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Mädchensprache richtig deuten - so geht's

Mit seiner Comedy-Darbietung „Deutsch-Frau/Frau-Deutsch“ und seinem gleichnamigen Scherzwörterbuch brachte der Komödiant Mario Barth das Thema „Frauen verstehen“ wieder auf den Tisch. Damit Sie als Mann die Frauen besser "verstehen" können, ist es ratsam, die Hintergründe der Mädchensprache zu kennen und ihre Worte deuten zu können. Denn feminines und maskulines Deutsch wirken oftmals wie zwei grundlegend verschiedene Dialekte.

Frauen werden schon von klein auf ermuntert, über ihre Gefühle zu sprechen.
Frauen werden schon von klein auf ermuntert, über ihre Gefühle zu sprechen.

Was Sie benötigen:

  • Empathiefähigkeit
  • kommunikative Kompetenz

Nicht selten klagen Männer darüber, dass sie die Frauen nicht verstehen. Geht es Ihnen auch so? Häufig liegt es daran, dass Frauen etwas sagen, aber mit ihren Worten etwas ganz anderes ausdrücken wollen. Um die Mädchensprache in die Männersprache übersetzen zu können, ist es hilfreich, die angeborenen und angepassten Sprachmuster von Frauen zu verstehen.

Mädchensprache versus Jungensprache  - vererbte und angepasste Sprachmuster

Dass Männer und Frauen eine unterschiedliche Sprache sprechen, klingt im ersten Moment etwas klischeehaft. Doch ein Funken Wahrheit ist schon dran; Sprachwissenschaftler fanden nämlich heraus, dass Männern und Frauen unterschiedliche Sprachmuster zueigen sind.

  • Dass Frauen und Männer zwei differenten Sprachmustern folgen, liegt zum einen an den unterschiedlichen Gehirnaufbauten - insbesondere an den in Größe und Lage unterschiedlichen Sprachzentren und an den unterschiedlichen geschlechtsspezifischen Hormonen im Körper beider, die die kommunikativen Unterschiede zwischen Frauen und Männern noch weiter verstärken.
  • Frauen besitzen nicht nur ein größeres Sprachzentrum; es teilt sich zudem vorteilhaft auf beide Gehirnseiten auf. Bei Ihnen als Mann hingegen beschränkt sich Ihr Sprachzentrum lediglich auf Ihre linke Gehirnhälfte. _Daher ist es verständlich, dass einigen Männern die Multitaskingfähigkeit und die Mädchensprache einer Frau oftmals suspekt erscheinen mögen. Denn die Gehirnhälften arbeiten bei Frauen - laut neurologischen Erkenntnissen - besser zusammen; der Blutaustausch beider Gehirnregionen erfolgt bis zu 20 Mal schneller als beim männlichen Gehirn. Das bessere Hand-in-Hand-Arbeiten beider Gehirnregionen ermöglicht Frauen beispielsweise ein synchrones Telefonieren und Fernsehen. 
  • Viele Kommunikationsprobleme zwischen Frauen und Männern basieren darauf, dass das Gehirn von Frauen eher beidseitig und das Gehirn von Männern vorzugsweise einseitig agiert. Konkret heißt das, dass Männer sich vorzugsweise nur einer Sache widmen können; während Sie sich darauf konzentrieren den Weg zum Ausflugsziel zu finden, können Sie nicht gleichzeitig mit Ihrer Frau diskutieren. Frauen gehen jedoch oft davon aus, dass auch Sie zum Multitasking fähig sind.
  • Dass Ihr Gehirn eher einseitig agiert, birgt auch einen gewissen Vorteil. Bei Ihnen ist im Gegensatz zu Ihrer Frau das räumliche Vorstellungsvermögen besser ausgeprägt. Daher imponieren Sie sicherlich häufig Ihrer Frau, wenn Sie Ihr Auto - scheinbar mühelos - in eine winzige Parklücke manövrieren. Maßregeln Sie Ihre Frau jedoch nicht, wenn sie es selbst erst im dritten Anlauf schafft. 

Schatz, lass uns reden - die Worte der Frauen verstehen 

Während für die meisten Männer das Kommunizieren nur ein erforderliches Übel darstellt, reden Frauen in ihrer Mädchensprache mit Hingabe und Leidenschaft - und das möglichst häufig und ausgiebig.

  • Ein Teil des unterschiedlichen Sprachverhaltens ist sicherlich auch auf Gewöhnung zurückzuführen. Frauen werden schon in jungen Jahren  dazu angespornt, über ihre Empfindungen zu reden, sich aktiv mitzuteilen. Männer werden hingegen weniger oft ermuntert, über ihre Gefühle zu reden. Sicherlich haben auch Sie in Ihrer Kindheit häufiger den Spruch "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" gehört. Dieser teilte Ihnen unterschwellig mit, ein passiveres Sprachverhalten an den Tag zu legen.
  • Da Frauen von Kindesbeinen an ermuntert werden, über ihr Gefühlsleben zu sprechen, möchte Ihre Liebste mit Kommunikation lediglich Ihre Beziehung pflegen. Gemeinsame Gespräche geben Frauen ein Gefühl von Geborgenheit; während Ihnen womöglich alleine schon die Anwesenheit Ihrer Liebsten reicht, benötigt sie den Dialog, um sich geliebt zu fühlen. 
  • Um Mädchensprache zu verstehen, müssen Sie gut im Entschlüsseln von indirekter Sprache  und unterschwelliger Kritik sein. Frauen vermeiden es, zu direkte Fragen, Forderungen oder Kritiken zu äußern. Wenn Ihre Liebste zum Beispiel zu Ihnen sagt: "Schatz, meinst Du, wir sind heute einmal pünktlich im Klub?", bedeutet es, dass sie Sie für schuldig hält, dass Sie generell zu spät kommen - möchte Sie aber nicht direkt angreifen. Reagieren Sie mit verständnisvollen Worten wie "Ich werde mich bemühen, künftig pünktlicher zu sein." 
  • Die Konsequenz aus den unterschiedlich anerzogenen Sprachmustern ist, dass Frauen sich gerne mitteilen und Männer hingegen nur, wenn es quasi überlebenswichtig ist. Männer kommunizieren übertrieben gesagt nach dem Motto "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" und Frauen nach dem Leitspruch "viel hilft viel".
  • Frauen sind Meister im "Fishing for Compliments" - fragt sie Sie zum Beispiel "Habe ich zugenommen?", dann antworten Sie in keinem Fall mit "Ja"; sagen Sie hingegen Worte wie "Liebling, deine Figur ist klasse".

Damit die Gespräche mit Ihrer Liebsten künftig besser verlaufen, ist es sinnvoll, sowohl die genetisch bedingten als auch die anerzogenen Sprachmuster Ihrer Frau nachzuvollziehen, um die Mädchensprache mit diesem Wissen in Ihre Sprache zu transferieren.

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