Alle Kategorien
Suche

Leseschein für Holz beantragen

Es hat vor allem Kostengründe, dass Holz als Heizmaterial wieder in Mode kommt. Der Preis fossiler Brennstoffen wie Öl und Gas ist so stark angestiegen, dass es sich lohnt, zu nachwachsenden Brennstoffen wie Holz zurückzukehren. Man darf das Holz aus dem heimischen Wald jedoch nicht einfach nach Hause tragen, wenn einem Grund und Boden nicht gehören. Eine Erlaubnis des Revierförsters wird benötigt, der sogenannte Holz-Leseschein.

Nur mit einem Leseschein darf man Holz aus dem Wald mitnehmen.
Nur mit einem Leseschein darf man Holz aus dem Wald mitnehmen.

Was Sie benötigen:

  • Nachgewiesene Kenntnisse im Umgang mit Kettensägen (Zertifikat)
  • Sicherheitsausrüstung
  • Gebühr

 Bezugsstellen für Holz-Lesescheine

  • Da Ihnen der Wald, in dem Sie sammeln möchten, nicht gehört, müssen Sie sich beim Waldbesitzer eine Sammel-Erlaubnis holen. Handelt es sich um einen staatlichen Wald, ist dafür das Forstamt oder der Revierförster zuständig.
  • Wer auf einen Leseschein verzichtet und einfach in den Wald geht um Holz zu holen, begeht im juristischen Sinne einen Diebstahl. Wer darüber hinaus Bäume fällt, das betrifft zum Beispiel auch die Weihnachtstanne, macht sich zudem auch noch der Sachbeschädigung schuldig.

Nutzen eines Holz-Lesescheins

  • Der Leseschein berechtigt dazu, in einem bestimmten Gebiet und einem festgesetzten Zeitraum das beim Einschlag liegengebliebene Holz aufzusammeln.
  • Abgerechnet wird pro Raummeter, wenn Sie sich selbst die Mühe machen und im Wald sammeln oder pro Festmeter, wenn Sie das Holz bevorzugen, dass Forstmitarbeiter bereits an den Wegesrand gerückt haben. Die erste Variante ist natürlich günstiger. 
  • Der Leseschein berechtigt nicht zum Fällen von Bäumen, es dürfen nur liegende Baumstämme zerteilt werden.

Voraussetzungen für den Erwerb eines Holz-Lesescheins

  • Um einen Leseschein zu erhalten, benötigen Sie in der Regel einen Nachweis über Kenntnisse im Umgang mit Motorsägen. Diese Praxis dient vor allem der eigenen Sicherheit und ist in den meisten Forstrevieren vorgeschrieben. Das Zertifikat eines Motorsägenkurses eignet sich genauso wie der Nachweis, dass Sie in einem Beruf arbeiten, der die Benutzung einer Kettensäge mit sich bringt. Im Zweifelsfall wird ein Leseschein oft auch erteilt, wenn Sie dem zuständigen Förster persönlich als kundiger Kettensägenführer bekannt sind.
  • Wer einen Motorsägenkurs besuchen möchte, erhält im Forstamt alle notwendigen Informationen über den Zeitpunkt, die Dauer und Kosten des nächsten Kurses. Solche Kurse werden darüber hinaus auch von externen Anbietern durchgeführt.
  • Neben dem Kettensägenkurs, für den natürlich eine Kursgebühr erhoben wird, müssen Sie zusätzlich in eine Schutzausrüstung investieren. Dazu gehören ein Helm mit Visier, Schnittschutzschuhe, eine Sicherheitshose, Handschuhe und ein Gehörschutz.
  • Zu guter Letzt wird auch für die Erteilung des Lesescheins eine Gebühr erhoben, die Sie beim Erwerb bezahlen müssen.
Teilen: