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Lebenslauf unterschreiben? - So machen Sie alles richtig

Oft kommt für viele Menschen ein neuer Job infrage. Doch meistens ist es schon sehr lange her, dass man eine Bewerbung mit einem Lebenslauf geschrieben hat. Viele Firmen möchten das heute nur noch online, das ist kostengünstiger für den Bewerber und auch schneller. Für die Firmen hat es den Vorteil, dass sie ganz schnell reagieren können. Aber wer weiß denn heute noch, wie er den Lebenslauf schreiben soll? Muss man den Lebenslauf unterschreiben?

Mit einem gutem Lebenslauf sichern Sie Ihre Zukunft.
Mit einem gutem Lebenslauf sichern Sie Ihre Zukunft.

Was Sie benötigen:

  • Passbild
  • Drucker
  • gutes Papier
  • Bewerbungsmappe
  • Umschlag
  • optional: Postwertzeichen

Ein Lebenslauf kann Ihre Zukunft verändern

Das Schreiben eines Lebenslaufs ist eine Kunst für sich und dabei hängt eigentlich sehr viel davon ab. Für einige Stellen ist sogar die Form entscheidend. Nicht nur das Anschreiben muss der Norm entsprechen - denn der Lebenslauf ist der erste Eindruck von Ihnen beim neuen Arbeitgeber. Sie müssen es schaffen, damit sein Interesse zu wecken. Doch wie geht man richtig vor? Muss man ihn auch unterschreiben?

Grundsätzliches zur Bewerbung

  • Nach der DIN-Norm 5008 wird die Gestaltung des Anschreibens vorgenommen und es sollte nicht länger als eine Seite sein.
  • Den Inhalt des Anschreibens bestimmt die Stellenanzeige. Es sollte immer individuell gestaltet werden.
  • Wenn Sie die Bewerbung als Mail versenden, so schreiben Sie Ihren Namen an die Stelle der Unterschrift, färben den Text in eine andere Farbe und machen ihn kursiv. Wenn Sie die Bewerbung ausdrucken, müssen Sie das Dokument von Hand unterzeichnen.
  • Zeugnisse, die Ihren Werdegang belegen, werden je nach Situation unaufgefordert mitgesendet.

Der Lebenslauf ist der wichtigste Bestandteil Ihrer Bewerbung. An ihm erkennt der Personalverantwortliche, was Sie geleistet haben, und aus ihm kann er ableiten, was Sie zu leisten imstande sind. Machen Sie sich also keine Illusionen. Was von Ihrem tabellarischen Lebenslauf erwartet wird, das ist Vollständigkeit. Dementsprechend sollte es Ihnen auch nicht zu viel der Mühe sein, Ihren Lebenslauf auf jede Bewerbung maßzuschneidern. Es ist zwar schön, wenn Sie fundierte EDV-Kenntnisse nachweisen können, und Sie sollten diese in Ihrem Lebenslauf keinesfalls verschweigen; wenn Sie sich aber für eine Stelle als Übersetzer bewerben, könnte Ihr künftiger Arbeitgeber mehr Wert auf den bestandenen "TOEFL"-Englisch-Test legen. Damit weisen Sie nach, dass Ihr Englisch den Anforderungen der britischen Universitäten entspricht.

Vollständig - das bedeutet es für Ihren Lebenslauf

  • An oberster Stelle muss als Überschrift „Lebenslauf“ stehen. Darunter sollten Sie dann Ihren Namen, Ihre Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse nennen.
  • Dass Sie Ihren Lebenslauf auf jede Stelle separat ausrichten sollten, bedeutet natürlich nicht, dass Sie berufliche Erfahrungen oder andere Informationen, die etwas über Sie, Ihr Leben und damit Ihre Qualifikation aussagen, einfach beiseitelassen können, nur weil Sie Ihre Position nicht unmittelbar betreffen. Der Arbeitgeber möchte wissen, wen er sich ins Haus holt. Je nach Stellenprofil sollten Sie also immer ein oder zwei Hobbys nennen (viel mehr sollten es nicht sein, weil sich Ihr Arbeitgeber dann fragen könnte, wann Sie dann zum Arbeiten kommen). Wenn Sie unter Ihren Hobbys Extremsportarten aufführen, so kann der neue Arbeitgeber mit mehr Krankheitstagen rechnen. Dies könnte also ein K.-o.-Kriterium sein.
  • Auch Ihre bisherigen Arbeitsstellen sollten Sie stets vollständig nennen. Unterscheiden Sie zwischen Vollzeitstellen und Nebenjobs. Achten Sie jedoch auf "Zwitter". Das können beispielsweise qualifizierte Nebenjobs während Ihres Studiums sein, die Sie zwar nur einige Stunden am Tag ausgeübt haben, dies aber über mehrere Jahre. In vielen Personalabteilungen wird so eine Stelle durchaus als "echte" Berufserfahrung und außerdem als positive Referenz gewertet. Von studentischen Mitarbeitern kann man sich sehr leicht trennen. Je länger Sie eine Stelle also ausgeübt haben, umso zufriedener wird man dort mit Ihnen gewesen sein.
  • Listen Sie Ihre Kurzzeitjobs also separat auf. Einen langfristigen qualifizierten Job (mindestens sechs Monate sollten Sie durchaus unter "bisherige berufliche Tätigkeit" einordnen. Beachten Sie hier die richtige Reihenfolge: Alle Lebensstationen, die Sie im Lebenslauf nennen, werden in umgekehrter Reihenfolge genannt - die letzte berufliche Tätigkeit würden Sie beispielsweise zuoberst nennen.
  • Generell gilt: Nennen Sie nichts, das den Arbeitgeber nichts angeht. Das bedeutet, weder Ihre sexuelle Orientierung noch Ihre Religion hat in Ihrem Lebenslauf etwas zu suchen. Aber Achtung: Sind Sie beispielsweise aus der Kirche ausgetreten und wieder eingetreten oder sind gar konvertiert, sollten Sie diese Stationen dann nennen, wenn Sie sich auf eine Stelle in einer kirchlichen Einrichtung bewerben. Hier empfiehlt es sich auch, besonderes Augenmerk auf kirchliches und karitatives Engagement im Lebenslauf zu legen.
  • Kenntnisse und Fähigkeiten hat jeder. Aber Achtung: Nennen Sie hier keine Selbstverständlichkeiten. Wer "sorgfältige Arbeitsweise" gleich als erste besondere Fähigkeit nennt und demzufolge auch ansieht, dem wird man darüber hinaus nur wenige weitere Fähigkeiten zutrauen. Lassen Sie Selbstverständlichkeiten also hier weg. Sie werden in Ihren mitgeschickten Zeugnissen genannt und bewertet.
  • Achten Sie grundsätzlich darauf, möglichst wenige Lücken und Brücken im Lebenslauf zu belassen, die Sie nicht erklären können. Auch eine "Null-Bock-Phase" lässt sich dann als Orientierungsjahr im Lebenslauf unterbringen, wenn Sie anschließend wirklich Erfolge hatten. Haben Sie jedoch eine Ausbildung mit letzter Kraft abgeschlossen, die Prüfung mit ausreichend bestanden und anschließend ein Jahr keine Arbeit gefunden, bevor Sie eine Umschulung gemacht haben, so verschweigen Sie Arbeitslosigkeit und Umschulung nicht. Legen Sie sich aber für das Vorstellungsgespräch eine schlüssige Erklärung zurecht.

Die Vita unterschreiben oder nicht?

  • Am Ende des Lebenslaufs können Sie Ort, Datum und eine Unterschrift einsetzen.
  • Einen Lebenslauf muss man generell nicht unterschreiben, es wird jedoch gern gesehen.
  • Beachten Sie, dass es wichtig ist, in dem Lebenslauf wahrheitsgemäße Angaben zu  machen. Ihre Unterschrift hat die Funktion, dem Unternehmen zu zeigen, dass Sie hinter der Richtigkeit Ihrer Angaben stehen.
  • Ein anderes Argument, dass für die Unterschrift spricht, ist, dass Sie das Anschreiben ebenfalls unterschreiben. So sieht es einheitlich aus, wenn Sie den Lebenslauf auch unterschreiben.

Ein kleiner Hinweis: Das Internet bietet viele Vorlagen. Dort sollten Sie immer auf das Alter des Schreibens achten und nur die neueren verwenden. Einige Firmen haben sich auf das Schreiben von Lebensläufen spezialisiert, vielleicht fragen Sie dort auch mal nach. Viel Erfolg an dieser Stelle!

Weitere Autoren: Martin Lembke, Markus Köhler, Britta Jones

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