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Lesen einer Isobarenkarte - so geht's

Aus einer Isobarenkarte können Sie nicht unbedingt das Wetter ablesen, aber den Wind. Dazu müssen Sie natürlich etwas über diese Karte wissen und diese richtig interpretieren.

So interpretieren Sie eine Isobarenkarte.
So interpretieren Sie eine Isobarenkarte.

So entstehen Isobarenkarten

Es ist immer gut, wen man sich eine Isobarenkarte einmal selber erstellt, denn dann ist sie leichter zu lesen. Wenn Sie so eine Karte selber erstellen wollen, müssen Sie so vorgehen.

  1. Sie benötigen eine einfache Landkarte, in die noch keine Wetterdaten eingetragen wurden.
  2. Jetzt brauchen Sie den Luftdruck an möglichst vielen Orten, die innerhalb der Karte liegen. In der Praxis werden dazu die Daten von vielen Wetterstationen eingetragen.
  3. Markieren Sie nun die Lage der Orte, an denen gemessen wurde. Dabei schreiben Sie gleich den dort gemessenen Luftdruck dazu.
  4. Suchen Sie den Ort mit dem höchsten Luftdruck und bezeichnen ihn mit H für Hoch und den mit dem tiefsten Luftdruck und benennen ihn mit T.
  5. Jetzt legen Sie fest, welchen Druckabfall Sie mit den Isobaren darstellen wollen, zum Beispiel 5 Hektopascal (hPa).
  6. Suchen Sie nun alle Orte, die einen Luftdruck haben, der 5 hPa unter dem des Hochdrucks liegt. Zum Beispiel beträgt der höchste Wert 1010 hPa, also tragen Sie nun eine Linie ein, die alle Orte mit 1005 hPa verbindet.
  7. Wenn es keine Orte gibt oder zu wenige, die diesen Luftdruck haben, dann schätzen Sie ab, wo dieser Luftdruck herrschen muss. Ziehen Sie also eine Linie, die zwischen den Messpunkten liegt, die weniger als 1010 hPa haben, aber mehr als 1000 hPa.

So verfahren Sie, bis Sie beim niedrigsten Wert, der gemessen wurde, angelangt sind.

So lesen Sie die Karte

  1. Wenn Sie eine Isobarenkarte lesen wollen, machen Sie sich klar, dass die Linien Gebiete anzeigen, in denen der gleiche Luftdruck herrscht.
  2. Liegen die Linien nahe beieinander, dann gibt es dort große Druckunterschiede und große Druckunterschiede bedeuten starken Wind.
  3. Der Wind geht dabei vom Hoch zum Tiefdruckgebiet, so können Sie die Windrichtung erkennen, aber dabei müssen Sie etwas beachten.
  4. Bedingt durch die Erdrotation (Corioliseffekt) wird der Wind auf der Nordhalbkugel nach rechts abgelenkt. Aus diesem Grund rotieren Tiefdruckgebiete entgegen dem Uhrzeigersinn, und Hochdruckgebiete rotieren demnach auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn.
  5. Wenn Sie auf der Isobarenkarte lesen, dass ein Tiefdruckgebiet im Norden des Hochdruckgebiets liegt, so bewegt sich der Wind also von Süd nach Nord und wird nach rechts Richtung Osten abgelenkt. Sie müssen also mit Westwind rechnen und die Hoch- bzw. Tiefdruckgebiete werden sich nach Osten bewegen.

Das Ganze stimmt natürlich nur bedingt, weil hohe Berge und der Jetstream die Werte noch zusätzlich verändern, aber mit den hier dargestellten Informationen haben Sie bereits das Wesentliche, was Sie aus der Isobarenkarte lesen können.

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