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Lohnnebenkosten berechnen - so klappt's

von Gastautor

Für Selbstständige und Unternehmer ist die Frage nach der Lohn- bzw. Gehaltsfestsetzung und den damit verbundenen Lohnnebenkosten unumgänglich für die betriebseigene Kalkulation. Man sollte sich daher ein klares Bild davon verschaffen, wie man die Lohnnebenkosten berechnen muss und welche Kriterien dabei zu berücksichtigen sind. So gehören auch ausbezahlte Versorgungsbezüge an den Arbeitnehmer oder andere Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld und Sachbezüge dazu.

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Die Lohnnebenkosten können Sie ganz einfach selbst berechnen.
Die Lohnnebenkosten können Sie ganz einfach selbst berechnen.

Lohnnebenkosten kalkulieren – welche Kriterien sind zu berücksichtigen?

  • Jeder Arbeitgeber sollte Lohnnebenkosten berechnen können, selbst wenn die Löhne und Gehälter von einem Steuerberater erfasst und bearbeitet werden. Können Sie die Lohnnebenkosten auch berechnen, haben Sie einen besseren Überblick über die Lohn- und Gehaltsabrechnungen Ihrer Mitarbeiter.
  • Jeder Arbeitnehmer ist dazu verpflichtet, Sozialversicherungsabgaben (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) abzuführen. Diese Beiträge werden direkt vom Bruttogehalt abgezogen und richten sich nach dessen Höhe. Sie werden unter dem Begriff "Lohnnebenkosten" zusammengefasst.
  • Der Arbeitgeber zahlt einen Pflichtanteil zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.
  • Aber auch andere Zahlungen wie z.B. Urlaubsgeld, ein 13. Monatsgehalt oder der Zuschuss zu vermögenswirksamen Leistungen können aus der Sicht des Arbeitgebers als Lohnnebenkosten betrachtet werden und werden dann auch als solche behandelt.
  • Die Berechnungsgrundlage ist grundsätzlich der Bruttoarbeitslohn, der empfohlene Berechnungszeitraum sollte der Kalendermonat sein. In die Berechnung müssen eventuell auch gesonderte Kriterien einbezogen werden. Beispiele: Werden Beiträge zur gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung abgeführt, liegen Versorgungsbezüge vor oder wurden Sachbezüge und andere Sonderzahlungen geleistet?

Beispiel für das Berechnen der Höhe der Kosten

Die vom Januar 2011 an gültigen Beitragssätze für die Sozialversicherungsabgaben sind wie folgt:

  • Für die Krankenversicherung gilt der allgemeine und einheitliche Beitragssatz in Höhe von 15,5 % (ermäßigt 14,9 %). Er setzt sich aus dem regulären Krankenversicherungsbeitrag (14,9 %) und dem Zusatzbeitrag (0,9 %) zusammen. Der Beitragssatz bei der Pflegeversicherung beträgt 1,95 %, bei der Rentenversicherung 19,9 % und bei der Arbeitslosenversicherung 3 %.
  • Folgendes Beispiel veranschaulicht in Kürze das Berechnen der Lohnnebenkosten: Ausgehend von einem monatlichen Bruttogehalt in Höhe von 2.600,00 Euro eines ledigen Arbeitnehmers mit Steuerklasse I, der gesetzlich krankenversichert ist, fallen insgesamt 1049,10 Euro Lohnnebenkosten an.
  • Darin enthalten sind sowohl die Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberanteile. Erhält ein Arbeitnehmer einmal gesonderte Zuwendungen, wie beispielsweise Sachbezüge, so muss der Wert dieser Bezüge zum Bruttoarbeitslohn addiert werden.

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