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Legehennen kaufen

Immer mehr Menschen möchten Legehennen kaufen und im Garten halten, um eigene Bio-Eier zu produzieren. Gehören Sie auch dazu? Dann sollten Sie einige Dinge im Vorfeld beachten.

Legehennen sind angenehme Zeitgenossinnen.
Legehennen sind angenehme Zeitgenossinnen.

Vorteile eigener Legehennen

  • Sie haben jederzeit frische Eier im Haus. Da Sie die absolute Kontrolle darüber haben, was die Hühner zu fressen bekommen, wissen Sie auch genau, dass sich in den Eiern keine Schadstoffe befinden. Lebensmittelskandale wie Dioxin in Eiern oder gefälschte Bio-Eier brauchen Sie nicht mehr zu fürchten.
  • Hühner sind lustige Zeitgenossen. Je nach Rasse können sie sehr zahm werden und manche Menschen nehmen sie sogar mit ins Haus (Achtung: Hühner werden nicht stubenrein.).
  • Legehennen sind dankbare Abnehmer von vielerlei Lebensmitteln. Sie haben ein paar gekochte Kartoffeln, Brot oder Apfelschalen vom Essen übrig? Die Hühner werden sich darum reißen.
  • Kinder wachsen mit Tieren auf; sie können die Legehennen streicheln und füttern. Das Suchen der Eier ist ebenfalls meist eine beliebte Aufgabe.
  • Den Mist, den die Legehennen produzieren, können Sie im Garten untergraben. Er ist guter Dünger.
  • Wenn Sie es möchten und die entsprechende Erfahrung und das Können haben, können Sie die Hühner zu gegebener Zeit schlachten. Alternativ können Sie dazu auch einen Experten beauftragen. Sie haben dann die Gewissheit, dass Sie echtes Bio-Fleisch von Hühnern essen, die ein glückliches Leben hatten.

Dies sollten Sie beim Hühnerkauf beachten

Legehennen zu kaufen, ist ganz einfach. Sie kosten pro Tier zwischen fünf und zehn Euro. Wenn Sie eine speziellere oder seltene Rasse erwerben möchten, kann es auch teurer werden. Kaufen können Sie die Tiere auf speziellen Märkten (Pferdemarkt, Tiermarkt, manchmal auch auf Wochenmärkten), über Kleinanzeigenportale im Internet oder in der Zeitung oder Sie fragen direkt bei Züchtern an. Es ist jedoch nicht ratsam, spontan ein paar Legehennen zu kaufen. Zuvor sollten Sie einige Dinge bedenken.

  • Hühner leben in freier Wildbahn in größeren Scharen. Daher sollten Sie auf keinen Fall ein einzelnes Huhn halten. Zwei Hühner zu halten, ist möglich, besser sind jedoch vier oder mehr.
  • Es ist ein immer wieder erzähltes Ammenmärchen, dass Legehennen einen Hahn brauchen, um Eier zu legen. Natürlich brauchen sie keinen (ansonsten hätten die Besitzer von Legebatterien wohl auch ein Problem). Ein Hahn ist jedoch unter Umständen vorteilhaft, da er die Hühnergruppe zusammenhält und zu grobes Hacken und Streitigkeiten zwischen den Hühnern beendet.
  • Ein Hahn ist jedoch sehr laut, besonders früh morgens, wenn die meisten Menschen noch schlafen möchten. In einer Siedlung werden Hähne meist von den Nachbarn nicht toleriert. Hühner können ebenfalls laut sein, wenn auch meist nicht so laut und penetrant wie Hähne. Sie gackern üblicherweise am frühen Morgen nach dem Eierlegen ein paar Minuten. Dies ist je nach Rasse etwas unterschiedlich, es gibt aber keine komplett stummen Hühner. Hier sollten Sie vorher mit den Nachbarn sprechen, damit es später kein böses Blut gibt.
  • Legehennen brauchen einen Stall, in dem sie schlafen, sich ausruhen, Eier legen und Schutz vor Sonne und Witterung finden können. Der Stall muss nicht extrem groß sein, viele kommerziell erhältliche Hühnerställe haben nur eine Grundfläche von einem Quadratmeter und sind für zwei bis vier Hühner gedacht. Er sollte aber genügend Sitzstangen enthalten, denn darauf schlafen die Hühner. Außerdem braucht er geschützte Nester, in denen die Legehennen in Ruhe ihre Eier legen können. Der Boden sollte nach unten isoliert und mit Stroh eingestreut werden. Für Kraftfutter und Wasser empfehlen sich spezielle Spender aus dem Fachhandel. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, kaufen Sie einen fertigen Hühnerstall im Handel.
  • Die Hühner sollten vor dem Stall einen überdachten Auslauf haben, den sie auch bei schlechtem Wetter und im Winter aufsuchen können, um zu scharren und herumzulaufen. Ein zusätzlicher großer Auslauf (mehrere Quadratmeter), der nicht unbedingt überdacht sein muss, sollte bei gutem Wetter zur Verfügung stehen. Achten Sie darauf, dass der Zaun hoch genug ist, vor allem, wenn Sie eine gut flugfähige Rasse auswählen.
  • Auch wenn Sie die Hühner mit Resten aus der Küche füttern und sie im Auslauf Gras, Würmer und Käfer fressen, reicht das nicht aus, um Legehennen gesund zu halten. Sie legen immerhin regelmäßig Eier und verlieren dadurch viel Protein. Als Kraftfutter eignet sich Maisschrot. Dazu sollte Muschelgrit angeboten werden, denn durch die Eierschale wird auch viel Kalzium verloren und muss wieder aufgenommen werden.
  • Etwa ein bis zwei Monate im Jahr werden die Legehennen keine Eier legen, da sie sich in der Mauser befinden. Dies ist völlig normal. Hört die Legehenne jedoch mitten in ihrer Legezeit plötzlich auf zu legen und wird teilnahmsloser, dann sollte sie sofort zum Tierarzt gebracht werden, denn sie könnte eine Legenot haben. Dabei bleibt ein Ei sozusagen stecken oder ist im schlimmsten Fall zerbrochen. Unbehandelt endet eine Legenot tödlich.

Die Auswahl des Huhns, das Sie kaufen

Es gibt viele schöne Hühnerrassen, die sich für private Halter anbieten. Die Eigenschaften, auf die bei der Auswahl häufig geachtet wird, hängen von den Haltungsbedingungen und dem Umfeld ab. Diese Eigenschaften sind Flugfähigkeit, Zutraulichkeit und ein leiseres Gackern.

  • Eine besonders hohe Eileistung erreichen Hybridhühner, die auch von professionellen Eiproduzenten gehalten werden. Diese Hennen werden nach einem speziellen Schema aus verschiedenen Legerassen gekreuzt und häufig auch auf Märkten angeboten. Die braunen Hybriden legen in der Regel braune, die weißen legen weiße Eier. Die Eiqualität ist gleich. Da Hybriden eine extrem hohe Legeleistung haben, brauchen sie auch mehr Kraftfutter und Muschelgrit. Haben Sie einen Hahn und möchten, dass Ihre Legehennen brüten, dann sind Legehybriden nicht sehr geeignet, da sie kaum Brutinstinkt haben. Sie werden meist auch nicht so zahm wie andere Rassen und können aufgrund ihrer hohen Leistung krankheitsanfälliger sein.
  • Alternativ können Sie aus einer großen Zahl verschiedener Hühnerrassen wählen. Besonders beliebt ist beispielsweise das Araucana Huhn, das grünschalige Eier legt. Bielefelder Kennhühner werden als ruhige und eher leise Hennen bezeichnet. Das Orpington Huhn gilt als besonders schlechter Flieger, bei dem die Umzäunung nicht sehr hoch sein muss. 
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