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Leimholzplatte – Qualität und richtige Verarbeitung sind wichtig

Eine Leimholzplatte riecht nicht nur nach Holz. Dieses Plattenmaterial besteht auch aus massivem Holz. Es werden Holzleisten aneinander geleimt und so entstehen breite Flächen für einen optimalen Zuschnitt. Der Vorteil besteht darin, dass sich die Leimholzplatte gegenüber einem Massivholzbrett geringer verwindet und weniger rissgefährdet ist. Jedoch bleibt sie ein Naturmaterial, das Umwelteinflüssen unterliegt, arbeitet und lebendig ist.

Leimholzplatte mit rustikaler Musterung
Leimholzplatte mit rustikaler Musterung

Die Leimholzplatte auf Qualität prüfen

Vor dem Kauf einer Leimholzplatte ist es gut, sich mit den unterschiedlichen Methoden bei der Herstellung vertraut zu machen.

  • Der Unterschied bei einer Leimholzplatte besteht in der Lamellenverarbeitung. Bei durchgehenden Lamellen auf der ganzen Plattenlänge ergibt sich ein ruhigeres Holzbild. Diese Art der Verarbeitung kann teurer sein und die Platten sind selten länger als 300 cm. Wenn Sie ein Schränkchen bauen möchten, bei dem das Holz naturbelassen wirken soll, ist diese Leimholzplatte optimal.
  • Die zweite Variante ist die Leimholzplatte mit keilgezinkten Lamellen. Das bedeutet, dass die einzelnen Stäbe ebenso in der Länge keilgezinkt angesetzt werden. Dieses Bild der Holzmaserung ist unruhiger. Wenn Sie ohnehin später das Schränkchen mit Farbe streichen möchten, würde diese „Rechteckoptik“ verdeckt werden, es sei denn, Sie möchten bewusst diese Optik einsetzen.
  • Der Baumarkt bietet gegenüber dem Holzhandel kleine, handliche Leimholzplatten an. Überwiegend sind Fichte, Kiefer und Buche in verschiedenen Breiten und Längen im Angebot.
  • Die Bearbeitung einer Leimholzplatte ist mit einem einfachen Holzbrett vergleichbar. Sie müssen beim Schleifen die Faserrichtung beachten. Beim Bearbeiten hat das Kiefernholz kürzere Fasern als die Fichte.
  • Eine Leimholzplatte kann je nach Qualitätseinstufung ebenso Aststellen aufweisen.
  • Beim Auswählen im Baumarkt sollten Sie bei jedem Brett die Längsflucht prüfen und Bretter mit Verwerfungen nicht kaufen. Ebenso ist die saubere Verleimung der einzelnen Lamellen wichtig. Offene Fugenbereiche nehmen Sie ebenso nicht.
  • Eine Leimholzplatte, die nicht in Folie verschweißt ist, kann besser auf Holzqualität geprüft werden.
  • Wenn Sie sich vor dem Kauf der Leimholzplatte über die jeweiligen Abmessungen informieren, können Sie sich vorab entsprechend Ihrem Vorhaben eine Zuschnittliste erstellen und den Materialverbrauch optimieren.

Eine Leimholzplatte wie ein Holzbrett verarbeiten

Wenn Sie Ihre jeweiligen Teile für den geplanten Möbelbau aufzeichnen, können Sie eine Leimholzplatte wie ein Holzbrett behandeln. 

  • Sägen, Dübeln, Leimen und Schleifen führen Sie unkompliziert aus. Dabei beachten Sie lediglich den Faserverlauf.
  • Wenn Sie die Leimholzplatte mit Ölen, Wachsen oder Matt- bzw. Glanzlack bearbeiten, intensiviert sich die Färbung des Holzes und die Maserung tritt dekorativ hervor.
  • Eine Leimholzplatte muss wie ein Holzbrett stets beidseitig oberflächenbehandelt werden, damit keine Spannungen auftreten. Innen reicht vielfach eine Lackierung, wenn Sie außen Farbe aufgetragen haben.
  • Für Schranktüren soll sich die Leimholzplatte laut Hersteller nicht eignen. Diese wäre dann nicht an allen Seiten befestigt und kann sich verziehen. Das Problem lösen Sie mit einem Holzrahmen aus Leistenmaterial hinter der Platte.
  • Für Küche und Bad werden an die Oberfläche der Leimholzplatte durch Feuchtigkeit und Wasserdampf besondere Ansprüche gestellt. Da kann nur eine sehr gute Lackversiegelung helfen. Lassen Sie sich im Fachmarkt bei der Auswahl beraten.
  • Für den Außenbereich eignen sich nur wasserfest verleimte Leimholzplatten, die Sie über spezielle Händler erwerben können. 
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