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Meißner-Schaltung - eine Erklärung

Die Meißner-Schaltung arbeitet als rückgekoppelter Verstärker mit einem Schwingkreis, bestehend aus Spule und Kondensator, welcher am Ausgang angeschlossen und induktiv mit einer weiteren Spule am Eingang gekoppelt ist.

Oszillatorschaltungen kann man in verschiedener Art aufbauen.
Oszillatorschaltungen kann man in verschiedener Art aufbauen.

Die Meißner-Schaltung und ihre Funktion

Oszillatorschaltungen wie die Meißner-Schaltung oder der Meißner-Oszillator werden (oder wurden) vorwiegend in der Funkelektronik eingesetzt, um elektromagnetische Schwingungen zu erzeugen.

  • Bei der Meißner-Schaltung handelt es sich um einen rückgekoppelten Oszillator (Schwingungserzeuger), bei dem der eigentliche Schwingkreis am Ausgang eines mit Röhren oder Transistoren aufgebauten Verstärkers angeschlossen ist.
  • Über eine zweite Wicklung, welche, wie bei einem Transformator, induktiv (magnetisch) mit dem Schwingkreis gekoppelt ist, gelangen die elektromagnetischen Schwingungen wieder an den Eingang des Verstärkers, weshalb hier von einer Rückkopplung gesprochen wird.
  • Dies führt zu einer erneuten Verstärkung der Schwingungen durch das verstärkende Bauteil, weshalb der Oszillator fortlaufend weiter schwingt.
  • Erfunden wurde diese Schaltung im Jahre 1913 von ihrem Namensgeber Alexander Meißner, welcher sie damals patentieren ließ.
  • Oft wird die Meißner-Schaltung zusammen mit dem Armstrong-Oszillator genannt, welcher allerdings den Schwingkreis am Eingang der Verstärkerschaltung hat.

Vor- und Nachteile dieses Oszillators

  • Der Hauptvorteil dieser Schaltung besteht darin, dass diese relativ einfach aufgebaut ist.
  • Eine Ausnahme von dieser Eigenschaft bildet hier lediglich der verbaute Transformator, welcher genau auf die entsprechende Oszillatorschaltung abgestimmt werden muss.
  • Der Hauptnachteil dieser Schaltung besteht darin, dass die entstandenen elektromagnetischen Schwingungen sehr leicht störende Oberwellen enthalten können, welche in den meisten Fällen unerwünscht sind.
  • Diese Oberwellen können als Störungen bezeichnet werden, durch welche nur sehr schwer in den Griff zu bekommende Funkwellen entstehen.
  • Heute wird die Meißner-Schaltung so gut wie gar nicht mehr eingesetzt. Dies liegt hauptsächlich an der Notwendigkeit eines speziellen Transformators.
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