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Lorbeerbaum schneiden

Ihre Lorbeerbaum braucht keinen Schnitt, um kräftig zu wachsen. Es macht aber Spaß, ihn durch Schneiden kunstvoll zu formen.

Der Lorbeerbaum eignet sich für Formschnitte.
Der Lorbeerbaum eignet sich für Formschnitte.

Rückschnitt des Lorbeerbaums vorbereiten

Der Lorbeerbaum (Laurus nobilis) ist nur wenig winterhart und steht nur in sehr geschützten Lagen im Garten. Er ist eine reine Kübelpflanze, in der selten Vögel nisten. Trotzdem sollten Sie vor dem Schneiden nachschauen, ob es ein Nest mit Jungen im Baum gibt. Verschieben Sie den Rückschnitt, bis alle Jungvögel ausgeflogen sind.

Sie brauchen lediglich eine Gartenschere, Handschuhe sind nicht nötig. Anders als Kirschlorbeer, der eigentlich Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus) heißt, ist der Lorbeerbaum nicht giftig. Seine Blätter werden sogar sehr gerne zum Würzen verwendet. Nehmen Sie keine Heckenschere, denn Sie führen einen Präzisionsschnitt durch und haben es mit einem einzelnen Busch oder Baum zu tun.

Bester Zeitpunkt für das Schneiden

Der Baum braucht zwei Schnitte im Jahr, um seine Form zu behalten. Der Erste erfolgt im März, der Zweite im Juli.

Der Märzschnitt ist der wichtigere Formschnitt. Geben Sie dem Baum bei diesem Schnitt die gewünschte Form. Üblich ist es, einen Strauch sich nach oben verjüngend zu schneiden (Pyramide) oder bei Bäumchen eine kugelförmige Krone zu formen. Ferner sind auch Säulen und Spiralen sehr beliebt.

Im Juli korrigieren Sie den Schnitt, falls erforderlich. Außerdem passen Sie den neuen Zuwachs der Grundform an. Es schadet nichts, wenn Sie diesen Schnitt etwas später ausführen oder auch einmal unterlassen.

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Übrigens ohne den Schnitt im März haben Sie von Mai bis Juni gelbe Blüten am Baum. Wenn Sie auch den Julischnitt auslassen, entstehen schwarze Beeren daraus. Diese sind aber nicht essbar.

So kappen Sie Lorbeerpflanzen schonend

Der Lorbeerbaum reagiert empfindlich auf verletzte Blätter. Diese verfärben sich braun und sterben ab. Außerdem dringen Keime in die Wunden ein. Gehen Sie daher mit Umsicht ans Werk:

  • Schneiden Sie einen Ast nach dem anderen zurück.
  • Entscheiden Sie, auf welche Länge sie diesen kürzen wollen.
  • Wählen Sie eine passende Stelle, die knapp über einem Blatt oder einer Knospe liegt.
  • Setzen Sie die Schere dort an und schneiden Sie den Ast durch.

Formschnitt einer Kugelkrone

Entfernen Sie zunächst alle Triebe, die unterhalb der Krone aus dem Stamm der Pflanzen wachsen. Ihre Bäumchen werden sonst schnell zu Sträuchern. Der weitere Schnitt ist etwas diffiziler. 

Betrachten Sie sich die Krone aus einiger Entfernung, um zu erkennen, welche Äste aus der Form heraus wachsen. Kappen Sie diese wie beschrieben. Kontrollieren Sie nach jedem Ast, ob Sie ihn ausreichend gekürzt haben. Wählen Sie anschließend den nächsten Ast aus.

Tipp: Wenn die Krone noch keine Form hat, schneiden Sie sich die gewünschte Figur aus Pappe aus und stecken diese mithilfe eines Stabes einen Meter neben den Baum. Vergleichen Sie aus zwei bis drei Meter Entfernung, die Krone mit dem Muster.

Die Blätter der abgeschnittenen Zweige können Sie übrigens in der Küche verwenden. Sie können einige gleich frisch in Ihre Speisen geben und den Rest für später trocknen.

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