- 02.01.2012 Sonja Mahlich
Der Kot der Mäuse ist der hauptsächliche Krankheitsüberträger, mit diesem kommen Sie auch eher in Kontakt als mit den Mäusen selbst.
So vermeiden Mäuse im Haus
- Machen Sie frühzeitig einen Check im gesamten Haus um nach Schwachstellen, die Mäusen das Eindringen ermöglichen, zu suchen. Beachten Sie, dass Mäuse in jede Öffnung eindringen können, in die Ihr Schädel passt. Dichten Sie alle Schwachstellen ab.
- Vermeiden Sie Bepflanzungen direkt am Haus, dort, leben Mäuse gerne und wechseln im Winter leicht in das Haus, aber sie vermeiden es, über freie Flächen zu rennen.
- Haben Sie nicht die Möglichkeit Bodendeckerbepflanzungen an Ihrem Haus zu entfernen, legen Sie im Winter Stroh unter die Bodendecker und Büsche, damit können sich die Mäuse Nester bauen. Verteilen Sie das Stroh, aber sodass es nicht wegfliegen kann. Bei Schneefall im Winter können Sie die Mäuse auch mit Sonnenblumenkernen füttern und so verhindern, dass die Tiere einen Weg in das Haus suchen müssen.
- Vermeiden Sie, dass Kellerräume und der Speicher allzu vollgestellt sind. Besonders Kisten und Textilien laden zum Nisten ein. Die äußerst vorsichtigen Mäuse laufen nur ungern über den freien Boden, ist dieser aber mit Verstecken gespickt können Sie sich weiter ausbreiten, Schauen Sie schon vor dem Winter was Sie im Keller und Speicher wirklich noch benötigen und entsorgen Sie Unnötiges auf der Mülldeponie.
- Besitzen Sie ein Gartenhäuschen, lassen Sie die Mäuse darin überwintern. Im Garten können Sie auch durch Strohballen, oder mit Watte gefüllte Kisten die Mäuse von Ihrem Haus ablenken, auch andere Tiere können solche Nester im Winter gut gebrauchen. Vogelhäuser und Vogelnistkästen werden auch von Mäusen genutzt und das ist gut so, denn solange sich die Mäuse im Freien gut Versorgen können meiden sie von sich aus das Haus und seine Bewohner.
- Bedenken Sie, dass sich Mäuse in Ihrer Not durch fast alle Materialien am Haus durchnagen und kratzen können. Sogar Estrich kann Ihre Geduld nicht stoppen.
So finden Sie die Nager im Haus
- Haben Sie dass Gefühl, dass bereits Mäuse in das Haus gelangt sind, dann suchen Sie die Tiere, bevor Sie weitere Maßnahmen ergreifen. Die Mäuse selbst zu sehen könnte schwierig werden ist aber auch ein gutes Zeichen denn sind Mäuse zu hören aber nicht zu sehen sind es noch nicht sehr viele.
- Um Mäusespuren zu finden, müssen Sie wissen, dass die Nager sich nur an den Wänden entlang bewegen, dort finden Sie dann auch Kot spuren.
- Nagespuren finden sich an fast jedem Gegenstand, Mäuse benötigen nur wenig Futter, haben aber einen sehr starken Nagedrang. Die Nagespuren sind kleine Löcher und an den Rändern unregelmäßig.
- Mit einer Mehlspur entlang der Wand können Sie sehen, ob die Mäuse noch da sind, um den Winter bei Ihnen zu verbringen. Sind auf dem Mehl kleine Füßchen zu sehen haben Sie mindestens eine Maus.
- Zieht sich zwischen den Fußspuren eine Schleifspur entlang, handelt es sich allerdings um Ratten, in diesem Fall benötigen Sie einen Kammerjäger. In den meisten Städten und Gemeinden ist Rattenbefall zudem meldepflichtig.
So werden Sie Tiere im Winter los
- Stellen Sie eine Lebendfalle an einer Wand auf, an der sich eine Kotspur befindet, sie verrät Ihnen den Laufweg der Mäuse. Dort werden Sie am ehesten in die Falle laufen. Verwenden Sie Schokolade oder Speck um die Mäuse anzulocken. Aber auch eine Körnermischung nehmen die Tiere an.
- Entfernen Sie die gefangene Maus soweit wie irgendmöglich von Ihrem Haus, damit sie nicht einfach zurückkehrt. Wiederholen Sie den Vorgang und beobachten Sie das Verhalten der Mäuse. Eventuell meiden Sie die Falle oder schlagen einen anderen Weg ein, passen Sie sich flexibel an.
- Giftköder sollten Sie nicht im Haus verwenden denn auch für Kinder und Haustiere können diese Mittel sehr gefährlich werden. Die Mäuse sind außerdem sehr wohl in der Lage das Gift als Todesursache eines Artgenossen zu erkennen und meiden dieses dann.
- Möchten Sie aber doch Gift verwenden dann wählen Sie welches, dass die Blutgerinnung hemmt, die Mäuse sterben nicht sofort daran und Ihren Artgenossen fällt es schwerer, den Köderbrocken verantwortlich zu machen. Verstecken Sie den Köder aber so, dass weder Kinder noch Haustiere Zugang zu dem Gift haben.
- Verhindern Sie auch dass Hunde und Katzen vergiftete Mäuse auffressen, das Gift würde sonst auf Ihr Haustier übergehen. Vergiftete Mäuse erkennen Sie daran dass Sie geschwächt und ohne Vorsicht im Haus herumlaufen, die Mäuse fliehen nicht einmal dann, wenn Sie vor Ihnen stehen.
- Sollten Sie Gift verwenden, dann halten Sie für alle Fälle die Notrufnummer der Giftzentrale in Ihrem Gebiet bereit. Das Gegenmittel bei Giftunfällen ist meist Vitamin K, dass ein Not- oder Tierarzt verabreicht, halten Sie für diesen Fall die Packung bereit, auf der der Wirkstoff benannt ist.
- Futternäpfe von Haustieren sollten, nachdem Ihr Tier gefressen hat, geleert und weggestellt werden. Nur der Wassernapf bleibt stehen.
Duftstoffe und Ultraschall wirken auf Mäuse eher nicht.