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Medizin studieren ohne NC - so gelingt's

Medizin zu studieren, das ist der Traum vieler Abiturienten. Der Numerus Clausus (NC) stellt jedoch für viele eine scheinbar unüberwindbare Hürde dar, lag er doch im Sommersemester 2010 für den Studiengang „Humanmedizin“ je nach Bundesland zwischen 1,0 und 1,4. Doch welche Alternativen haben Abiturienten, auch ohne 1er-Schnitt den ersehnten Studienplatz zu ergattern?

Medizin kann man auch ohne Numerus Clausus studieren.
Medizin kann man auch ohne Numerus Clausus studieren.

Was Sie benötigen:

  • Viel Geduld oder
  • viel Geld und/oder
  • Bereitschaft, ins Ausland zu gehen oder
  • Überzeugendes Auftreten bei Auswahlverfahren oder
  • Glück

In Wahrheit werden nur 20 Prozent der Studienplätze allein über die Abiturnote vergeben, weitere 20 Prozent über Wartesemester (s. u.) und 60 Prozent der Studienplätze dürfen die Hochschulen selbst vergeben. Neben der Abiturnote laden einige Unis auch zu Auswahlgesprächen ein, in denen der Bewerber seine Motivation darlegen kann oder er bereits erworbene berufliche Qualifikationen in die Bewertung mit einfließen lassen kann.

So erhalten Sie auch ohne NC einen Studienplatz

  • Wie gesagt, eine Möglichkeit ohne NC zu studieren besteht darin, Wartesemester zu sammeln. Jedes Semester werden von der Stiftung für Hochschulzulassung (früher: ZVS) 20 Prozent der Studienplätze an die Bewerber mit den meisten Wartesemestern vergeben. Dabei kann man die Zeit nutzen und erste Berufserfahrung im medizinischen Bereich sammeln.
  • Immer mehr Abiturienten umgehen die NC-Regelung in Deutschland und gehen ins Ausland, z. B. nach Österreich oder Ungarn. Um den großen Ansturm von deutschen Medizinstudenten zu bewältigen, haben einige Länder, u. a. auch Österreich, jedoch mittlerweile Aufnahmetests eingeführt und Quoten für ausländische Studenten eingeführt. Auch muss man sich unter Umständen auf hohe Studiengebühren einstellen. Für die gerade bei Deutschen sehr beliebte ungarische Semmelweis Universität z. B. muss man mit Gebühren von 5.900 Euro pro Semester rechnen. Dafür ist der Studiengang deutschsprachig. Hat man einen Studienplatz im Ausland bekommen, so hat man - wenn man Glück hat - auch die Möglichkeit, nach dem Physikum auf eine deutsche Uni zu wechseln.
  • Eine Möglichkeit, in Deutschland ohne NC zu studieren, bieten private Unis. An privaten Universitäten, wie z. B. Witten-Herdecke kann man auch ohne NC Humanmedizin studieren. Hierzu ist jedoch ein Bewerbungsgespräch nötig. Außerdem muss man hier mit Studiengebühren rechen, die teilweise immens über denen an staatlichen Unis liegen (z. B. 41.040 Euro für das gesamte Studium in Witten-Herdecke).
  • Wer keine Probleme damit hat, sich für 17 Jahre zu verpflichten und eventuelle Auslandseinsätze nicht scheut, der hat auch die Möglichkeit, an einer Bundeswehrhochschule zu studieren. Hier ist der NC mit einem Notendurchschnitt von etwa 2,5 deutlich großzügiger bemessen als bei anderen Universitäten und man verdient schon während des Studiums Geld. Allerdings muss man hierbei ein ausführliches Testverfahren nach der Art eines Assessment-Centers in einer Prüfeinrichtung der Bundeswehr in Köln durchlaufen.
  • Eine - wenn auch nicht unumstrittene Möglichkeit - an einen Studienplatz zu kommen, besteht darin, den Studienplatz per Gerichtsweg einzuklagen. Hierzu gibt es mittlerweile schon zahlreiche Kanzleien, die sich auf Studienplatzklagen spezialisiert haben. Die Studienplatzklage ist in der Regel völlig unabhängig von der Wartezeit und der Abiturnote, jedoch mit Anwalts- und Gerichtskosten verbunden. Eine Garantie, dass man dann auch einen Studienplatz bekommt, gibt es allerdings nicht.
  • Einen Führerschein kann man zwar nicht im Lotto gewinnen, aber sehr wohl einen Studienplatz für Medizin. Einige Unis verlosen Restplätze, die nach Abschluss der regulären Vergabeverfahren noch übrig sind, und das können bis zu 50 Plätze sein. Hier wird kein spezieller Notendurchschnitt mehr gefordert und man kann an so vielen Auslosungen teilnehmen, wie man möchte. Um an einer Verlosung teilzunehmen, muss man direkt mit der jeweiligen Hochschule Kontakt aufnehmen.
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