Mein Kind raucht - was tun?

Kinder orientieren sich an den Eltern. Kinder orientieren sich an den Eltern.
Kinder rauchen aus vielen Gründen. Raucht Ihr Kind auch, können Sie etwas tun, indem Sie zuerst diesen Gründen auf die Spur kommen.
Liane Spindler
10.01.2012 Liane Spindler
Themen der Anleitung Erziehung Kind Rauchen Zigarette
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Wenn Kinder rauchen, kann das verschiedene Ursachen haben. Diese müssen Sie zunächst einmal herausfinden.

Warum raucht Ihr Kind?

  • Kinder orientieren sich in erster Linie an ihren Eltern. Diese sind, ob sie es wollen oder nicht, Vorbilder. Rauchen Sie oder raucht Ihr Partner, wird das Ihr Kind beeinflussen. Das Kind denkt sich, dass das Rauchen doch nicht so schlimm sein kann, wenn die Eltern es ebenfalls tun.
  • Gruppenzwang ist ein weiterer Grund für jugendliche Raucher. Wenn Kinder in die Pubertät kommen, werden verbotene Dinge ausprobiert. Dazu gehört auch das Rauchen. Wer raucht, gilt als cool, vorausgesetzt die Freunde tun es ebenfalls.
  • Der wichtigste und gleichzeitig schlimmste Grund fürs Rauchen ist jedoch die Rebellion. Kinder beginnen zu rauchen, um gegen die Eltern zu rebellieren. Das tun sie jedoch nicht bewusst, sondern unbewusst. Sie haben kein Mitspracherecht zu Hause, fühlen sich unsicher oder in ihrem Selbst nicht geliebt. Das Rauchen gibt ihnen die Möglichkeit, die Kontrolle über sich selbst zu haben, auch wenn es gefährlich ist. Magersucht und Essstörungen sind ähnliche Rebellionsversuche, wenn Kinder von ihren Eltern unterdrückt werden.

Was tun, wenn das Kind raucht?

  • Zunächst sollten Sie mit Ihrem Kind darüber sprechen, warum es überhaupt raucht. Kann es Ihnen darauf keine wirkliche Antwort geben, sind die Motive womöglich unbewusst. Überlegen Sie dann, wie Sie Ihr Kind behandeln und ob es sein kann, dass Ihr Kind sich unverstanden oder nicht angenommen fühlt.
  • Hat Ihr Kind das Rauchen nur mal probiert, schimpfen Sie es nicht. Jeder war einmal jung und hat verbotene Dinge getan. Vertrauen Sie Ihrem Kind, damit es keinen Grund hat, weiter zu rauchen.
  • Sind Sie selbst Raucher, sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Gründe, warum Sie rauchen. Erklären Sie ihm die Gefahren und hören Sie im besten Fall damit auf. Kinder orientieren sich daran, deshalb ist es besser, wenn Sie ein gutes Vorbild sind.
  • Gucken Sie zudem auf den Freundeskreis Ihres Kindes. Sind dort viele Raucher, schauen Sie, ob es nicht andere Freunde gibt, mit denen Ihr Kind in Kontakt treten kann. Sind dort überwiegend Nichtraucher, brauchen Sie sich in der Regel keine Sorgen zu machen.

Wichtig ist, dass Sie immer zuhören und Verständnis haben, wenn Ihr Kind raucht und darüber reden möchte. Es muss wissen, dass es immer zu Ihnen kommen kann. Verbote bewirken eher das Gegenteil. Unterstützen Sie es lieber beim Aufhören.


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