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Melaminharzbeschichtung - so reinigen Sie Küchenoberflächen richtig

Besonders in der Küche sind Oberflächen mit Melaminharzbeschichtung begehrt. Tische, Fronten oder Arbeitsplatten, die mit dem Kunststoff ummantelt worden sind, überzeugen mit zahlreichen positiven Eigenschaften. Damit Sie lange Freude an Ihren Stücken haben, sollten Sie in der Pflege jedoch einiges beachten.

Auch Brettchen werden aus Melamin hergestellt.
Auch Brettchen werden aus Melamin hergestellt. © Wilhelmine_Wulff / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • weicher Lappen
  • Fensterleder
  • mildes Spülmittel
  • Kunststoffreiniger
  • Waschbenzin
  • antistatisches Staubtuch

Eigenschaften der Melaminharzbeschichtung

  • Melamin wurde bereits im Jahr 1834 von dem deutschen Chemiker Justus von Liebig entdeckt, industriell hergestellt wurde der Kunststoff jedoch erst ab 1930.
  • Melamin ist ein Rohstoff, der in Pulverform vorliegt. Aus diesem werden Kunstharze produziert. Melaminharzbeschichtungen werden dazu benutzt, um Span- oder MDF-Platten zu überziehen und so robuste Oberflächen für die Küche zu schaffen. Auch Laminatboden wird mit dem Kunststoff ummantelt. Daneben findet man im Handel Fronten, die mit Dekorfolien überzogen wurden.
  • Arbeitsplatten, Fronten und Tische können in verschiedenen Qualitäten - supermatt, matt, seidenglänzend oder glänzend - erworben werden. Der Preis richtet sich nicht nur nach dem aufgebrachten Dekor, sondern auch nach dem Trägermaterial, also dem, was sich unter der Melaminharzbeschichtung befindet.
  • Oberflächen, die mit Melaminharzen bearbeitet wurden, sind pflegeleicht, geschmacks- und geruchsneutral, feuchtigkeitsbeständig und kratzfest. Aus diesem Grund eignen sich Möbel mit solchem Erscheinungsbild besonders für Haushalte mit Kindern und Haustieren.

Pflege und Reinigung von Kunststoffoberflächen

  • Für die tägliche Pflege benutzen Sie ein normales oder antistatisches Staubtuch. Kleinere Verschmutzungen lassen sich gut mit lauwarmem Wasser sowie einer milden Seifenlauge entfernen. Verwenden Sie hier Spülmittel oder einen Kunststoffreiniger.
  • Hartnäckigere Flecken behandeln Sie mit Waschbenzin oder Spiritus. Geben Sie diesen auf ein Fensterleder und reinigen damit die Oberfläche.
  • Achten Sie darauf, dass Sie nach der Reinigung immer mit einem trockenen, weichen Tuch nachpolieren, damit keine Schlieren entstehen können.
  • Haben sich dennoch Kalkränder gebildet, können Sie mit Essig dagegen vorgehen. Anschließend bringen Sie wieder eine milde Seifenlösung zum Einsatz.
  • Rückstände oder schwierige Flecken sollten Sie mit einer Spül- oder Handwaschbürste entfernen, eine Nagelbürste funktioniert auch. Topfschwämme oder Stahlwolle hingegen sollten Sie niemals verwenden, da diese auf Dauer die Oberfläche beschädigen.

So bleibt die Melaminharzbeschichtung lange schön

Experimentieren Sie nicht! Zahlreiche Reinigungsmittel können die Melaminharzbeschichtung angreifen.

  • Verwenden Sie grundsätzlich keine scheuernden Reiniger oder solche, die leicht flüchtige Lösungsmittel (Glasreiniger) enthalten. Scheuermilch, Topfschwämme und Stahlwolle zerkratzen die Oberfläche und machen sie unansehnlich.
  • Ebenfalls tabu sind Wachse, Möbelpolituren und Entkalker. Diese erzeugen einen Film, der Schmutz stärker anzieht.
  • Melamin-Oberflächen sind zwar sehr robust, aber nicht unzerstörbar. Vermeiden Sie es, schwere Gegenstände darauf fallen zu lassen. Schneiden Sie nicht direkt auf der Arbeitsplatte, sondern benutzen immer ein geeignetes Brett.
  • Stellen Sie keine heißen Töpfe oder Bleche auf die Arbeitsplatte. Melamin ist zwar wärme- aber nicht hitzebeständig. Auch die Reinigung mit einem Dampfgerät ist auf Dauer schädlich für den Kunststoff.
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