Sie möchten ein Lippenpiercing? Dabei sollten Sie einige Risiken beachten und ein hygienisch einwandfreies Piercingstudio aufsuchen. Lesen Sie, worauf es ankommt.
- 11.05.2011 Iris Gödecker
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
Bedenken Sie die Risiken beim Lippenpiercing
- Das Wort Piercing heiß übersetzt "durchstechen" oder auch "durchbohren". Das hört sich erst einmal nicht gesund an.
- Ein Lippenpiercing wird durch die Haut in das darunterliegende Fettgewebe gestochen.
- Bevor Sie sich für ein Lippenpiercing entscheiden, sollten Sie die Risiken abwägen. Wichtig ist, dass Sie sich mehrere Piercing-Studios ansehen. Sie sollten darauf achten, dass ein Studio hygienisch einwandfrei ist. Lassen Sie sich am besten alles zeigen.
- Wenn der Inhaber eines Studios Ihnen nichts zeigen möchte, nehmen Sie lieber Abstand.
- Das A und O ist, dass Sie nach dem Stechen des Lippenpiercings keine Infektionskrankheiten bekommen. Darunter zählt auch das HI-Virus. Das kann passieren, wenn das Piercing beispielsweise schon einmal benutzt worden ist und nicht genügend desinfiziert wurde.
- Bei einem Lippenpiercing können Schmerzen auftreten. Die Region um die Lippen herum ist recht empfindlich.
- Der Heilungsprozess eines Lippenpiercings kann unterschiedlich lange dauern. Hier entstehen die ersten Risiken.
- Die Einstichstelle bleibt offen, sodass nach der Blutgerinnung eine Schwellung, Rötung und auch Entzündung auftreten kann. Falls es zu einer Infektion kommen sollte, kann sich auch Eiter in der Region bilden.
- Lassen Sie sich ausgiebig darüber beraten, wie Sie den Heilungsprozess fördern können und wie Sie das Lippenpiercing pflegen.
- Eines der Risiken gilt auch dem jeweiligen Lebenswandel. Sie sollten während des Heilungsprozesses nicht rauchen oder Alkohol trinken. Die durchbluteten Schleimhäute reagieren darauf empfindlich und der Heilungsprozess kann dadurch länger dauern.
- Weitere Risiken verbergen sich in der Bewegung. Sie sollten in der Zeit der Heilung keinen Sport machen und gerade beim Lippenpiercing den Kopf so wenig wie möglich nach unten halten. Es kann sonst passieren, dass sich das Blut staut und so eine Schwellung auftritt.
- Die Lippen brauchen etwa vier bis sechs Wochen, bis sie verheilt sind. Wechseln Sie dann auch erst ein anderes Piercing. Nehmen Sie es zu früh heraus, besteht die Möglichkeit, dass Sie ein anderes Piercing nicht mehr hineinbekommen, da die Öffnung beispielsweise durch ein Blutgerinnsel schneller zuwächst.
- Nehmen Sie am besten eine Freundin oder einen Freund mit, der schon ein bisschen Erfahrung hat, und überlegen Sie sich gut, ob Sie wirklich ein Lippenpiercing haben möchten.