sie nicht miteinander verbunden werden.
  • Manchmal befindet sich in der Gewindebezeichnung noch ein "LH" , wie M20 x 1,5 - LH. Hier handelt sich um ein metrisches Gewinde mit 20 mm Durchmesser, einer Steigung von 1,5 mm und einem Linksgewinde. "LH" steht für Left Hand, die Schraube wird entgegengesetzt der normalen Drehrichtung eingeschraubt.

Weitere Gewinde und deren Bezeichnungen

Neben den metrischen Gewinden gibt es noch weiter Gewindearten, die häufig verwendet werden:

  • Rohre werden mit Withworth oder Rohrgewinden verbunden. Die Bezeichnung dieser Gewinde beginnt mit einem "G" und der Durchmesser wird in Zoll angegeben, wie G 1/4 ''.
  • Trapezgewinde werden für Spindeln verwendet und mit "Tr" bezeichnet. Die vollständige Bezeichnung besteht aus Gewindedurchmesser und Steigung, wie Tr25 x 3.
  • Sägegewinde werden verwendet, wenn eine hohe einseitig wirkende Axialbelastung vorhanden ist, wie bei einer Spindelpresse. Die Bezeichnung hier ist ein "S", z. B. S10 x 2.
  • Ebenfalls für Spindeln werden Rundgewinde benutzt. Diese sind unempfindlicher gegenüber Schmutz, als das Trapezgewinde. Die Gewindebezeichnung ist "Rd" und der Durchmesser, z. B. Rd25

Es gibt noch weitere Sonderformen von Gewinde. Der Heimwerker kommt aber normalerweise nur mit den metrischen und den Rohrgewinden in Kontakt.

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