- 12.12.2011 Enrico Brülke
Sie sind manchmal traurig - das ist normal
Wichtig ist es zu wissen, dass Trauer zum Leben gehört wie auch glücklich sein. Die hier genannten Gemütszustände sind völlig normal. Und auch wenn es sich in dem Moment anfühlt als würde es nie vergehen: es kommen auch wieder bessere Zeiten. Versprochen.
- Völlig normal ist, dass Sie niedergeschlagen und traurig sind, wenn etwas nicht so funktioniert hat, wie Sie es sich erträumt haben. Das Leben besteht immer wieder auch aus Stolpersteinen, die es auszuhalten gilt. Machen Sie sich keine Sorgen: die Zeit in der Sie traurig sind vergeht wieder, auch wenn es sich im Moment der Trauer nicht so anfühlt.
- Wirklich weh tut es, wenn Sie einen wichtigen Menschen verlieren. Wenn ein Familienmitglied oder guter Freund stirbt ist es auch normal, dass Sie langfristig traurig sind und nicht wissen, wie Sie ohne diese Person weiter leben sollen.
- Auch eine Trennung von Ihrem Partner löst Traurigkeit aus. Die Trauer hilft Ihnen, sich an die schönen Zeiten zu erinnern und auch mit diesem Lebensabschnitt abzuschließen.
Manchmal wird Traurigkeit zur Depression
- Wenn Ihre Freunde durchweg versuchen, Sie abzulenken: lassen Sie es ruhig hin und wieder zu, aber lassen Sie auch Ihre Traurigkeit zu und erklären Sie Ihren Freunden, dass es nicht hilft, nur vor der Traurigkeit davon zu laufen.
- Um den Schritt von der Traurigkeit in die Depression zu verhindern dürfen Sie Ihr "normales" Leben nicht völlig ignorieren. Lassen Sie die Trauer zu, aber fühlen Sie sich nicht schuldig, wenn sie auch einen schönen Tag haben. Die Erinnerung an geliebte Personen kann Ihnen nichts und niemand nehmen.
- Wenn die Trauer über Wochen und Monate anhält und Sie keinen Lichtstreif mehr am Horizont sehen, sind Sie auf dem Weg in eine Depression. Dabei handelt es sich um eine Krankheit, die unbedingt behandelt werden muss.
- Wenn nichts mehr hilft, Sie keine Freude mehr empfinden und das ganze Leben immer sinnloser erscheint, müssen Sie auf jeden Fall etwas tun: suchen Sie einen Facharzt auf. Das hat Garnichts mit Schwäche zu tun - im Gegenteil: Hilfe annehmen können zeigt vielmehr Stärke, denn sich seiner Traurigkeit hingeben kann jeder.
Abgrenzung von Traurigkeit und Depression ist wichtig
- Generell gilt: Traurigkeit ist ein ganz normales Gefühl, das zum Leben gehört. Das tut weh, Sie fühlen sich niedergeschlagen und lustlos, aber das vergeht.
- Eine Depression ist da etwas anderes: Von Tag zu Tag, von Woche zu Woche verlieren Sie mehr Lebenslust und haben keine Kraft mehr, das Leben anzugehen. Selbst die einfachsten Aufgaben fallen schwer, niemand kann Sie aufheitern.
- Eine Depression ist ein Krankheitsbild, für das Sie sich nicht schämen brauchen. Es ist nichts, was wegdiskutiert werden kann, da bei einer Depression auch so genannte Botenstoffe im Gehirn im Ungleichgewicht sind. Schämen Sie sich nicht, damit zu einem Facharzt zu gehen, sondern sehen Sie es als wichtigen Schritt, in Ihr normales Leben zurück zu kehren.