Was Sie benötigen:
  • evtl. Taschenrechner oder Rechentalent
  • etwas Zeit

Maßstabsberechnung - so ermitteln Sie die Entfernungen

  • Der Maßstab einer Landkarte ist ein Maß für die Verkleinerung, mit der eine Karte erstellt wurde.
  • Meist findet man in der Nähe der Legende (Zeichenerklärung der Landkarte) eine Angabe, die ähnlich wie 1 : 500 000 lautet.
  • Je größer dabei die hintere Zahl ist, desto kleiner sind alle relevanten Teile der Landkarte wie zum Beispiel Orte, Flüsse oder Straßen dargestellt.
  • Die Zahlenangaben werden zur Maßstabsberechnung und zur Bestimmung von echten Entfernungen benötigt. Die Angabe 1 : 500 000 bedeuten folgendes: 1 cm auf der Landkarte entspricht in der Wirklichkeit 500 000 cm, also 5000 m bzw. 5 km. Benutzen Sie zur Umrechnung einfach die Merkregel: 5 Nullen weglassen und man hat das Ergebnis in km. 
  • Autokarten haben dementsprechend Maßstäbe 1 : 1 000 000, also 1 cm auf der Landkarte entspricht 10 km in der Wirklichkeit. Generalkarten haben im Allgemeinen einen Maßstab 1 : 200 000, das heißt 1 cm auf der Landkarte entspricht 2 km in Wirklichkeit.
  • Wanderkarten (und auch Radkarten) sollten genauer sein. Hier sind Maßstäbe von 1 : 25 000 (1 cm entspricht 250 m), 1 : 50 000 bzw. 1 : 100 000 üblich.
  • Mit diesen Verkleinerungsangaben lassen sich jetzt Maßstabsberechnungen machen. So lassen sich beispielsweise Entfernungen durch sukzessives Anlegen des kleinen Fingers (etwa 1 cm) leicht abschätzen. Einfach die Fingerzahl mit der Maßstabsberechnung (beim Wandern zum Beispiel 500 m) malnehmen.
  • Beispiel für eine Maßstabsberechnung: Sie haben eine Wanderkarte 1 : 50 000, das heißt jeder Zentimeter auf der Karte ist in Wirklichkeit 500 m = 0, 5 km. Wenn Sie nun einen Weg auf der Karte mit 12 Fingern "abgelaufen" sind, dann beträgt die wirkliche Entfernung 12 x 0, 5 km, also 6 km. Diese Strecke kann man in knapp 2 Stunden gut laufen.