- 08.02.2011 Anna-Maria Schuster
- eventuell Hydrometer
Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in der Wohnung oder im Haus kann auf Dauer nicht nur die Wände beschädigen, sondern auch zu Schimmelpilzbildung führen und ihre Gesundheit gefährden. Nicht immer liegt das allerdings an den Wohngewohnheiten des Mieters. Oft führen auch Baumängel oder das Alter des Hauses dazu, dass sich Feuchtigkeit in den Wänden ansammelt. Trotzdem ist es wichtig, so gut es geht, die Luftfeuchtigkeit der Räume zu regulieren.
Richtiges Lüften und Heizen im Haus
- Damit Sie ein angenehmes Raumklima schaffen, ist es wichtig die Räume gut zu lüften, und besonders im Winter, auch zu heizen. Vor allem in Räumen, in denen sich regelmäßig viel Luftfeuchtigkeit ansammelt, wie in der Küche und im Bad müssen Sie unbedingt lüften.
- In der Küche ist es angebracht auch während des Kochens zu lüften und die Abzugshaube anzumachen, damit die Luftfeuchtigkeit schneller entweichen kann. Das Badezimmer sollten Sie nach dem Duschen oder Baden so lange lüften, bis die Luftfeuchtigkeit den Pegel vor dem Duschen oder Baden erreicht hat.
- Das gesamte Haus sollte mindestens drei Mal am Tag, besser vier oder fünf Mal, komplett gelüftet werden, unabhängig von der Jahreszeit. Das bloße Kippen der Fenster ist nicht ausreichend, um die abgestandene, feuchte Luft aus dem Raum herauszudrängen. Um ein gutes Raumklima zu schaffen, sollten Sie Stoßlüften d. h., dass Sie zwei gegenüberliegende Fenster eines Raumes oder auch zweier Räume komplett öffnen, sodass die Luft durchziehen kann. Nach etwa fünf bis zehn Minuten sollte das Haus ausreichend gelüftet sein. Es gilt, je kälter die Außenluft, desto kürzer die Lüftzeit.
Luftfeuchtigkeit und Temperatur
- Im Winter müssen Sie besonders darauf achten, dass Sie die Zimmer auch richtig heizen. D. h., die Räume sollten durchgehend eine konstante Temperatur halten, sodass Sie nicht frieren und sich keine Feuchtigkeit im Raum aufgrund von Temperaturschwankungen bildet. Idealerweise liegt die Raumtemperatur im Winter bei mindestens 21 Grad. Im Schlafzimmer sollte die Temperatur allerdings deutlich niedriger sein, sodass sie zwischen 16 und 18 Grad liegt. Achten Sie darauf, dass Sie die Heizung im Winter nie völlig ausschalten, da der Raum sonst wieder zu stark abkühlt und sich so, beim erneuten Aufdrehen der Heizung, Tauwasser bildet.
- Räume, in denen Sie Wäsche trocknen oder sich viele Zimmerpflanzen befinden, müssen Sie öfter lüften. Auch wenn Ihr Haus oder Ihre Wohnung neue, luftdichte Fenster hat, müssen Sie öfter lüften.
- Um die Luftfeuchtigkeit im Haus zu überprüfen, können Sie sich ein Hydrometer zulegen. Das Messgerät zeigt Ihnen die Luftfeuchtigkeit des Raumes an. Im Idealfall sollte die Feuchtigkeit langfristig zwischen 50 und 55 Prozent liegen.