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Lippe-Radweg - Hinweise für die Römer-Lippe-Route

Der Lippe-Radweg beginnt in Bad Lippspringe an der Quelle und endet am Rhein in Wesel. Der Weg ist als Römer-Lippe-Route ausgewiesen, denn Sie können auf den Spuren der Römer radeln.

Radeln Sie auf den Spuren der Römer an der Lippe.
Radeln Sie auf den Spuren der Römer an der Lippe. © Thomas_Tobaben / Pixelio

Die Römer an der Lippe

  • Die Römer begannen ab 17 v. Chr. in die Gebiete um den Fluss Lippe einzudringen. Es wurden Lager, Kastelle und befestigte Siedlungen gegründet. Viele Orte, durch die der Radweg führt, spielen bei der Schlacht am Teutoburger Wald (9 n. Chr.) eine Rolle.
  • In Holsterhausen gab es ein Marschlager der Römer, Reste eines umfangreichen Haupt- und Verwaltungslagers finden Sie in Haltern und in Olfen wurde erst 2011 ein römisches Versorgungslager aus der Zeit von 11-7 v. Chr. entdeckt. In Oberaden gab es das größte und bedeutendste Legionslager und in Anreppen war vermutlich das Lager, von dem die Römer in die Schlacht starteten, in der sie vernichtend geschlagen wurden.

Tour auf dem Radweg planen

Der gesamte Radweg ist 270 km lang. Wenn Sie in Bad Lippspringe starten, geht es fast ausschließlich leicht bergab. Aber da der Weg nicht ausschließlich am Fluss entlanggeht, kommen auch Steigungen vor. Sie sollten für die Tour 5 bis 6 Etappen einplanen.

  1. Die erste Etappe endet nach ca. 60 km in Lippstadt. Unterwegs können Sie das sehenswerte Paderborn besichtigen. Wenn Sie Spuren der Römer suchen, machen Sie in Dellbrück Pause. Dort finden Sie Reste des Lagers Anreppen. Die dort gefunden Exponate sind in archäologischen Museen in Paderborn und Haltern.
  2. Die zweite Etappe bringt Sie in das Gebiet um Hamm. Da es entlang dieser Route keine nachweisbaren Spuren der Römer gibt, genießen Sie die Schönheit der Landschaft. Es gibt zwei Wasserschlösser zu sehen. Wenn Sie technisch interessiert sind, melden Sie sich zur Besichtigung der Schleuse und des Pumpwerks in Werries an. Hier wird der Lippe Wasser für das Kanalsystem entnommen. Bis Lippborg überwiegen Steigungen.
  3. Die dritte Etappe bietet wieder viel Geschichte aus der Römerzeit. Sie kommen nach Bergkamen mit dem Stadtteil Oberaden. Im benachbarten Lünen sind die Reste des Versorgungslagers Beckinghausen. Lassen Sie in dem Ort die Etappe enden. Diese Etappe hat eine Steigung von ca. 300 m und ein Gefälle von ca. 350 m.
  4. Fahren Sie den Radweg weiter nach Haltern. Nehmen Sie sich die Zeit, um das Römermuseum zu besichtigen. Auch diese Etappe ist recht hügelig. Sie ist der schwierigste Teil der Strecke. Ungeübte sollten diese Etappe in Olfen enden lassen.
  5. Nun geht es weiter nach Wesel. Da es häufige Überschwemmungen durch die Flüsse Lippe und Rhein gab und sich auch die Lage der Flussbetten mehrfach geändert hat, gibt es kaum Spuren aus römischer Zeit.
  6. Da aber das nur 16 km entfernte Xanten eine bedeutende römische Siedlung war, können Sie davon ausgehen, dass es auch in Wesel Römer gab. Wenn Sie noch Lust haben, radeln Sie einfach weiter nach Xanten, dort gibt es ein großes Römermuseum. Es bietet sich an, diese Strecke anzuschließen. Wenn Sie die 4. Etappe in Olfen beenden, sollten Sie die 5. bis Hünxe fahren und am 6. Tag über Wesel nach Xanten.

Sie können sich eine Route mit Übernachtungen im Reisebüro zusammenstellen lassen. Es gibt auch die Möglichkeit, einzelne Etappen mit dem Kanu zurückzulegen statt mit dem Rad.

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