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Marienkäfer stinken - Ursachen

Niedliche kleine Marienkäfer können ganz gewaltig stinken. Das ist kein Zufall, sondern ein Schutzmechanismus der Tiere. Die auffallende Färbung, der Gestank, der Geschmack und die Giftigkeit sind ein guter Schutz davor, gefressen zu werden.

Sie stinken nur, wenn Sie in Bedrängnis sind.
Sie stinken nur, wenn Sie in Bedrängnis sind.

Marienkäfer und der Schutz vor Fressfeinden

  • In der Natur gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Tiere es verhindern können, bei größeren Lebewesen auf der Speisekarte zu landen. Die kleinen Käfer stehen in der Nahrungskette weit unten. Ohne entsprechenden Schutz hätten Sie kaum eine Chance.
  • Einige Arten setzen auf Tarnung. Grüne Schildkäfer sind zum Beispiel kaum von den Blättern, auf denen sie sitzen, zu unterscheiden.
  • Andere Käfer versuchen es mit Mimikry. Sie gleichen in Form und Farbe anderen Insekten, die als unangenehm bekannt sind. Dazu gehört der echte Widderbock, der an Wespen erinnert.
  • Der Marienkäfer verfügt über die Möglichkeit, stinkendes Sekret abzusondern. Damit andere Tiere, die einmal damit Bekanntschaft gemacht haben, es kein zweites Mal mehr versuchen, und hat er eine auffällige Warnfarbe.

So stinken die Käfer

  • Wenn ein Marienkäfer in Bedrängnis gerät, setzt das Reflexbluten ein. Er kann aus den Gelenkhäuten eine gelbliche Flüssigkeit absondern, diese stinkt sehr stark. Außerdem schmeckt diese widerlich bitter, wie übrigens der ganze Käfer. Durch das Absondern der Flüssigkeit hat der Käfer eine gute Chance, dass Fressfeinde ihn zwar aufnehmen, aber wieder ausspucken, bevor sie ihn zerquetschen.
  • Die Flüssigkeit enthält Coccinellin, ein giftiges Alkaloid. Sie sollten, wenn Sie von der gelben Flüssigkeit etwas abbekommen haben, diese von der Haut waschen. An Schleimhäuten kann das Gift zu Reizungen führen, aber es ist für Menschen nur schwach giftig. Angeblich wird der Käfer in der chinesischen Medizin sogar gegen Schmerzen gekaut. Immerhin dürfte jedem Vogel, der auf einen der Käfer beißt der Appetit auf Dauer vergehen. Er schmeckt scheußlich und brennt auf der Zunge.
  • Da die Käfer eine auffällige Farbe haben, wird sicher kein Tier, das einmal das Erlebnis hinter sich gebracht hat, noch mal einen der Käfer versuchen. Übrigens ist es eine Sage, dass nur die asiatischen Käfer das Gift enthalten, auch die einheimischen Marienkäfer sondern die gelbe Flüssigkeit ab, die stinkt und schwach giftig ist. Solange Sie den Käfer nicht drücken, wird er in der Regel weder riechen noch die Flüssigkeit absondern. Sie sollten die Käfer aber besser aufkehren als aufzusaugen und auf keinen Fall zertreten, wenn sie im Haus sind.
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