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Lymphdrüsen - eine einfache Erklärung ihrer Funktion

Lymphdrüsen - eine einfache Erklärung ihrer Funktion1:20
Video von Jule Jansson 1:20

Den Begriff Lymphdrüsen haben Sie sicher schon einmal im Zusammenhang mit bösartigen Erkrankungen wie Lymphdrüsenkrebs gehört. Vielleicht hat Ihr Arzt im Rahmen einer Untersuchung festgestellt, das Ihre Lymphdrüsen leicht vergrößert sind. Was aber sind die Lymphdrüsen?

Lymphdrüsen, ein Organ im Lymphsystem

  • Lymphdrüsen ist der veraltete Begriff von Lymphknoten. Beide Begriffe bezeichnen einen Teil des lymphatischen Systems.
  • Die Lymphdrüsenstationen befinden sich am Hals (unter dem Kieferrand, in der Nähe des Kehlkopfs, im Nacken), in der Schlüsselbeingrube, in den Achselhöhlen, am Oberarm in der Bizepsfurche und in den Leistenbeugen.
  • Das Lymphsystem funktioniert wie eine Art Abflusssystem für die leicht gelbliche gefärbte, klare und wässrige Lymphflüssigkeit. Die Lymphflüssigkeit versorgt das Köpergewebe, dient der Immunabwehr und sorgt für den Abtransport von nicht verwertbaren Substanzen, wie Viren oder abgestorbenen Zellen.
  • Die Lymphflüssigkeit, welche ähnliche Bestandteile wie das Blutplasma enthält, wird in den im Lymphsystem zwischen geschalteten Lymphdrüsen gefiltert und entgiftet.
  • Die Lymphdrüsen gehören ebenso zu den Lymphorganen wie die Milz, den Gaumen und Rachenmandeln, dem Rückenmark und dem lymphatischen Gewebe des Darms.
  • Die Lymphdrüsen sind etwa so groß wie eine Bohne. Die Abmessung reicht in gesunden Zustand ein Ausmaß von 0,2 bis zwei Zentimetern.
  • Sie sind von einer bindegewebsartigen Kapsel umschlossen und besitzen ihr eigenes kleines Blutsystem.
  • Im Inneren der Lymphdrüsen werden die Lymphozyten, die als Zellen des Immunsystems bekannt sind, gebildet.

Wann sind Lymphdrüsen vergrößert?

  • Die Lymphdrüsen mit den Lymphozyten reagieren sofort mit einer schmerzhaften Entzündung, wenn Krankheitserreger in den Körper eindringen. Dabei schwellen sie unterschiedlich stark an, sind entzündet und schmerzen.
  • Als Filterorgan sind die Lymphdrüsen besonders beliebt bei mutierten und bösartigen Zellen. Diese setzen sich hier besonders gern fest. Im Fall einer möglichen Krebserkrankung im Körper tastet der Arzt stark vergrößerte und nicht verschiebbare Lymphdrüsen, die allerdings meist schmerzlos erscheinen.
  • Die bekanntesten Erkrankungen sind der Morbus Hodgkin mit einer Heilungschance nach der Lymphdrüsenentfernung von 50 bis 90 Prozent und das Non-Hodgkin-Lymphom, bei dem die Heilungschancen schlechter sind.
  • Derartige Krebserkrankungen werden in der Regel mit einer Strahlentherapie oder einer Chemotherapie behandelt. Im Falle einer Operation werden mit bösartigen Zellen befallene Lymphdrüsen mit entfernt.
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