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Makler beauftragen - das sollten Sie vorab beachten

Wollen Sie eine Immobilie verkaufen oder kaufen, kann ein Makler hilfreiche Dienste leisten. Dabei sollten Sie den Makler gezielt beauftragen und seine Vermittlungsbemühungen keineswegs dem Zufall überlassen.

Gute Makler beraten Sie fair.
Gute Makler beraten Sie fair. © Thorben Wengert / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Maklerauftrag

Der Beruf des Maklers ist gerade im Immobilienbereich mit allerlei Vorurteilen belastet. Meist wird er als unnötige Last empfunden, der zwar dankbare Arbeit leistet, aber nach einer erfolgreichen Vermittlung oft leer ausgeht und auf seinen Kosten sitzen bleibt. Wichtig ist daher, dass Sie sich fair verhalten und den Makler richtig motivieren.

Makler sollte eine nachgewiesene Kompetenz vorweisen

  • Bevor Sie einen Makler beauftragen, sollten Sie genau überlegen, ob er die richtige Wahl ist. Nicht jeder Makler hat die Kompetenz, Ihre Immobilie zielgerichtet zu vermitteln.
  • Einen ersten Anhaltspunkt für die Kompetenz eines Maklers erkennen Sie daran, dass er nach Möglichkeit Mitglied eines anerkannten Maklerverbandes sein sollte. Diese Verbände nehmen Makler nur auf, wenn sie eine gewisse Kompetenz und Erfahrung dokumentieren können.
  • Im Idealfall verfügt der Makler über eine Ausbildung im Immobilienbereich. Hier gibt es inzwischen den Ausbildungsberuf des Immobilienkaufmanns. Auch eine Ausbildung als Architekt oder Ingenieur kann dienlich sein.
  • Bestellen Sie den Makler zu einer ersten Besichtigung Ihrer Immobilie ein und lassen Sie sich vortragen, wie er gedenkt, Ihre Immobilie zu vermarkten. Hören Sie aus seinen Ausführungen heraus, inwieweit er kompetent ist, die Schwachstellen Ihrer Immobilie erkennt und anspricht und auf welchen Kundenkreis er zugreifen kann.

Beauftragen Sie keinen Alleinauftrag

  • Makler vereinbaren gerne Alleinaufträge. Für Sie als Auftraggeber sind diese Verträge ungünstig, da Sie sich für mehrere Monate an diesen Makler binden. Erweist er sich als unfähig, verlieren Sie wertvolle Zeit. Sollte ein Alleinauftrag unumgänglich sein, vereinbaren Sie unbedingt eine Befristung, nach deren Ablauf der Auftrag automatisch endet.
  • Vereinbaren Sie also einen allgemeinen Maklerauftrag und behalten Sie sich das Recht vor, auch andere Makler zu beauftragen.
  • Vereinbaren Sie einen klar definierten Provisionssatz.
  • Fragen Sie, ob er auch von der anderen Partei eine Provision verlangt. Er ist Ihnen zur Auskunft verpflichtet. Zusammen sollte sein Honorar im angemessenen Rahmen liegen.
  • Beachten Sie, dass Makler erfolgsorientiert arbeiten und ihre Provision nur verdienen, wenn sie Ihre Immobilie erfolgreich vermitteln.
  • Der Makler kann allenfalls mit Ihnen vereinbaren, dass Sie ihm für bestimmte Aufwendungen Ersatz leisten und so Kilometergeld, Telefongebühren oder Kopierkosten ersetzen. Da Sie den Kostenanfall aber faktisch nicht überprüfen können, sollten Sie eine solche Vereinbarung nicht akzeptieren.
  • Achten Sie darauf, ob der Makler nur Personen aus seiner Kundenkartei anspricht oder auch bereit ist, auf eigene Kosten Zeitungsinserate zu schalten.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie dem Makler alle Unterlagen zur Verfügung stellen, die Ihre Immobilie betreffen.
  • Gut ist, wenn Sie der Makler bis zum Abschluss des notariellen Kaufvertrages begleitet und berät. Es ist nicht unüblich, wenn der Makler darauf besteht, dass Ihre Verpflichtung zur Zahlung seiner Provision in den Kaufvertrag mit aufgenommen wird und Sie sich insoweit der Zwangsvollstreckung unterwerfen.
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