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Matrizenpapier - Anleitung zum Übertragen von Motiven

Matrizenpapier ist heute nur noch wenigen bekannt, denn es wurde in den meisten Bereichen von Fotokopierern verdrängt. Aus diesem Grund wissen viele nicht mehr, wie es verwendet wird. Anleitungen stehen manchmal nicht auf dem Matrizenpapier.

So übertragen Sie Tattoos mit Matritzenpapier.
So übertragen Sie Tattoos mit Matritzenpapier. © Paul-Georg_Meister / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Druckerpapier
  • Bleistift
  • Matritzenpapier
  • Büroklammern und Tacker
  • Kugelschreiber
  • Schere
  • Alkohol/Lotion/Deoroller

Grundsätzliches zu Matrizenpapier

Bevor es an die Anleitung geht, sollten Sie etwas darüber wissen, denn Matrizenpapier ist eine einfache Möglichkeit, Druckvorlagen zu erstellen. Früher gab es in Schulen oft Arbeitsblätter, die mit diesem Papier abgezogen waren. Sie kennen also vermutlich diese Drucke.

  • Verwechseln Sie beim Einkauf Matrizenpapier nicht mit ähnlich aussehendem Kohlepapier oder Durchschreibepapier. Denn nur Matrizenpapier färbt eine Druckvorlage. Die anderen Papiere dienen der Erstellung von direkten Kopien. Mit diesen können Sie nicht drucken.
  • Matrizenpapier enthält Druckertinte, die in eine spezielle Schicht - meist Gelatine - gebettet ist. Wenn Sie die Vorlagen übertragen wollen, müssen Sie die Farbe mit einem geeigneten Mittel - meist Alkohol - herauslösen. Bei der Übertragung auf die Haut nehmen die meisten Deoroller oder Hautlotion. Wenn auf dem Matrizenpapier nicht steht, welche Transferflüssigkeit Sie verwenden sollen, probieren Sie verschiedene hautverträgliche Flüssigkeiten aus.
  • Die Druckvorlage, also die eigentliche Matrize, ist nicht das Matrizenpapier. Mit diesem übertragen Sie nur die Druckvorlage auf Papier. Legen Sie nie das Matrizenpapier selber auf die Haut, so bekommen Sie nur einen großen blauen Fleck auf der Haut.

Anleitung zur Verwendung des Papiers

Jetzt zur Anleitung, wie Sie das Matrizenpapier verwenden müssen:

  1. Entwerfen Sie das Motiv auf ganz normalem Druckerpapier. Sie brauchen nur die Konturen, es wird ohnehin nur einfarbig gedruckt.
  2. Legen Sie das Matrizenpapier mit der Farbschicht nach oben auf eine Unterlage. Achtung: Das Paper kann an den Rändern, manchmal auch auf der Rückseite etwas auf die Unterlage abfärben.
  3. Legen Sie nun das Papier mit dem Motiv auf das Matrizenpapier. Da das Motiv nicht mehr verrutschen darf, sollten Sie diese beiden Blätter aneinanderklammern.
  4. Zeichnen Sie nun Ihr Motiv erneut mit einem Kugelschreiber und etwas Druck nach. So entstehen auf der Rückseite des Originals farbige Linien. Das ist die Druckvorlage. Lösen Sie die Klammern und heben die Druckvorlage ab.
  5. Wenn das Motiv deutlich kleiner ist als das Matrizenpapier, schneiden Sie diese großzügig aus.
  6. Befeuchten Sie nun den Untergrund, auf den das Motiv übertragen werden soll, mit einem geeigneten Lösungsmittel und pressen Sie die Matrize mit der Farbschicht zum Untergrund fest auf.
  7. Ziehen Sie das Papier ab und lassen Sie das Lösungsmittel verdunsten. Das ist schon die ganze Anleitung.

Beim Übertragen von Motiven mit Matrizenpapier müssen Sie ein wenig Fingerspitzengefühl bezüglich des Lösungsmittels aufwenden. Es kommt einfach darauf an, dass davon weder zu viel noch zu wenig vorhanden ist. Rechnen Sie mit Fehlversuchen.

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