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Lebertran flüssig - so setzen Sie das bewährte Mittel richtig ein

Können Sie sich auch noch an den täglichen Löffel Lebertran erinnern, den Sie als Kind von Ihren Eltern bekommen haben? Das aus Fischleber hergestellte Öl weist zahlreiche positive Eigenschaften auf; doch Vorsicht: Lebetran in zu hohen Dosen flüssig verabreicht, kann zu gesundheitlichen Schäden führen!

Lebertran wird aus Fischleber gewonnen.
Lebertran wird aus Fischleber gewonnen. © CFalk / Pixelio

Lebertran flüssig verabreicht - Anwendungsgebiete

Lebetran in moderaten Dosen flüssig verabreicht, liefert dem Körper das wichtige Vitamin A.

  • Dieses fettlösliche Vitamin ist am Wachstum der Zellen und der Haut sowie am Sehvorgang beteiligt und reguliert auch das Immunsystem.
  • Darüber hinaus enthält Lebertran die gesunden Omega-3-Fettsäuren. Diese helfen beispielsweise bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Außerdem stellt Lebertran ein wichtiger Lieferant für Vitamin E dar, das als Antioxidans das Immunsystem schützt.
  • Früher wurde Lebertran vor allem als Kräftigungsmittel für Kinder und als Schutz gegen Rachitis eingesetzt.

Vorsicht vor Überdosierungen - zu viel Lebertran birgt Gesundheitsrisiken

Wenn Sie Lebertran flüssig verabreichen, sollten Sie unbdingt auf die richtige Dosierung achten, um gesundheitsschädliche Wirkungen auszuschließen.

  • Lebertran enthält eine große Menge des fettlöslichen Vitamin A, das bei Überdosierung zu einer Reduktion der Knochendichte führen kann; dies kann wiederum das Risiko erhöhen, an Osteoporose zu erkranken.
  • Auch neurologische Erkrankungen oder Leberveränderungen können bei einer Überdosierung auftreten.
  • Die maximale Tagesdosis an Vitamin A baträgt nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei erwachsenen Männern 1mg (entsprechend 3.333I. E. ) und bei Frauen 0,8mg (entsprechend 2.666 I. E. ). Ein Teelöffel Lebertran liefert jedoch bereits 4.5000 I. E., was den täglichen Tagesbedarf übersteigt.
  • Wenn Sie also Lebertran zuführen möchten, sollten Sie maximal einen halben Teelöffel davon zu sich nehmen. Wenn Sie jedoch zusätzlich Multivitamintabletten zuführen, die Vitamin A enthalten, ist auch diese Menge bereits zu groß. Dies gilt auch, wenn Sie das Vitamin in größeren Mengen über die Nahrung zuführen.
  • Auch eine Überdosierung mit Vitamin D kann bei der Zufuhr von Lebertran erfolgen. In diesem Fall können Nierensteine die Folge sein.
  • Bedenken Sie auch, dass Lebertran häufig Verunreinigungen enthält, da sich Giftstoffe in der Fischleber ansammeln.

Fazit: Nach Auffassung zahlreicher Ernährungsexperten ist die Gabe von Lebertran heute obsolet. Die Versorgung mit Vitamin A und den gesunden Omega-3-Fettsäuren kann mit zwei Fischmahlzeiten wöchentlich sichergestellt werden. Ergänzend kann Ihnen der Arzt ein Nahrungsergänzungsmittel empfehlen, das Omega-3-Fettsäuren enthält.

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