Marder im Garten - was tun?
Die meisten Gartenbesitzer reagieren mit Schrecken, wenn ihnen eines Nachts ein Marder im eigenen Garten über den Weg läuft. Marder können im Motorraum des Autos große Schäden anrichten, aber auch für Haustiere, wie Zwergkaninchen oder Hühner, gefährlich werden.
- 06.09.2010 Alexandra Forster
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- Hundehaar
- Menschenhaar
- Urin
- Mottenkugeln
- Anti-Marderspray
- Motorverkleidung
Ein Marder hat durchaus Gutes an sich
- Sie bekommen die nachtaktiven Marder nur selten zu Gesicht. Ein Marder, den Sie in Ihrem Garten beobachten, lebt in der Regel schon länger bei Ihnen. Bewahren Sie deshalb Ruhe und überlegen Sie, ob tatsächlich Anlass besteht ihn zu vertreiben.
- Marder stehen unter Naturschutz und das nicht ohne Grund. Ihr Auftreten in Wohngebieten hängt auch mit der Zerstörung Ihres natürlichen Lebensraumes zusammen. In Ihrem Garten fressen die Raubtiere in erster Linie Mäuse und Ratten, was sie durchaus nützlich macht.
- Ihr Auto ist nicht unmittelbar durch den Marder bedroht. Marder beschädigen Autos nur selten aus purer Spiellust, sondern hauptsächlich dann, wenn es nach fremden Mardern riecht. Nur wenn Sie Ihr Auto regelmäßig an unterschiedlichen Orten über Nacht parken, ist die Gefahr groß, dass Ihr Marder zuschlägt.
Die Tiere aus dem Garten vertreiben oder sich mit ihnen arrangieren
- Versuchen Sie zunächst Hausmittel, wie Büschel von Hunde- und Menschenhaar, Urin oder Mottenkugeln, um den Marder von Autos oder Tierstallungen fernzuhalten. Effektiver sind Anti-Mardersprays mit speziellen Duftstoffen, die Mardern sehr unangenehm sind.
- Achten Sie bei Tierstallungen im Freien auf eine stabile Verarbeitung und extra starken Hasendraht. Gewöhnlichen Hasendraht kann ein Marder ohne Mühe durchbeißen. Lassen Sie Zwergkaninchen und Meerschweinchen niemals über Nacht im Freilaufgehege.
- Sicheren Schutz für den Motor Ihres Autos bietet nur die Verkleidung des Motorraumes mit Hasendraht oder speziellen Anfertigungen aus dem Autozubehörhandel. Mit regelmäßigen Motorwäschen beugen Sie Marderverbiss auf Grund von Fremdgerüchen vor.
- Schwierig wird es, wenn sich ein Marder in Ihrem Dachstuhl eingenistet hat. Da Marder sehr reinlich sind, gibt es durchaus die Möglichkeit, sich mit ihnen zu arrangieren. Wenn die Tiere jedoch eine Lärmbelästigung darstellen, bleibt Ihnen noch die Möglichkeit, sie auszusperren.
- Suchen Sie nach offenen Fenstern, Mauerlöchern oder verrutschten Dachziegeln, durch die der Marder in das Haus gelangt sein könnte und verschließen Sie diese nachts, wenn der Marder auf der Jagd ist. Machen Sie zusätzlich Lärm, um den Marder in die Flucht zu treiben.
- Zwischen März und Juni hat der Marder Junge. Sie dürfen Ihren Marder in dieser Zeit keinesfalls aussperren. Die Jungen würden grausam verhungern und Ihr Haus lange nach Verwesungsgeruch stinken.
- Wenden Sie sich im Zweifelsfall immer an die örtliche Jagdbehörde. Nur Jäger mit Jagdschein dürfen einen Marder lebend fangen und ihn andernorts wieder aussetzen. Sollte Ihr Garten ein geeignetes Marderrevier sein, wird allerdings schon bald ein neuer Marder Einzug halten. Aus diesem Grund ist auch das illegale Töten des Tieres völlig sinnlos.
