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Meteoriten kaufen - das sollten Sie dabei beachten

Meteorite werden in diversen Esoterikshops, von Meteroitenhändlern, aber auch über eBay angeboten. Bevor Sie einen der außerirdischen Gesteine kaufen, sollten Sie jedoch sichergehen, dass Sie tatsächlich ein Produkt aus dem Weltall erwerben. Meteoriten sind seltener als Platin, Gold oder Diamanten und können mehrere Tausende Euros kosten, stellen jedoch keine offizielle Wertanlage dar wie etwa Gold.

Meteoriten sind Mineralaggregate.
Meteoriten sind Mineralaggregate. © Luise / Pixelio

Meteoriten nur mit Echtheitszertifikat kaufen 

  • Meteoriten sind Gesteins- oder Metallbrocken, die direkt aus dem Weltraum auf die Erdoberfläche fallen. 
  • Kaufen Sie nur von Händlern, die Mitglied bei der IMCA, der International Meteorite Collectors Association, sind. Verkäufer, die sich der IMCA angeschlossen haben, legen beim Verkauf eines jeden Meteoriten ein  Echtheitszertifikat mit Angabe des Fundortes bei.
  • Diese freiwillige Verpflichtung  gilt nicht nur für Meteoritenhändler, sondern auch für Privatverkäufer, Esoterik-Shopbetreiber und  eBay-Verkäufer. Sind die Angaben über die Herkunft des Gesteins nicht genau definiert oder widersprüchlich,  könnte es sich um einen Betrugsversuch handeln. 

Meteoriten vor dem Kauf auf Echtheit überprüfen

  • Meteoriten werden in allen Größen,  Formen und natürlich in unterschiedlicher Qualität zum Kauf angeboten. Mehr als 90 Prozent des herabgefallenen Weltraumgesteins enthalten  Nickel und Eisen. Das bedeutet, dass große, aber auch sehr kleine Steinbrocken auf einen Magneten reagieren und von ihm angezogen werden.
  • Meteorite werden als Sternschnuppen wahrgenommen, sobald sie in die Erdatmosphäre eindringen. Durch die Reibungshitze beim Fall entsteht immer eine Schmelzkruste. Diese Kruste kann ein sicheres Merkmal für die Echtheit eines außerirdischen Steins sein, denn außer Vulkanit weist kein irdisches Gestein eine Schmelzkruste auf. 
  • Obendrein zeichnen sich fast alle echten Meteoriten durch kleine Silikatkügelchen aus, die besonders an den Bruchstellen leicht erkennbar sind. Achondrite, Gesteine von Mond und Mars, bilden jedoch eine Ausnahme. Sie unterscheiden sich durch ihre Textur und einen niedrigeren Gehalt an Nickeleisen.
  • Mikrometeoriten in der Größe von Staubkörnern, die täglich auf die Erde niederrieseln, werden oftmals als Sternenstaub veräußert. Zwar kann der Sternenstaub  ebenfalls mittels eines Magneten geprüft werden, doch ohne beigefügtes Gutachten eines Geologen sollten Sie keine interstellaren Materiepartikel kaufen. 
  • Institute für Mineralogie oder Museen für Naturkunde sind im Zweifelsfall sicher gerne behilflich, die Echtheit eines Meteoriten zu überprüfen.

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