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Longboard-Arten - Entscheidungshilfe für Ihr Kind

Wenn Ihr Kind sich ein Longboard wünscht, dann wissen Sie noch nicht, dass das für Sie zu einem Problem werden könnte. Denn: Welches soll es denn sein? Auf einem Wunschzettel sollte dieser Wunsch etwas genauer beschrieben werden - bzw. das, was dieses lange Brett dann genau können soll.

So macht das Longboarding Spaß!
So macht das Longboarding Spaß!

Longboard oder Skateboard - das sollten Eltern wissen

Ein Skateboard ist ein relativ kurzes Brett, das meistens an den Enden abgerundet ist und zum Skaten auf der Straße und auf Skaterbahnen genutzt wird. Dabei werden Kunststücke und Sprünge auf ebenen und schrägen Strecken vorgeführt.

  • Longboardfahrer haben hingegen ganz andere Ziele. Dabei geht es auch um Kunststücke, doch werden die grundsätzlich gefahren und nicht gesprungen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Longboard-Arten für Ihr Kind infrage kommen.
  • Das Longboard wird fast immer auf der Straße gefahren, da es sich dort lange cruisen lässt. 
  • Als Cruisen bezeichnet man das der Segelsprache entnommene "Aufkreuzen". Ein Segelboot erreicht sein Ziel niemals auf geradem Wege, denn es muss die Segel immer neu nach dem Wind ausrichten. Dabei wird die eigentlich gerade Strecke immer wieder gekreuzt. So ähnlich bewegt sich ein Longboarder vorwärts. 
  • Sie können die Fortbewegung des Longboards eher mit einem Waveboard als mit einem Skateboard vergleichen. Auf dem Waveboard setzt der Fahrer niemals einen Fuß ab, um Schwung zu holen. Stattdessen holt er den Schwung aus seinen Körperbewegungen, wodurch das Board in wellenartigen Bewegungen fährt. Ähnlich funktioniert das Longboard.
  • Es ist also eher eine ruhige, aber schnelle Sportart. 
  • Zudem kann das Cruisen relativ gefährlich sein, da es meistens auf freien Straßen praktiziert wird. Oftmals geht es dabei bergab, denn mit etwas mehr Geschwindigkeit macht das Cruisen mehr Spaß.
  • Sie erkennen das Board daran, dass es grundsätzlich länger ist als Skateboards und dass die Achsen breiter sind. Dadurch stehen bei Longboards die Rollen an den Seiten über. Bei Skateboards werden sie vom Brett komplett verdeckt.

Cruisen ist nicht alles - Entscheidungshilfe für die Longboard-Arten

Das Cruisen ist nicht das einzige Kunststück, das die Longboards können. Es gibt noch andere Modelle, die nicht unbedingt für das Cruisen angefertigt wurden. Doch auch mit diesen Boards ist es möglich zu cruisen.

Cruiser-Longboards (auch Cruiserboards):

  • Es gibt spezielle Boards zum Cruisen. Diese sind mit einem sogenannten Kick Tail ausgestattet. Dabei handelt es sich um ein Brettende, das leicht nach oben gebogen ist, um das Brett besser lenken und drehen zu können. So gelingen die kurvigen Fahrten.
  • Zudem sind reine Cruiserboards meistens etwas länger als andere Longboards und haben oft auch ein Flex Tail. Das ist ein flexibles Ende. Entweder ist das Board geteilt wie ein Schwalbenschwanz oder das Brett wird einfach schmaler. Oftmals sind die Boards mit Flex Tails unsymmetrisch.
  • Die Achsen der Cruiserboards sind weich eingestellt. Damit wird das echte Surferfeeling simuliert.
  • Für kleinere Kinder sind diese Longboard-Arten durch ihre Länge meistens noch etwas schwierig zu fahren.

Slalom-Longboards:

  • Slalombretter sind deutlich kürzer und eher vergleichbar mit einem Skateboard - dennoch bleiben sie Longboards. 
  • Mit einer Länge von ca. 60 - 80 cm haben die Fahrer aber mehr Wendigkeit auf dem Brett und die Achsen sind entsprechend wendig und flexibel.
  • Diese Boards sind auch für kleinere Kinder geeignet. Die sind meistens sogar schneller im Slalom als die Großen.

Dance-Longboards:

  • Ja, auch das Tanzen funktioniert, jedenfalls auf dem längsten aller Longboards. Dieses ist in der Regel 120 - 160 cm lang. 
  • Mit ihm können kleine Kunststücke ausgeführt werden, wie z. B. der Cross-Step (einem Vorwärts- und Rückwärtsschritt auf dem Board) oder dem Nose Manual (dem Fahren nur auf der Vorderachse).
  • Durch die Größe des Boards ist es relativ unbeweglich, doch die Achsen sind weich und flexibel und die Geschwindigkeit der Rollen sollten Sie niemals unterschätzen.

Downhill-Longboards:

  • Mit diesem relativ langen Board kann es die Hügel hinunter gefährlich werden. 
  • Hierfür können allerdings auch die normalen Cruiserboards verwendet werden. Doch mit den Downhills gelingen noch einige Kunststückchen beim Fahren.
  • Die Brettform ist symmetrisch, es gibt keinerlei Tails und die Gesamtkonstruktion ist auf Stabilität ausgelegt. So wird gleichzeitig optimale Bodenhaftung garantiert und für mehr Sicherheit gesorgt.

Die Entscheidung - Tipps zum Schluss

  • Wenn Sie wegen der Longboard-Arten noch Zweifel haben, ob Ihr Kind so etwas haben sollte, dann probieren Sie selber mal eines aus. 
  • Die guten Fachhändler haben dafür extra Boards für Probefahrten - auch für einen ganzen Tag lang.
  • Anschließend befragen Sie Ihr Kind noch einmal, was genau es mit dem Brett tun möchte. 
  • Die Kaufentscheidung sollten Sie erst treffen, wenn Ihr Kind im Geschäft alle Möglichkeiten ausprobiert hat.
  • Beobachten Sie genau, welches Brett Ihrem Kind liegt. Sie sehen es daran, wie Ihr Kind die Balance halten kann, und am Gesichtsausdruck. 
  • Sobald die Sache nämlich Spaß macht, haben Sie die glänzenden Kinderaugen und wissen, wie Ihre Entscheidung ausfallen sollte.
  • Und ganz zum Schluss: Kaufen Sie sich auch eines, denn es macht wirklich richtig viel Spaß und ist eine Sportart, die sicher auch Sie gut aussehen lässt.

Gutes Gelingen und viel Vergnügen!

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