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Marktumfeld - eine Begriffsdefinition

In Wirtschaftsnachrichten und Unternehmenspublikationen ist oft vom Marktumfeld die Rede. Aber was versteht man darunter? Im folgenden Artikel erfahren Sie, was zum Marktumfeld gehört und warum eine systematische Analyse für das Unternehmen wichtig ist.

Auch Krisen beeinflussen das Marktumfeld.
Auch Krisen beeinflussen das Marktumfeld.

Diese Faktoren gehören zum Marktumfeld

  • Zum Marktumfeld eines Unternehmens gehören alle unternehmensexternen Faktoren, die Einfluss auf den Markt und damit auf den unternehmerischen Erfolg haben können. Das sind einerseits die unmittelbaren Marktteilnehmer, wie Kunden, Wettbewerber, Lieferanten und Investoren, andererseits aber auch äußere Bedingungen, die eher indirekt auf den Markt wirken. Die einzelnen Bestandteile des Marktumfeldes beeinflussen sich in vielen Fällen gegenseitig.
  • Der wichtigste Faktor des Marktumfeldes sind die Kunden, an deren Bedürfnissen sich das unternehmerische Handeln ausrichten muss. Auf Veränderungen der Kundenstruktur und des Nachfrageverhaltens muss ein Unternehmen rechtzeitig reagieren. Eine Veränderung des Nachfrageverhaltens kann auch durch gesamtgesellschaftliche Entwicklungen, wie beispielsweise ein gesteigertes Umweltbewusstsein, ausgelöst werden.
  • Die Stärken und Schwächen der Wettbewerber bestimmen die Chancen des Unternehmens auf dem Absatzmarkt.
  • Dagegen wirken sich die Bedingungen auf dem Beschaffungsmarkt, insbesondere die Preisentwicklung, auf die Kostenstruktur des Unternehmens aus. Aber auch die Verfügbarkeit benötigter Rohstoffe und Materialien spielt eine Rolle.
  • Welchen Einfluss die internationalen Finanzmärkte auf die gesamte Wirtschaft haben, zeigte beispielsweise die Finanzkrise von 2008. Deswegen gehört auch dieser Einflussfaktor zum Marktumfeld.
  • Ein wesentlicher Bestandteil des Marktumfeldes ist der allgemeine wissenschaftliche und technische Fortschritt. Neuentwicklungen lassen neue Märkte entstehen und können bestehende Märkte vernichten.
  • Politische Entscheidungen auf nationaler, europaweiter oder internationaler Ebene können einen großen Einfluss auf die Chancen eines Unternehmens haben. Typische Beispiele sind die Beeinflussung der Wirtschaft durch die Vergabe von Fördermitteln, Regulierungen im internationalen Handel oder die Steuerpolitik.
  • Entwicklungen des Arbeitsmarktes beeinflussen unter anderem das Lohnniveau. Das hat für das Unternehmen einerseits Auswirkungen auf die Personalkosten, beeinflusst andererseits aber auch die Einkommensentwicklung und damit das Nachfrageverhalten der Kunden.

Der Nutzen einer Analyse des Marktumfeldes

  • Die Analyse des Marktumfeldes hilft, zukünftige Chancen und Risiken für das Unternehmen rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.
  • Besonders vor dem Hintergrund sich ständig verändernder Märkte ist eine systematische Analyse notwendig, die durch Prognosetechniken unterstützt werden kann.
  • Die Analyse des Marktumfeldes gehört zur strategischen Unternehmensplanung. Sie sollte sich auf die Faktoren konzentrieren, die den größten Einfluss auf die Zukunft des Unternehmens haben.
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