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Malva sylvestris kultivieren und pflegen

Die Wilde Malve, lateinisch "Malva sylvestris", ist nicht nur eine wirksame Heilpflanze, sondern auch eine attraktive Zierpflanze für Ihren Garten.

Die herzförmigen Blätter der Wilden Malve sind gesund und eine Zierde für Ihren Garten.
Die herzförmigen Blätter der Wilden Malve sind gesund und eine Zierde für Ihren Garten.

Wissenswertes zur Wilden Malve

Die Malva sylvestris mauritiana gehört zur Familie der Malvengewächse und ist eine zweijährig oder einjährig wachsende, krautige Pflanze. Die Stiele der sogenannten Wilden Malven verholzen nicht, sondern bleiben grün und flexibel. Dabei erreichen sie eine Wuchshöhe von circa 30 bis 125 Zentimetern. Ursprünglich waren wilde Malven von Asien bis Südeuropa verbreitet. Heutzutage sind sie auch in Mitteleuropa zu finden.

Schon seit der Antike wurde die Wilde Malve, Malva sylvestris mauritiana, als Heilpflanze kultiviert. Die Schleimstoffe aus Blättern und Blüten haben eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute. So hilft ein Tee aus Malvenblüten gegen Halsschmerzen, Entzündungen von Hals und Rachen oder Magen-/Darmbeschwerden.

Heutzutage finden Auszüge aus Malva sylvestris Verwendung in der Chemie- und Kosmetikindustrie. Die Pflanze liefert den Gelbfarbstoff Malvidin und fungiert als Säure-Basen-Indikator. Die Wilde Malve kann auch als Zierpflanze im Garten kultiviert werden. 

Der umgangssprachliche Name "Käsepappel" hat nichts mit der Pappel zu tun, sondern geht auf die käselaibförmigen Früchte zurück. Aus diesen wurde in früheren Zeiten Kinderbrei zubereitet, der als "Papp" bezeichnet wurde.

Das charakteristische Aussehen der Wilden Malve lässt sich folgendermaßen beschreiben: Eine lange Pfahlwurzel, grüne Blätter und rosa- bis fliederfarbene Blüten mit herzförmigen Blütenblättern. Außerdem sind die Stängel sichtbar behaart.

Die schönen Malven finden in jedem Garten ein Platz. Der Anbau gelingt bei geringer …

Der beste Standort für die Malva sylvestris und ihre Ansprüche

  • Standort: Hell und sonnig für optimales Wachstum.
  • Bei mäßig sonnigem Standort: Geringeres Größenwachstum, weniger Blüten.
  • Trockene, nährstoff- und stickstoffreiche Böden.
  • Kalkhaltige, sandige Böden.
  • Keine Staunässe.
  • Verträgt vorübergehende Trockenheit.
  • Temperatur: Nicht unter 8 Grad Celsius.
  • Zum Überwintern: Ins Haus/Gewächshaus stellen.

Die Pflanze aussäen und kultivieren

Um die Wilde Malve auszusäen, befüllen Sie ein Pflanzgefäß mit einer Mischung aus Humus, Torf, Sand und kleineren Kieselsteinen. So gewährleisten Sie, dass alle Nährstoffe und Mineralien zur Versorgung der Pflanze im Substrat enthalten sind. Darüberhinaus wird dieses durchlässig für Nährstoffe und kann Feuchtigkeit speichern.

Sie sollten das Saatgut, das Sie über Gärtnereien und das Internet beziehen können, von März bis Mai in Aussaatgefäße oder Pflanztöpfe mit Drainage einpflanzen. Da es sich bei den Malvae um Dunkelkeimer handelt, bedecken Sie die Samen nach der Aussaat mit Erdsubstrat. Stellen Sie die Pflanzgefäße an einen Standort mit bis zu 10 Grad Celsius. Niedrigere Temperaturen schaden der für das Wachstum wichtigen Keimruhe.

Nach der Keimung innerhalb von 7 bis 21 Tagen bringen Sie die Töpfe an einen hellen, sonnigen Standort. Hier können sich die Pflanzen gut entwickeln, bis Sie diese ins Beet setzen. Dies sollte geschehen, wenn sich die ersten Blätter an den Setzlingen bilden.

Achten Sie beim Einpflanzen der Setzlinge auf genügend Abstand zwischen den Pflanzen, damit diese ein gutes Höhenwachstum ausbilden. 30 bis 60 Zentimeter Abstand sind optimal.

Die richtige Pflege Ihrer Malva sylvestris

Malvengewächse benötigen nicht viel Pflege. Sie sollten die Pflanzen gelegentlich düngen, alle zwei bis vier Wochen genügt. Hier ist ein selbst hergestellter Brennesselsud bereits ausreichend.

Eine Kletterhilfe, wie ein Rankgitter aus dem Baumarkt, unterstützt das Höhenwachstum der Wilden Malve. Schützen Sie diese zusätzlich vor Regen und Wind, zum Beispiel durch einen Standort nahe der Hauswand.

Der Boden, in dem die Malvae wachsen, sollte feucht gehalten werden. Je nach Witterung müssen Sie die Pflanzen regelmäßig gießen. Stehen diese in Töpfen, darf keine Staunässe entstehen.

So vermehren Sie das Malvengewächs

Die Vermehrung der Wilden Malve gestaltet sich einfach: Lassen Sie die durch Insekten bestäubten Blüten verwelken und schneiden Sie diese nicht ab. Aus der verwelkten Blüte bildet sich die Malvenfrucht. Die Früchte enthalten mehrere Samenkapseln mit je einem Samen. Diesen können Sie im Frühjahr neu anziehen.

Krankheiten und Schädlinge der Malva sylvestris

​Ein gefährlicher Gegner der Malva sylvestris ist der Rostpilz Puccina malvacearum. Dieser Pilz befällt die Blätter der Malvengewächse und färbt diese rötlich-braun. Hat dieser Schädling Ihre Malven befallen, sollten Sie die betroffenen Blätter oder gegebenenfalls die gesamte Pflanze umgehend entfernen. Auch die umliegende Erde entnehmen Sie aus dem Beet. Stehen Ihre Malven in einem Topf, tauschen Sie am besten die gesamte Blumenerde aus.

Sind alle Ihre Pflanzen befallen, hilft nur noch die Behandlung mit giftigen Fungiziden. Ein Schädlingsbefall durch Insekten kommt bei Malvengewächsen selten vor.

Die wilde Malve Malva sylvestris zu kultivieren ist nicht schwer und gelingt auch Gärtner-Anfängern. Sind die Pflänzchen vorgezogen, ist die wilde Malve eine recht anspruchslose, dankbare Pflanze. Erfreuen Sie sich zwischen Mai und September an den schönen, rosafarbenen Blüten. Ein Tee aus Malvenblüten hilft bei Erkältungen und Magen-/Darminfekten.

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