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Magen- und Darmspiegelung - der Ablauf verständlich erklärt

Hat man noch nie eine Darmspiegelung erlebt, kann die Vorstellung davon Angst und Schrecken verbreiten. Ebenso sieht es mit der ähnlichen Untersuchung des Magens aus. Allerdings sind Ängste unbegründet, da die Verfahren weit erprobt sind und für den Patienten möglichst angenehm gestaltet werden. Erfahren Sie hier, was auf Sie zukommt.

Veränderung bei der Darmspiegelung erkennen.
Veränderung bei der Darmspiegelung erkennen.

Die Darmspiegelung verstehen

Sind Sie zu einer Darmspiegelung an einen Facharzt oder ins Krankenhaus überwiesen worden, wird bei Ihnen der Dickdarm auf verschiedene Erkrankungen untersucht. In den meisten Fällen wird bei der Darmspiegelung ebenfalls der letzte Abschnitt des Dünndarms untersucht.

  1. Vor der Darmspiegelung brauchen Sie keine Angst zu haben, da sie meistens nicht schmerzhaft, sondern eher unangenehm ist. Mittlerweile wird dieses Verfahren aber in vielen Fällen in leichter Narkose durchgeführt, sodass Sie Ihre Untersuchung verschlafen werden. Haben Sie große Angst vor solchen Eingriffen, sprechen Sie im Vorgespräch auf jeden Fall den Narkosearzt darauf an.
  2. Da bei einer Narkose, auch wenn sie noch so kurz ist, das Risiko besteht, dass Komplikationen auftreten, werden Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung von Ihnen während der Darmspiegelung überwacht.
  3. Sind Sie sediert, schiebt der Arzt das Koloskop in Ihren After. Von hier aus wird es vorgeschoben, bis der Dünndarm zu sehen ist.
  4. Während das Koloskop langsam zurückgezogen wird, strömt Luft oder CO² in Ihren Darm, sodass dieser etwas aufgebläht wird und eventuelle Veränderungen sichtbar sind.
  5. Über eine Mini-Kamera, die sich am Koloskop befindet, und Bilder an einen Monitor liefert, kann der Arzt nun Ihren Darm beobachten.

Bei einer Darmspiegelung kann der Arzt nur maximal bis zum Dünndarm sehen. Da Magenerkrankungen sich unter Umständen auch im Stuhl widerspiegeln, kann nach einer Darmspiegelung ohne Befund eine Magenspiegelung folgen.

  1. Wie bei der Darmspiegelung ist es möglich, dass Sie bei einer Magenspiegelung eine leichte Narkose erhalten. Das Einführen des Gastroskops wird von vielen Patienten aufgrund des einsetzenden Würgereflexes ohne leichte Narkose meistens als sehr unangenehm empfunden.
  2. Der untersuchende Arzt für das Gastroskop über Ihren Rachen in den Magen ein. Auch das erste Stück des Dünndarms kann über eine Magenspiegelung erkannt werden.
  3. Auch hier wird Luft hineingepumpt, sodass der Arzt auffällige Stellen leichter erkennen kann.

Findet sich bei der Magen- oder Darmspiegelung auffälliges Gewebe, wird eine Probe entnommen, die sofort unter dem Mikroskop untersucht wird. Besteht der dringende Verdacht, dass es sich bei einer Veränderung um einen bösartigen Tumor handelt, können so schnell weitere Maßnahmen durchgeführt werden.

Magen und Darm vorbereiten

Sowohl bei einer Magen- als auch bei einer Darmspiegelung müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.

  • Damit bei der Darmspiegelung der Arzt möglichst viel von Ihrem Darm sehen kann, muss dieser möglichst komplett entleert sein.
  • Am Tag vor dem Eingriff dürfen Sie daher nichts mehr essen und müssen ein starkes Abführmittel nehmen, welches Sie für einige Stunden beanspruchen wird.
  • Leider wird ein solches Abführmittel nicht als Tablette verabreicht. Stattdessen müssen Sie im Regelfall zwei Liter Wasser in relativ kurzer Zeit trinken. Gehören Sie zu den Menschen, denen dies aufgrund verschiedener Ursachen nicht möglich ist, sprechen Sie es an. Für solche Fälle gibt es Alternativen, die aber nicht routinemäßig durchgeführt werden.
  • Vor einer Magenspiegelung muss Ihr Magen ebenfalls sauber sein, damit der Arzt ihn möglichst gut sehen kann.
  • Je nachdem, zu welcher Tageszeit die Magenspiegelung stattfindet, werden Sie gebeten, morgens oder abends nichts mehr zu essen.
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