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Ledermix – das sollten Sie wissen

Ledermix gibt es im Apothekenhandel als "Ledermix Fluorid Gel", sowie als verschreibungspflichtige Ledermix Paste durch den Arzt. Bevor Sie diese beiden Produkte verwenden, sollten Sie sich über beide zunächst informieren. Seien Sie vor allem vorsichtig, wenn Ihnen innerhalb des Bekannten-, bzw. Verwandtenkreises Ledermix Paste als schnelle "Entzündungshilfe" angeboten wird, denn wer diese Paste besitzt, kann sie nur durch ärztliche Verschreibung für den eigenen Gebrauch erhalten haben.

Behandeln Sie Ihre Zähne richtig
Behandeln Sie Ihre Zähne richtig

Ledermix Paste ist verschreibungspflichtig

  • Die Ledermixpaste ist sehr umstritten, denn es ist ein Kombinationspräparat, dass sich aus Cortison (Triamcinolon), sowie einem Antibiotikum zusammen setzt. Verwendet wird es von Zahnärzten, um einen entzündeten Zahn zu behandeln. Bei einer Nervenentzündung führt eine Schwellung zu schmerzhaftem Druck, der durch das Corticoid, das sich im Ledermix befindet, schnell abbaut.
  • Dadurch entsteht gleichzeitig eine Abwehrschwäche, die durch das im Ledermix enthaltene Tetrazyclin (Antibiotikum) kompensiert werden soll. Dabei ist die lokale Dosis des Antibiotikums recht hoch. Auf diese Weise lindert Ledermix sehr schnell und effektiv akute Schmerzbeschwerden und wird wie eine "Wundersalbe" empfunden. Allerdings heilt das Mittel nicht so recht.
  • Fachleute, die sich gegen das Medikament Ledermix stellen, erklären, dass das Corticosteroid die Entzündung nur unterdrückt, sodass unterschwellig der Zahnnerv abgetötet wird (devitalisiert). Auch soll es zu Überempfindlichkeiten führen können. Veröffentlichten Untersuchungen zufolge soll trotz der Widersprüchlichkeiten Ledermix in 68% der Zahnarztpraxen verwendet werden.
  • Als Paste kann Ledermix nur durch den Arzt verschrieben werden. Es dient dann zur oralen Lokalbehandlung. D. h. zur partiellen Behandlung in der Mundhöhle. In diesen Fällen darf Ledermix-Paste nur nach ärztlicher Vorschrift verwendet werden. Der Arzt muss zuvor klären, ob beim Patienten Überempfindlichkeiten gegenüber der Wirkstoffe vorliegen oder welche Wechselwirkungen im Zusammenhang mit anderen Medikamenten zu beachten sind.
  • Grundsätzlich sollten Sie daher den Gebrauch der Ledermix-Paste ablehnen, selbst wenn Ihnen ein hoher und schnell wirkender, schmerzstillender Effekt desjenigen zugesichert wird, der dieses Medikament durch den Arzt erhalten hat. Vor allem Kinder, ältere Menschen, Schwangere oder Herz-Kreislauferkrankte sollten niemals verschreibungspflichtige Medikamente, wie z. B. Ledermix-Paste gebrauchen. Bitte suchen Sie bei Schmerzen den Arzt auf.

Ledermix-Gel ist im Apothekenhandel erhältlich

  • Das Ledermix-Gel ist etwas anders zusammen gesetzt und enthält Aminfluoride. Das sind kationische Tenside, also quartäre Ammoniumverbindungen Ein zweiter Bestandteil des Ledermix-Fluorids, sind die Natriumfluoride, also ein Natriumsalz des Minerals Villiaumit. Unter Fluorid versteht man Salze der Fluorwasserstoffsäuren, die in vielen natürlichen Mineralien vorkommen.
  • Ledermix-Gel wird zur Kariesvorsorge (Kariesprophylaxe) verwendet und unterstützt die Behandlung von Zahnfäule (Initialkaries), als auch überempfindlichen Zahnhälsen. Sollten Sie gegen Aminfluoride, Methyl, Pfefferminzöl, Menthol oder Spearmintöl allergisch sein, dürfen Sie Ledermix-Gel nicht verwenden. Es ist ratsam, mit dem Apotheker, bzw. Arzt Ihres Vertrauens zu besprechen, welche Allergien bei Ihnen vorliegen.
  • Das Ledermix-Gel sollte bei der Mundpflege nicht verschluckt werden, deshalb ist es wichtig, dass nur Menschen, die ihren Schluckreflex gut kontrollieren können dieses Mittel nutzen. Kinder können den Schluckreflex nicht ausreichend kontrollieren. Deshalb sollten Sie Ledermix-Gel auf keinen Fall Ihren Kindern zur Verwendung geben. Beachten Sie auch, dass ein zu viel an Fluorid schädlich sein kann. Wenn Sie also weitere Fluoride verwenden, sollten Sie auf Ledermix verzichten.
  • Grundsätzlich sollten Sie bei gesundheitlichen Problemen immer erst Ihren Arzt befragen, was Sie tun können. Nicht immer wird ein Rezept notwendig sein und Ihr Arzt kann Ihnen raten, welches verschreibungsfreie Präparat Sie aus der Apotheke beziehen sollten. Oft kann Ihnen auch ein guter Apotheker weiter helfen, doch das ist nur möglich, wenn Sie mit ihm dass zu behebende, gesundheitliche Problem besprechen,
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