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Magenfreundlicher Kaffee - das sollten Sie beim Kauf beachten

Kaffee! Heiß geliebt und getrunken. Falls Sie aber ein empfindlicher Magen plagt, kann der Kaffeegenuss unangenehmes Sodbrennen und Aufstossen verursachen. Sie müssen trotzdem nicht auf Kaffee verzichten: Magenfreundlicher Kaffee, den es im Handel gibt, löst mit großer Wahrscheinlichkeit Ihr Problem. .

Aromatischer Kaffeegenuss ohne Magenprobleme
Aromatischer Kaffeegenuss ohne Magenprobleme © birgitH / Pixelio

Eine Tasse Kaffee - Tausend verschiedene Inhaltsstoffe

  • Kaffee ist nicht nur ein schmackhaftes, aromatisches Getränk - er ist auch in Bezug auf seine Inhaltsstoffe ein Tausendsassa. Allein 80 verschiedene Säuren sind im Kaffee enthalten. Er enthält Vitamine, Proteine, Mineralstoffe, Fette und Antioxidantien und wirkt anregend auf den Kreislauf und die Verdauung.
  • Im Normalfall werden all diese Stoffe gut vertragen - bis zu 5 Tassen täglich gelten für gesunde Erwachsene sogar als gesundheitsfördernd.
  • Rohkaffee enthält, neben den vielen anderen Bestandteilen, 4-12 % Chlorogensäure. Diese Säure ist aufgrund ihrer Konzentration einer der der "Bösewichte", die Ihre Magenprobleme verursachen können.
  • Eine weitere Ursache für das durch Kaffee verursachte Sodbrennen & Co. liegt in den, während des Röstvorgangs, entstehenden Bitterstoffen. 

Wie ein magenfreundlicher Kaffee entsteht

Ein magenfreundlicher Kaffee kann auf unterschiedliche Weise hergestellt werden:

  • Bei bestimmten Sorten werden die Kaffeebohnen vor der Röstung mit Wasserdampf und Druck behandelt. Dadurch wird aus den Bohnen ein großer Teil der Reizstoffe ausgespült. Das Aroma nimmt erfreulicherweise durch diesen Vorgang keinen großen Schaden, sondern bleibt weitgehend erhalten.
  • Auch im traditionellen Trommelröstverfahren verliert der Kaffee durch das langsame schonende Rösten der Bohnen fast die gesamte im Kaffee enthaltene Chlorogensäure. Der Kaffee wird bei niedrigen Temperaturen - etwa 220 °C geröstet.
  • Die Kaffeebohnen werden nicht zu dunkel geröstet - dadurch entstehen im Röstvorgang weniger Bitterstoffe und der Kaffee ist wesentlich magenfreundlicher. 
  • Die Auswahl der Kaffeebohnen ist ebenfalls entscheidend für die Bekömmlichkeit des Kaffees: Ein Kaffee aus 100 % Arabica Bohnen enthält von Natur aus wesentlich weniger Säure als das Getränk aus Robusta Bohnen.
  • Letztlich spielt auch die Art der Zubereitung eine Rolle: Beim Filtervorgang in einer herkömmlichen Kaffeemaschine ist das Kaffeepulver sehr lange mit Wasser in Kontakt. In Ihrer Kaffeetasse landen deshalb nicht nur die Aromen, sondern auch viele Reizstoffe. Filtern Sie den Kaffee jedoch mit der Hand, nehmen Sie ihn als Espresso oder aus einem Kaffeevollautomaten, verkürzt sich diese Kontaktzeit und der Kaffee wird bekömmlicher.
  • Kaffeesorten, denen während ihrer Herstellung Reizstoffe entzogen wurden, tragen im Handel häufig die Bezeichnung "Schonkaffee". Diese Bezeichnung steht für die verminderten Reizstoffe und ist nicht zu verwechseln mit entkoffeiniertem Kaffee.  

So erkennen Sie einen magenfreundlichen Kaffee im Handel 

Achten Sie bei Ihrer Kaffeeauswahl auf die Artikelbezeichnungen "Mild" oder "Schonkaffee". Auch der Hinweis "100 % Arabica" und evtl. noch "Trommelröstverfahren" bringt Sie bei leichten Magenproblemen schon auf die richtige Fährte. Probieren Sie verschiedene Kaffees - Sie finden mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Sorte mit der Sie auch Ihren Magen zufriedenstellen. Dann können Sie Ihren Kaffee wieder mit Freude am Geschmack und ganz ohne Nebenwirkungen genießen. 

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