Loyaler Freund - so stehen Sie in schweren Zeiten bei

Gute Freunde sind viel wert. Gute Freunde sind viel wert.
Eine Freundschaft sollte nicht nur in guten Zeiten funktionieren, sondern auch schwere Zeiten überstehen können. In schweren Zeiten ein loyaler Freund zu sein, ist nicht immer einfach. In diesen Zeiten zeigt sich jedoch erst, wie viel eine Freundschaft wirklich wert ist.
Anna Schmidt
13.01.2012 Anna Schmidt

Dem Anderen in schweren Zeiten als loyaler Freund beizustehen, kann vor allem heißen, ein offenes Ohr für seine Sorgen und Nöte zu haben und sie nicht zu relativieren bzw. zu bewerten.

Zuhören als loyaler Freund

  • Was schwere Zeiten bedeuten, empfindet jeder anders. Während für den Einen der Verlust des Arbeitsplatzes zur persönlichen Katastrophe wird, nutzt vielleicht ein Anderer die neue Freiheit, um sich beruflich völlig neu zu orientieren.
  • Wenn Ihnen Ihr Freund oder Ihre Freundin also von Ereignissen in ihrem Leben berichtet, die sie oder er als schwere Zeiten erlebt, sollten Sie dies nicht sogleich in gut gemeinter Weise relativieren.
  • Sagen Sie also nicht in einer Art tröstendem Reflex: "Das wird schon wieder" oder "Anderen geht es noch viel schlimmer". Ihr Gegenüber wird sich nach einer solchen Äußerung in seinem Erleben nicht mehr ernst genommen fühlen oder er bekommt das Gefühl einer Distanz, weil Sie ihn in seinen Augen eben doch nicht verstehen.
  • Hören Sie also erst einmal nur zu. Kommentieren können Sie das Gehörte am besten anhand des Eindrucks, den Ihr Freund auf Sie macht. Sie könnten also zum Beispiel sagen: "Ich habe das Gefühl, das geht Dir sehr nahe" oder "Du wirkst auf mich, als würde Dich das total runterziehen."
  • Damit wird sich Ihr Freund in seinen Gefühlen erkannt wissen. Damit haben Sie erst die vertrauensvolle Basis geschaffen, eine eigene Meinung zum Geschehen abzugeben.

Beistand und Hilfe anbieten

  • Je nach Situation können Sie als loyaler Freund natürlich auch konkreten Beistand und Hilfe anbieten. Dabei sollten Sie jedoch auch darauf achten, sich selbst nicht zu überfordern.
  • Lebt Ihr Freund zum Beispiel gerade in einer Trennungssituation und es wird finanziell sehr eng, könnten Sie ihm anbieten, eine Zeit lang bei Ihnen zu wohnen.
  • Wenn eine solche Situation für Sie nicht vorstellbar ist, weil Sie sich damit überfordert fühlen würden, sagen Sie dies ganz offen. Erfinden Sie keine Ausreden oder schieben Sie keinen Dritten vor, sondern legen Sie Ihre eigenen Gefühle offen.

Wer in schweren Zeiten auf loyale Freunde zählen kann, ist in seiner Situation wenigstens nicht alleine. Beistand und Hilfe zu leisten, kann zudem mit einem großen Gefühl von Sinnerfüllung verbunden sein.     

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