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Mehrwertsteuer, Umsatzsteuer & Co. - so gelingt die Steuererklärung

Wer als Gewerbetreibender oder Freiberufler Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen muss, sollte einige Regeln beachten. Dies beginnt schon bei der korrekten Rechnungsstellung mit der Aufführung der Mehrwertsteuer, und auch bei der Steuererklärung gibt es Besonderheiten.

Über der Mehrwertsteuer muss niemand verzweifeln.
Über der Mehrwertsteuer muss niemand verzweifeln.

Grundsätzliche Regelungen zur Umsatzsteuer  

Wenn Sie Ihr Arbeitseinkommen aus einer selbstständigen Tätigkeit erzielen, dann müssen Sie als Unternehmer möglicherweise Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen und nicht nur eine Einkommensteuer-, sondern für das zurückliegende Jahr jeweils auch eine Umsatzsteuererklärung abgeben.

  • Prüfen Sie zunächst, ob Sie aufgrund Ihres Umsatzes überhaupt Umsatzsteuer abführen müssen. Wenn Sie ein sog. Kleinunternehmer sind und nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz im Jahr erwirtschaften, dann können Sie die Kleinunternehmer-Regelung wählen. Sie stellen dann Ihre Rechnungen netto ohne Mehrwertsteuer aus.
  • Fallen Sie nicht unter diese Regelung oder wollen Sie aus anderen Gründen darauf verzichten, müssen Sie auf alle Leistungen, die Sie als Unternehmer erbringen, die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19% oder 7% (manche Dienstleistungen sind steuerbegünstigt) draufschlagen.
  • Beim Finanzamt können Sie dann auch eine sog. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen, die auf den Rechnungen oder im Impressum einer Website anzugeben ist. Sie ist gegenüber der normalen Steuernummer aus Datenschutzgründen zu bevorzugen, da hier weniger Rückschlüsse auf die Identität des Inhabers möglich sind. 
  • Im ersten Jahr Ihrer Geschäftstätigkeit werden Sie in der Regel monatlich eine Umsatzsteuererklärung abgeben müssen. Hier sind u.a. die von Ihnen erbrachten Dienstleistungen aufzuführen, auf die Sie dem Kunden gegenüber Mehrwertsteuer erhoben haben, die nun als Umsatzsteuer an das Finanzamt fließt.
  • In der monatlichen Umsatzsteuererklärung - die Sie übrigens online abgeben müssen - sind auch die von Ihnen für Dienstleistungen von anderen Unternehmern gezahlten Umsatzsteuerbeträge anzugeben. Hieraus ergibt sich dann entweder ein Erstattungsbetrag, wenn Sie selbst mehr Umsatzsteuer gezahlt als vereinnahmt haben, oder eine Forderung des Finanzamtes an Sie.
  • Für das vergangene Jahr müssen Sie jeweils noch eine Jahresumsatzsteuererklärung abgeben. Im Falle einer Existenzgründung im laufenden Kalenderjahr sollten Sie daran denken, die möglicherweise schon vor der Existenzgründung und damit vor der Umsatzsteuerpflicht gezahlten Steuerbeträge mit geltend zu machen.

Mehrwertsteuer bei vorweggenommenen Betriebsausgaben

  • Sog. vorweggenommene Betriebsausgaben sind Ausgaben vor Betriebseröffnung, die sich unmittelbar auf die Aufnahme des Betriebes beziehen, also z.B. Anschaffungen von notwendigen Geräten, Fortbildungen, Fachbücher etc. Die Belege und Quittungen davon sollten Sie unbedingt aufheben!
  • Die von Ihnen gezahlte Mehrwertsteuer können Sie nämlich im Rahmen der Umsatzsteuerjahreserklärung mit geltend machen, d.h. Sie können u.U. die in einem Zeitraum, als Sie noch gar nicht Unternehmer waren, gezahlte Mehrwertsteuer vom Finanzamt erstattet bekommen.          
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