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Massentourismus in den Alpen - Informatives

Die Alpen sind ein Hochgebirgsraum mit sehr intensiver touristischer Erschließung. Der Nutzung insbesondere durch Massentourismus sind aus vielerlei Gründen Grenzen gesetzt. Wie sieht es aus mit Potenzial, Ressourcen und Perspektiven für den Tourismus im Hochgebirge?

Die Alpen stellen eine Landschaft von einmaliger Schönheit dar.
Die Alpen stellen eine Landschaft von einmaliger Schönheit dar.

Tourismus ist in zahlreichen Ländern und Regionen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Besonders schöne und einfach erreichbare Orte der Welt sind vom Massentourismus betroffen. Das gilt auch für den gesamten Alpenraum. 

Alpen - Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum

Die Alpenregion ist Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum für etwa 14 Millionen Menschen. Ihr Kennzeichen ist eine große biologische Vielfalt sowie ihre Holz- und Wasserreserven.

  • Die Region gehört zu den größten Tourismusgebieten der Welt. Jedes Jahr besuchen etwa 120 Millionen Gäste die Region der Alpen. Jede 12. Auslandsreise der Europäer geht in die Alpenregion. Das sind etwa 50 Millionen Urlaube pro Jahr.
  • Zu den tourismusintensivsten Gebieten gehören große Teile der Schweiz, in Österreich Tirol, Salzburg und Vorarlberg. In Deutschland zieht es massenhaft Touristen in das südliche bayerische Alpengebiet.  
  • Dieser Massentourismus bringt noch viel Geld in die Kassen der Alpenländer und Touristenzentren. Für das Hochgebirge und für die Bewohner bleibt die sehr intensive touristische Erschließung nicht ohne Folgen. 

Massentourismus und seine Grenzen

  • Die touristische Erschließung des Alpenraumes ist auch mehr als ein Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende nicht abgeschlossen. Unvermindert werden Verkehrswege durch Alpenlandschaften gebaut. Fortschreitende Verstädterung zerstört Dorfstrukturen. Millionen von Touristen hinterlassen den Regionen ein Müllproblem. Die Abwasserbelastung ist hoch. Besonders schön sind die überall an Berghängen errichteten Skilifte auch nicht. 
  • Die natürlichen Gegebenheiten in vielen Alpentälern beschränken die Weiterentwicklung der touristischen Infrastrukturen. Es gibt insbesondere Naturgefahren wie Lawinen und Muren, die das Flächenangebot begrenzen. Tragische Unglücke wie 1999 in Galtür in Tirol haben diese Probleme aufgezeigt.

Nachhaltige Entwicklung des Alpenraums

  • Die negativen Erscheinungen und Folgen des Massentourismus sind seit Jahren bekannt. Zahlreiche Organisationen und Vereine engagieren sich für eine nachhaltige Entwicklung der Alpenregion.
  • 1991 wurde die Alpenkonvention angeschlossen. Das 1995 in Kraft getretene internationale Abkommen verpflichtet Alpenländer (Österreich, Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich, Monaco, Liechtenstein und Slowenien) sowie die EU ihre Politik auf den Schutz und Erhalt der Berglandschaft auszugestalten. Neben der nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums geht es auch um den Schutz der Interessen der örtlichen Bevölkerung.

Massentourismus ist in den Alpen in vielen Fällen nur punktuell auf einige Zentren (Dörfer, Städte und Wintersportressorts) konzentriert. Ein Großteil der Alpenfläche ist eher touristisches Niemandsland. Besonders diese Gegenden empfehlen sich für Wanderurlaub, der als Musterbeispiel für sanften Tourismus gilt.

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