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Maklervertrag für den Hausverkauf - worauf Sie achten sollten

Beim Hausverkauf kommt es auf die Fähigkeiten und Kompetenz des beauftragten Maklers an. Bereits am Maklervertrag erkennen Sie, inwieweit ein Makler seriös arbeitet oder ob es ihm nur auf finanzielle Vorteile ankommt.

Ein guter Makler arbeitet auf Erfolgsbasis.
Ein guter Makler arbeitet auf Erfolgsbasis.

Es ist nicht unbedingt einfach, für den anstehenden Hausverkauf genau den richtigen Makler zu finden, der auf einer fairen Vertragsgrundlage arbeitet. Schließlich ist Makler kein Ausbildungsberuf und auch keine geschützte Berufsbezeichnung. Ein Makler benötigt zwar eine behördliche Zulassung, bei der aber lediglich geprüft wird, ob er seine Steuern beim Finanzamt bezahlt hat. Zahlt er noch die kommunale Verwaltungsgebühr, darf er makeln.   

Ein Maklervertrag als Alleinauftrag ist riskant

  • Der Makler sollte von sich aus bereit sein, die Konditionen schriftlich in einer Vereinbarung festzuschreiben, zu denen er für Sie tätig wird.
  • Überlegen Sie sich, ob Sie einen Alleinauftrag erteilen wollen oder sich vorbehalten, das Objekt auch noch einem anderen Makler anbieten zu dürfen. Mit einem Alleinauftrag binden Sie sich an einen einzigen Makler, ohne zu wissen, ob er jemals Erfolg haben wird.
  • Oft wird damit auch eine Schadensersatzpauschale verbunden, für den Fall, dass Sie das Objekt anderweitig verkaufen.
  • Wichtig ist, dass Sie sich das Recht vorbehalten, den Hausverkauf auch an einen von Ihnen selbst akquirierten Interessenten zu verkaufen.
  • Der Maklervertrag sollte, vor allem wenn er als Alleinauftrag ausgestaltet ist, befristet sein. Bleibt der Makler erfolglos, können Sie einen anderen Makler bemühen.
  • Der zentrale Punkt ist die Provision. Ein guter Makler arbeitet auf Erfolgsbasis und verdient seine Provision, wenn der Hausverkauf notariell beurkundet und der Käufer den Kaufpreis bezahlt hat.

Hausverkauf ist erfolgsorientiert

  • Die Provision selbst ist verhandelbar. Als Verkäufer zahlen Sie normalerweise eins bis drei Prozent des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer. Es ist üblich, dass auch der Käufer diese Provision bezahlt.
  • Vor allem dann, wenn der Markt mit Objekten überhäuft ist, sollten Sie den Makler mit einer guten Provision motivieren, sich gerade für Ihr Objekt einzusetzen. Bedenken Sie, dass es in seinem Ermessen liegt, einen guten Kunden gerade mit Ihrem Objekt bekannt zu machen und das Objekt eines anderen Verkäufers hintenan zu stellen.
  • Eine Übererlösklausel kann zu Unstimmigkeiten führen. Der Makler vereinbart, dass er den Teil des Kaufpreises, der Ihre eigene Kaufpreisforderung übersteigt, als Honorar erhält. Ist die Differenz sehr hoch, fühlen Sie oder der Käufer sich unangenehm benachteiligt.
  • Ein weniger seriöser Makler ist daran interessiert, möglichst frühzeitig aus Ihnen Kapital zu schlagen. Dazu gehört, dass er im Maklervertrag einen Vorschuss fordert, damit er sich veranlasst sieht, überhaupt tätig zu werden. Ferner wird oft Aufwendungsersatz abgerechnet, wenn der Makler Telefonate führt oder Kopien der Objekte anfertigt. Auch Kilometergeld für die Fahrten zum Objekt wird gerne in Rechnung gestellt.
  • Wenn die Inseratkosten, um Ihr Objekt in den Zeitungen anzubieten, berechnet werden, sollten Sie den Vertrag eher ablehnen. Sie können nämlich nicht einschätzen, ob die Inserate Sinn machen. Muss der Makler diese selbst bezahlen, überlegt er sich genau, wo und wie er inseriert.
  • Wenn der Makler einen Interessenten benennt, bestehen Sie darauf, bei der Besichtigung anwesend zu sein. Nur so haben Sie eine gewisse Kontrolle und gewinnen einen Eindruck, mit welcher Kompetenz und Motivation Ihr Makler Ihr Objekt betreut.
  • Bestehen Sie auf einer ordentlichen Rechnung beim Hausverkauf und lassen Sie sich nicht auf Bargeschäfte ein.

Wenn der Makler Ihren Hausverkauf vermittelt hat, sollten Sie ihm seine Provision auch tatsächlich gönnen. Bedenken Sie, dass er selbst feste Kosten hat, für viele Objekte wahrscheinlich keinen Käufer findet und auch für Ihr Objekt seine Erfahrung, Kompetenz und in den meisten Fällen viel Zeit investiert hat. Könnten Sie den Hausverkauf selbst realisieren, bräuchten Sie schließlich keinen Makler.

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