Der deutsche Naturschutzbund hat festgestellt, dass von den 108 Ameisenarten, die in Deutschland vorkommen, fast drei viertel zu den bedrohten Arten gehören. Wenn sich in Ihrem Rasen jedoch eine Ameisenplage breitgemacht hat, müssen Sie dennoch nicht tatenlos zusehen, wie Ihr Rasen zerstört wird. Manche Ameisenarten bauen die bekannten Hügelnester, andere leben unterirdisch und in seltenen Fällen zerstören sie durch das Aushöhlen der Grasnaben den Rasen.

So retten Sie Ihren Rasen

  • Mit der chemischen Keule gegen die Ameisenplage vorzugehen, sollten Sie vermeiden. Diese Vorgehensweise tötet die Ameisen und ist schädlich für das ökologische Gleichgewicht in Ihrem Garten.
  • Bei einer Ameisenplage im Rasen können Sie versuchen, einzelne Kolonien gezielt umzusiedeln. Füllen Sie hierzu große Blumentöpfe mit feuchtem Stroh oder feuchter Holzwolle und stülpen Sie sie über die Bodennester im Rasen. Wenn dann nach einigen Tagen die gesamte Kolonie mit Königin und Brut umgezogen ist, können Sie das Nest an eine geeignetere Stelle tragen.
  • Bestimmte Gerüche werden von Ameisen als unangenehm empfunden. Stellen Sie zum Beispiel einen Sud aus Wermut her, indem Sie in 10 Liter Wasser 300 g frisches Wertmutkraut geben und die Jauche ungefähr 2 Wochen gären lassen. Dann begießen Sie die Nester damit. Mit ein wenig Glück wird es dem Ameisenvolk unangenehm in ihrem Nest und es zieht um.
  • Sie können die Ameisenhügel auch regelmäßig zerstören, um die Ameisen zum Abwandern zu bringen. Dieses bedeutet allerdings einen riesigen Stress für die Kolonie und möglicherweise sterben die Ameisen daran.