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Leinenführigkeit trainieren - so geht's

Ein Hund ist ein guter Freund in allen Lebenslagen und nichts ist schöner, wenn Sie ihn überall mitnehmen können. Auch lange Spaziergänge machen Spaß und sind außerdem noch gesund. Das gilt aber nur, wenn Ihr Hund gut erzogen ist und Sie nicht wie eine Fahne an der Leine hinter sich herzieht. Leinenführigkeit sollten Sie deswegen ausgiebig trainieren.

Lob gehört dazu.
Lob gehört dazu.

Was Sie benötigen:

  • Leckerchen
  • Belohnungsspielzeug
  • kurze Führleine

Die Leinenführigkeit gehört zu den wichtigsten Übungen, die Sie mit Ihrem Hund trainieren sollten.

Leinenführigkeit für Anfänger

  • Anfänger tun sich etwas schwer mit der Leinenführigkeit. Das gilt nicht nur für Ihren Hund, sondern auch für Sie. Sie lernen beide gemeinsam und werden Fehler machen. Beginnen Sie deswegen die Übungen immer in dem Wissen, dass Sie nicht nach einer halben Stunde das perfekte Paar sind. Seien Sie entspannt und bleiben Sie es.
  • Suchen Sie sich einen ruhigen Platz, um Leinenführigkeit zu trainieren. Eine voll besetzte Hundewiese ist kaum geeignet dafür. Die Ablenkung ist einfach zu groß. Am besten eignet sich ein wenig benutzter Weg von ausreichender Länge, damit Sie nicht immer nach wenigen Schritten abbrechen müssen.
  • Ihr Hund, besonders wenn er noch sehr jung und verspielt ist, sollte vorher eine kurze Zeit zum Toben, Schnüffeln und Laufen gehabt haben. Er ist dann nicht mehr so aufgedreht und kann sich besser konzentrieren. Zu müde darf er allerdings auch nicht sein.
  • Wenn Sie Leinenführigkeit trainieren, sollten Sie die normale Laufleine mit einer kurzen Führleine tauschen. Haben Sie eine verstellbare Leine, kürzen Sie sie so ein, dass Sie mit der linken Hand den Hund auf Ihrer linken Seite dicht bei sich halten können, ohne dass das Ende zu weit nach unten hängt.
  • Fixieren Sie den Hund auf sich. Sie kennen ihn am besten und wissen, womit er sich gut trainieren lässt. Bei einigen ist das schon eine fröhliche Ansprache, bei anderen die Hand am Leckerchenbeutel oder sein Lieblingsspielzeug.
  • Hat er sich auf Sie konzentriert, gehen Sie mit dem linken Bein zuerst los und ziehen ihn sanft mit. Leinenführigkeit trainieren Sie nicht, in dem Sie heftig an der Leine zerren oder Ihren Hund mit hartem Ruck wieder an sich heranholen. 
  • Benutzen Sie einen immer gleichlautenden Befehl, der ihm signalisieren wird, sich an Ihrer Seite zu halten, wenn Sie losgehen. Am besten ist ein einziges, kurzes Wort. Gewöhnlich handelt es sich dabei um "Fuß". Sie können aber genauso gut "Topf" sagen. Ihrem Hund ist die eigentliche Wortbedeutung egal, für ihn steht sie für Leinenführigkeit. Was vorbeikommende Spaziergänger zu einem ausgefallenen Wort sagen, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
  • Gehen Sie eine kurze Strecke und halten den Hund auf sich fixiert. Leinenführigkeit trainieren beginnt mit kleinen Abschnitten. Erst viel später wird Ihr Hund dieses Verhalten so verinnerlicht haben, dass er auch längere Wege angepasst an Ihrer Seite läuft.
  • Loben Sie ihn für jeden Meter und beenden Sie die Strecke dann, wenn Sie erfolgreich ein Stück geschafft haben. Dann loben Sie wieder und zwar sehr überschwänglich. Belohnen Sie ihn. Er muss sich nicht erst am Ende der Übung hinsetzen, bevor er belohnt wird. Sonst trainieren Sie nicht die Leinenführigkeit, sondern das Sitzen.
  • Halten Sie die Lektionen kurz, aber dafür regelmäßig. Sie sollten auch auf Ihren normalen Spaziergängen ein Stück üben. Übertreiben Sie aber nicht.

Kurven und Wenden trainieren

  • Niemand geht immer nur geradeaus. Wenn Ihr Hund auf gerader Strecke schon etwas sicherer geworden ist, können Sie auch Richtungswechsel oder Stopps mit Absitzen trainieren.
  • Eine Linkskurve ist noch am einfachsten bei der Leinenführigkeit einzuüben. Ihr Hund hält sich ohnehin an Ihrer linken Seite. Wenn Sie nach links abschwenken, wird Ihr Bein ihn in die richtige Richtung drücken. Anfangs wird er mit Ihrem Bein zusammenstoßen, aber das ist nicht schlimm. Es tut ihm nicht weh und er wird die Kurve mit Ihnen gemeinsam gehen.
  • Wenn Sie eine Rechtskurve trainieren, wird Ihr Hund am Anfang erst einmal einen oder zwei Schritte weiter geradeaus gehen. Ziehen Sie ihn sanft, aber unnachgiebig um die Kurve wieder an Ihr Bein heran und gehen einfach weiter. Er lernt, auf Sie und Ihre Marschrichtung zu achten. Es dauert nur etwas. Trainieren Sie immer mit viel Lob und Belohnung, dann geht es schneller.
  • Schwieriger für Sie wird es, wenn Sie eine komplette Wende trainieren. Dabei machen Sie auf der Stelle kehrt und gehen in die Richtung zurück, aus der Sie gekommen sind. Drehen Sie sich im Uhrzeigersinn, können Sie einfach die Leine in der Hand behalten und der Hund folgt Ihnen eng wieder an Ihre linke Seite.
  • Trainieren Sie die Leinenführigkeit mit einer Wende gegen den Uhrzeigersinn, müssen Sie die Leine zuerst vor dem Körper in die rechte Hand wechseln, dann die Drehung ausführen und dabei die Leine hinter Ihrem Körper wieder in die linke Hand nehmen. Trainieren Sie diese Übung bei der Leinenführigkeit erst sehr langsam. Auch Ihr Hund wird sich an diese enge Drehung um Sie herum gewöhnen müssen.

Leinenführigkeit trainieren soll immer Spaß machen. So haben Sie später beim Stadtbummel einen entspannten Begleiter in Ihrem Hund.

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