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Mercedes 170 S - Tipps für eine Restaurierung

Ein Klassiker in der Oldtimerszene ist der Mercedes 170 S. Leider sind diese Fahrzeuge in der Regel nur vergleichsweise günstig zu haben, wenn man sie restaurieren muss. Je nach Zustand kann das schon einige Zeit dauern, aber mit ein paar Tipps haben Sie nach der Restauration ein wahres Schätzchen.

Manche Arbeiten sollten Sie lieber einem Profi überlassen.
Manche Arbeiten sollten Sie lieber einem Profi überlassen.

Der Mercedes 170 S ist der Nachfolger des 170 V aus den späten 40er Jahren und wurde zu einem Klassiker der 50er Jahre. Mit seinen 52 PS war er zwar damals recht fix unterwegs, kann durch reine Motorleistung heute aber keinen mehr beeindrucken. Was den Mercedes so besonders macht, ist seine wunderschöne Optik. Gerade die charakteristischen Rundungen machen ihn so beliebt bei Laien und erfahrenen Oldtimerfans.

Wie Sie sich vorbereiten können bzw. sollten

  • Zwar sind die vielen Rundungen in der Karosserie des Mercedes ein Fest für die Augen, aber dafür auch schwieriger zu bearbeiten. Um Beulen oder Dellen verschwinden zu lassen, brauchen Sie das nötige Fingerspitzengefühl. Daher empfiehlt es sich, ein Seminar für Blecharbeiten zu besuchen, um ein wenig Erfahrung zu sammeln und die richtigen Kniffe zu lernen. Solche Seminare werden öfter von Fahrzeugakademien oder Oldtimerwerkstätten angeboten.
  • Aber das nötige Know-how zu Blech allein reicht für eine Restauration des 170 S nicht aus. Sie sollten zudem ein Grundwissen in Motor- und Fahrzeugtechnik der 50er Jahre und auch der heutigen Zeit haben, damit es im Motorraum keine Probleme gibt.
  • Ebenfalls wichtig ist, seine eigenen Grenzen zu kennen. Versuchen Sie nicht, so viel Eigenleistung wie möglich zu erzwingen. Natürlich möchte man vieles selber machen, aber wenn Sie sich unsicher sind, ist es besser, einen Fachmann zurate zu ziehen. Auf lange Sicht haben Sie dann einfach mehr Freude an dem Fahrzeug.

So gehen Sie bei dem Mercedes 170 S vor

  • Haben Sie sich gut vorbereitet, können Sie mit der Restauration beginnen. Wichtig ist, dass Sie einen genauen Plan haben, wie Sie vorgehen möchten und wie das Fahrzeug später aussehen soll (z. B. Farben vom Lack und Innenraum). Denn ohne Struktur verlieren Sie schnell den Überblick und der Fehlerteufel kann sich schnell einschleichen.
  • Zunächst muss der Mercedes in seine Einzelteile zerlegt werden, damit Sie sich einen Überblick verschaffen können. Das A und O sind hierbei Markierungen, Notizen und Pläne, damit Sie später alles auch wieder richtig zusammensetzen können.
  • Anschließend stehen Entlacken und Rostsuche auf dem Programm. Darauf folgen das Ausbessern und das eventuelle Anfertigen neuer Karosserieteile. Sollte es nötig sein, neue Teile zu fertigen, nehmen Sie die alten, um Schablonen anzufertigen. So haben Sie immer ein Vergleichsobjekt. Dies ist gerade bei den vielen Rundungen des 170 S wichtig. Bekommen Sie diese nicht wie bei den Originalteilen hin, so leidet die Optik sehr stark darunter. Aber nicht nur die Optik passt dann nicht mehr, sondern eventuell können Sie die Teile überhaupt nicht mehr montieren. Eine besonders heikle Stelle beim Mercedes 170 S ist die Heckschürze, da es hier viele verschiedene Rundungen und Biegungen gibt.   
  • Ob Sie sich alleine an Motor, Getriebe usw. heranwagen, sollte gut überlegt sein. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie lieber eine Oldtimerwerkstatt. Gleiches gilt auch für Sattlerarbeiten im Innenraum und die Endlackierung der Karosserie.
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